Gekommen, um zu bleiben

Vier Tage nach der FIBA-EuroCup-Reise ins südrussische Rostov am Don wartet auf die Telekom Baskets in der Basketball-Bundesliga die nächste Herausforderung. Am Samstag, 29.Oktober 2005 (20:00 Uhr), tritt das Team von Headcoach Danijel Jusup beim Aufsteiger SELLBYTEL Baskets Nürnberg an. Alles andere als eine leichte Aufgabe, warnt der Bonner Trainer. Wir dürfen nach drei Siegen in der BBL nicht leichtfertig werden und auf keinen Fall den Gegner unterschätzen, sonst ist man ganz schnell wieder bei Null. Die Baskets fahren daher am Freitag mit gehörigem Respekt aber dennoch als Favorit nach Nürnberg, wo man spätestens seit der letzten Niederlage in Trier von Verletzungssorgen geplagt wird. Ausgerechnet der bisherige Topscorer der Franken, Sotiris Gioulekas, verdrehte sich am vergangenen Mittwoch an der Mosel das rechte Knie und musste von der Bank mit ansehen, wie sein Team mit 74:82 verlor. Es war die vierte Niederlage des Aufsteigers im fünften Spiel der BBL-Saison. Der erste Sieg wurde am vergangenen Sonntag gegen Oldenburg mit 86:82 eingefahren. Mit 22 Punkten und neun Rebounds war der polnische Forward Wiaczeslaw Rosnowski in diesem Spiel bester Akteur seines Teams, das im wesentlichen auf Routine und Erfahrung setzt. So auch unter dem Korb, wo seit Saisonbeginn Ex-Nationalspieler Tim Nees für Ordnung sorgen soll. Ebenfalls neu sind US-Forward Ryan DeMichael, US-Pointguard Michael Lake vom Zweitligisten Jena und Heiko Schaffartzik, der von Gießen nach Franken wechselte. Neben den fünf Neuzugängen baut Trainer-Urgestein Stephan Harlander (seit 1981 in Nürnberg aktiv) auf den Kern der Aufstiegsmannschaft der vergangenen Saison. So ist der ehemalige rumänische Nationalspieler Marcel Tenter nach wie vor die erste Wahl im Spielaufbau des Aufsteigers, dem insgesamt noch neun Spieler des Zweitliga-Kaders angehören und der seine erste Saison im Oberhaus unter das Motto Wir sind gekommen, um zu bleiben stellt. Gegen das reboundschwächste Team der Saison müssen die Telekom Baskets nach wie vor auf ihren Center Milos Paravinja verzichten (Knieverletzung). Statt dessen wird erneut Branko Klepac in der Bonner Startformation stehen. Wie bei allen Auswärtsspielen der Baskets ohne TV-Live-Übertragung können die Fans auch am Samstag das Spiel wieder live im Internet verfolgen. Das Baskets NetRadio meldet sich aber 19:45 Uhr aus der Arena Nürnberg.