General-Anzeiger vom 15.01.2002:Alles andere als ein Sieg wäre enttäuschend

Bonn. "In unserer Situation ist jeder Gegner schwer." Auf dem Papier sollte für die Telekom Baskets Bonn am Mittwoch (19.30 Uhr, live in Radio Bonn/Rhein-Sieg) im Rückspiel des Saporta-Cups bei den Arkadia Lions Traiskirchen eigentlich nichts schiefgehen. Doch Trainer Predrag Krunic warnte dennoch vor dem Sechsten der österreichischen Bundesliga, der ohne Sieg das Tabellenende in der Gruppe C ziert. "Wir müssen nach wie vor ohne Paul Burke auskommen, und unsere nach Krankheit oder Verletzung gerade erst wieder genesenen Spieler brauchen noch eine Zeit, bis sie zu ihrer alten Form zurückgefunden haben", meinte Krunic. Seine Mannschaft habe allen Grund, sich um die Partie in dem 20 Kilometer südlich von Wien gelegenen Ort ernsthaft Gedanken zu machen. Ähnliches hatte der 34-Jährige seiner Mannschaft auch schon vor dem Hinspiel mit auf den Weg gegeben. Die Baskets hielten sich zunächst auch daran, spielten voll konzentriert, ließen aber dann im Gefühl des sicheren Sieges die Zügel schleifen und siegten "nur" mit 92:78. Die Russen von Unics Kazan waren unlängst weniger gnädig und fertigten die Halbprofis aus der Alpenrepublik mit 112:49 ab. "Man darf sich davon nicht täuschen lassen. In den meisten Spielen hat Traiskirchen über zwei oder drei Viertel gut mitgehalten. Wir dürfen den Gegner nicht unterschätzen", so Krunic. Hauptaugenmerk der Bonner liegt auf der Bewachung von Spielmacher Zdravko Radulovic und den jamaikanischen Center mit amerikanischem Pass, Julian Dunkley, der mit etwa 20 Punkten pro Spiel herausragender Schütze der Österreicher ist. Sind die Baskets am Mittwoch nicht völlig von der Rolle, sollten sie als Sieger vom Feld gehen. Alles andere wäre eine Enttäuschung. Neben Burke, der noch an den Folgen einer schweren Gehirnerschütterung laboriert und bei dem sich noch herausstellen muss, ob er am Sonntag in der Bundesliga gegen Köln wieder dabei sein kann, fehlt nach wie vor Branko Klepac.