Halbfinale: Baskets wollen in München den Heimvorteil klauen
Public Viewing im Telekom Dome
Zum Auftakt ins Halbfinale der easyCredit Basketball Bundesliga müssen die Telekom Baskets Bonn am Samstag (30.05. - 14:30 Uhr) und am Montag (01.06 - 20:30 Uhr) zweimal auswärts beim FC Bayern München antreten. Dabei werden die Baskets versuchen, den Heimvorteil zu klauen, bevor es am kommenden Donnerstag (04.06. - 18:30 Uhr) zum dritten Spiel der Best-of-Five-Serie zuhause in den Telekom Dome geht. Dyn überträgt alle Halbfinal-Partien live.
Public Viewing im Telekom Dome
Für beide Auswärtsspiele im Halbfinale bieten die Baskets ihren Fans erneut ein Public Viewing im Telekom Dome an, bei dem gemeinsam mitgefiebert werden kann. Tickets für das Public Viewing gibt es unter dome.de/tickets. Im Eintrittspreis von fünf Euro für das Public Viewing ist ein Gratisgetränk enthalten.
Zum zweiten Mal in ihrer Clubgeschichte treffen die Telekom Baskets Bonn in einer Playoff-Serie auf den FC Bayern München. Auch das erste Aufeinandertreffen fand im Halbfinale um die deutsche Meisterschaft statt. In den Playoffs 2022 mussten sich die Baskets dabei erst nach fünf Spielen den Bayern geschlagen geben. Nach einem 0:2-Rückstand in der Serie hatten MVP Parker Jackson-Cartwright und Co. zweimal auswärts gewonnen und so ein Entscheidungsspiel erzwungen. Dieses Jahr müssen die Bonner mindestens einmal in München das Parkett als Sieger verlassen, wenn sie die Überraschung eines Finaleinzugs schaffen wollen.
“Der Halbfinal-Einzug ist ein riesiger Erfolg für uns. Wir hatten uns vor Beginn dieser Saison das klare Ziel gesetzt, uns einen Platz für den internationalen Wettbewerb in der nächsten Saison zu sichern und wieder in den Playoffs zu stehen. Das ist uns gelungen und ist bereits eine große Errungenschaft. Nachdem wir uns die Playoffs gesichert hatten, haben wir auf den vierten Platz hingearbeitet, um den Heimvorteil im fünften Spiel zu haben. Und wir haben die Vorteile dieser Situation gesehen. Das Erreichen des Halbfinales ist etwas, wovon wir geträumt haben und das bedeutet uns allen sehr viel. Das ist der Erfolg des gesamten Teams und des gesamten Vereins. Ich möchte vor allem den Spielern dazu gratulieren, denn sie haben enorme Anstrengungen unternommen, um den Verein bestmöglich zu vertreten und diesen Erfolg zu erzielen”, sagt Baskets-Headcoach Marko Stankovic vor der Abreise nach München am Freitagmittag.
Serbisches Duell an der Seitenlinie
“Wir bereiten uns vor und reisen nach München, um so zu spielen, wie wir es in den bisherigen Spielen dieser Saison getan haben. Wir treffen, ausgehend vom ersten Platz in der Hauptrunde, auf die aktuell beste deutsche Mannschaft. Sie haben einen hervorragenden Trainer, spielen sehr körperbetonten Basketball, verteilen die meisten Assists pro Spiel und sind sehr teamorientiert” ergänzt Stankovic, der zwar erst einmal in einem direkten Duell auf Bayerns Headcoach Svetislav Pesic gestoßen ist (bei der knappen 63:66-Niederlage in der Hauptrunde in München), die Trainerlegende aber schon länger kennt. In den Spielzeiten 2008/2009 und 2011/2012 war Pesic Trainer bei Roter Stern Belgrad, während Stankovic noch als Jugendtrainer für Partizan Belgrad arbeitete. Da Pesics damalige Profi-Mannschaft oft nach Stankovics Mannschaften trainierte, gab es mehrere Gelegenheiten zum gegenseiten Austausch. "Als junger Trainer freute es mich, mit einem so erfahrenen Trainer zu sprechen. Ich habe ihn über viele Jahre verfolgt. Er ist einer der erfolgreichsten Trainer Europas", lobt Stankovic sein Gegenüber an der Seitenlinie.
Münchner Weltmeister-Ensemble
Doch nicht nur Münchens Trainer ist mit Erfolg gekrönt, denn schließlich spielen bei den Bayern aktuell sechs amtierende Welt- oder Europameister. Einer von ihnen ist Andreas Obst, der in dieser Saison als MVP der easyCredit BBL ausgezeichnet wurde. Mit 16,4 Punkten pro Partie führt Obst seine Mannschaft als Topscorer an. Dahinter präsentieren sich die Münchener beeindruckend ausgeglichen. Denn acht weitere Akteure erzielen im Schnitt mindestens acht Zähler pro Spiel. Diese qualitativ hochwertige Tiefe im Kader des EuroLeague-Teams macht den amtierenden Meister auch in dieser Saison wieder zum Top-Favoriten auf den Titel. Mit 20,4 Assists pro Spiel führte München die gesamte Liga in der regulären Saison an und liefert dadurch einen weiteren Beweis für die teamorientierte Spielweise, die in der Hauptrunde durchschnittlich zu 87,6 Zählern führte (4. Platz ligaweit). “Wir wissen aber auch, wie wir gespielt haben, um bis hierher zu kommen", gibt sich Stankovic kämpferisch. "Wir wollen auch gegen München unseren Basketball spielen, Spaß daran haben, so viel wie möglich zu kämpfen und unsere Identität auf dem Parkett zeigen. Am Ende werden wir dann sehen, ob es wie im letzten Duell mit München zu einem knappen Spiel reicht und danach können wir analysieren, was wir besser machen müssen.”
Während der FC Bayern mit drei deutlichen Siegen über Trier (im Schnitt +28,3 Punkte) seine Viertelfinalserie schnell gewinnen konnte, mussten sich die Baskets durch fünf schwere Spiele gegen Würzburg kämpfen und haben dadurch vor dem ersten Duell in München vier Tage weniger Pause sowie zwei Partien mehr in den Knochen. Doch auch gegen die Bayern können die Baskets nur bestehen, wenn sie den gleichen Kampfgeist wie gegen Würzburg zeigen. “München spielt völlig anders als Würzburg und wir müssen darauf vorbereitet sein, dass die Münchner anders reagieren werden als die Würzburger, die sich besonders durch ihre individuelle Offensivqualität auszeichneten. Unser Viertelfinale gegen Würzburg war vielleicht die körperbetonteste Serie aller vier Paarungen. Es gab viel Kontakt und Kampf um jeden einzelnen Ball. Es war genau das, was wir von einer einzigartigen Serie erwartet haben. Und in dieser Hinsicht kann es uns helfen, uns an die körperliche Härte anzupassen, die wir in der Serie gegen München brauchen”, erwähnt Stankovic mögliche Vorteile der harten Playoff-Serie gegen Würzburg.
18.713 - Der Bundesliga-Rekord
Am 21.12.2025 stellten die Baskets mit 18.713 Fans bei ihrem Heimspiel gegen München in der LANXESS arena einen neuen Bundesliga-Zuschauerrekord auf. Weniger erfolgreich als das spektakuläre Heimspiel-Event verlief die Partie selbst. Mit 55:83 kassierten die Baskets ihre höchste Saisonniederlage. Deutlich knapper war es nur drei Wochen später. Im Münchener BMW Park unterlagen die Baskets nur mit 63:66 und hatten bis in die Schlussminute Chancen auf einen Sieg. Die Halbfinal-Begegnungen werden nun allesamt in wiederum anderen Hallen ausgespielt. Die Baskets empfangen die Bayern im Telekom Dome, während die Münchener ihre Halbfinal-Begegnungen im SAP Garden austragen.
Live bei Dyn
Beide Halbfinalspiele werden live bei Dyn übertragen. Am Samstag (30.05.) beginnt die Übertragung um 14:15 Uhr. Florian von Stackelberg kommentiert die erste Partie. Experte ist Tommy Klepeisz. Am Montag (01.06.) beginnt die Übertragung um 20:15 Uhr.