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98:89
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Herber Rückschlag im Playoff-Rennen

Verdiente Niederlage in Crailsheim

Am 29. Spieltag der easyCredit BBL haben die Telekom Baskets Bonn einen herben Rückschlag im Rennen um die Playoff-Platzierungen kassiert. Zu Gast beim Tabellensiebtzehnten ließen die Baskets von Beginn an Energie und Intensität vermissen und verloren am Ende mit 89:98 (20:25, 19:24, 20:23, 30:26). Ohne Kapitän Chris Sengfelder, der krankheitsbedingt pausieren musste, grub sich Bonn schon zur Halbzeitpause in ein Loch und konnte den Rückstand bis zum Schluss nicht mehr aufholen. Glynn Watson stemmte sich mit 25 Punkten, 11 Asists und sechs Steals aufopferungsvoll gegen die Niederlage.

Key facts

  • Karrierebestwerte: Sowohl seine 11 Assists als auch seine sechs Steals waren für Glynn Watson Jr. persönliche Bestleistungen in der easyCredit BBL
  • Einerseits: Bonn gewann das Rebound-Duell deutlich mit 40:28, darunter 16 Offensiv-Rebounds...
  • Andererseits: ...leisteten sich die Baskets 17 Ballverluste, wodurch der Vorteil am Brett und das Mehr an Ballbesitzen wieder egalisiert wurde

Spielbericht

Für Sengfelder rückte Till Pape in die Starting-Five,. Hinzu kamen Harald Frey, Noah Kirkwood, Sam Griesel und Thomas Kennedy. Die Baskets starteten schleppend ins Spiel. Fast drei Minuten mussten sie auf die ersten Punkte warten, ehe Thomas Kennedy per And-1 die erste Führung des Spiels erzielte (3:2, 3. Minute) – die einzige im gesamten Spiel wie sich später herausstellen sollte. Bonn ließ die nötige Energie und Entschlossenheit vermissen, vergab leichtfertig offene Dreipunktewürfe oder auch Korbleger. Erst in der 6. Spielminute konnte Brian Fobbs den zweiten Bonner Feldkorb versenken, bis dahin hatte sein Team nur noch an der Freiwurflinie gepunktet (9:10, 6.). Crailsheimer witterte dadurch früh, dass heute die Chance auf  wichtige Punkte im Abstiegskampf bestand, und trat mit jeder Minute selbstbewusster auf (11:16, 8.). Die Baskets glichen noch einmal durch Lars Thiemann aus (16:16, 9.), der hinten per Block zur Stelle war und vorne in der Zone punktete. Doch schon im ersten Viertel zeigte die Baskets-Defense zu viele Lücken (die Merlins trafen in den ersten zehn Minuten 59 Prozent ihrer Würfe), sodass es mit einem 20:25-Rückstand ins zweite Viertel ging.

Dort schlossen die Telekom Baskets durch Punkte von Savion Flagg und Noah Kirkwood auf 24:27 (13.) auf, aber näher kamen sie nicht heran. Stattdessen baute Crailsheim seine Führung mit einem 12:5-Lauf erstmals zweistellig aus (29:39, 17.). Während die Baskets große Probleme hatten, zum Korb zu ziehen, und sich darüber hinaus auch noch sechs Ballverluste im zweiten Viertel leisteten (insg. 17 im Spiel), präsentierten sich die Merlins im Angriffsspiel fokussierte und variabler. Mit einer 10-Punkte-Hypothek ging es dann auch in die Halbzeitpause (39:49, 20.)

Nach dem Seitenwechsel ging die Mannschaft von Headcoach Roel Moors engagierter ans Werk, schloss durch schnelle Punkte von Watson und Kennedy wieder auf sechs Punkte auf (43:49, 21.). Auch Kirkwood hielt sein Team im Spiel und traf den erst vierten Bonner Dreier im Spiel zum 46:53 (24.). Doch auf der Gegenseite hatte Crailsheim einen James Murray-Boyles, der postwendend von der Dreierlinie antwortete (46:56). Der US-Amerikaner (insg. 29 Punkte) traf gleich vier Distanzwürfe im dritten Viertel und schulterte die offensive Last seines Teams. Trotz der empfindlichen Nadelstiche kämpften sich die Baskets erneut auf 57:61 heran (28.). Doch in den letzten zwei Minuten schalteten die Gastgeber, allen voran Murray-Boyles, noch einmal einen Gang höher und beendeten das dritte Viertel mit einem 11:2-Lauf zum 59:72 (30.).

Der Rückstand wuchs sogar noch weiter: Zu Beginn des Schlussviertels lagen die Baskets dann mit 17 Punkten zurück (59:76, 31.). Glynn Watson versuchte eigenhändig, das Ruder doch noch herumzureißen: Egal ob Steals, Assists oder Punkte – Watson war nun nahezu an allen Bonner Erfolgsmomenten beteiligt. 13 seiner insgesamt 25 Punkte erzielte der Point Guard im Schlussviertel und brachte sein Team 51 Sekunden vor Spielende tatsächlich noch einmal auf Tuchfühlung mit Crailsheim (86:91, 40.). Doch auch wenn Moors‘ Männer im Schlussviertel endlich ihre PS auf die Straße bringen konnten und 30 Punkte in den letzten zehn Minuten erzielten, offenbarten sie auf der Gegenseite weiterhin zu wenig Gegenwehr in der Defense, um das Spiel noch zu drehen (Endergebnis: 89:98).

Stimmen zum Spiel

Roel Moors (Headcoach Telekom Baskets Bonn):

"Ich gratuliere Crailsheim für den Sieg. Ich glaube sie haben heute sehr guten Basketball gespielt, was wir leider nicht getan haben. Wir haben schon im ersten Viertel 25 Punkte kassiert, das ist einfach zu viel. Das individuelle Talent haben wir, das gibt es in der ganzen Liga. Wenn man aber ein Team ins Rollen kommen lässt, dann muss man versuchen es am Ende noch auszubügeln, aber dann ist es schon zu spät. Wir haben Crailsheim das Vertrauen geschenkt und sie haben das genutzt, um das heutige Spiel zu gewinnen."
 
Jussi Laakso (Headcoach HAKRO Merlins Crailsheim):

"Trotz eines geschwächten Kaders auf der Seite von Bonn haben wir heute gegen ein sehr gutes Team gespielt. Deshalb bin ich richtig stolz auf die Leistung von meinem Team. Beim letzten Heimspiel gegen Vechta haben wir auch schon sehr stark gespielt und diese Woche darauf aufgebaut. Wir werden damit nicht aufhören und die selbe Energie gegen Ulm haben. Wir haben jetzt das Selbstvertrauen, vor allem wenn wir vor unserer unglaublichen Heimkulisse spielen. Wenn wir weiterhin als Team spielen und uns gegenseitig unterstützen, dann kommt die Magie zum Leben. Ich bedanke mich bei allen Fans. Die Atmosphäre war wieder unglaublich."

Statistik

PTS 98 89
2 PTS 66% 25 / 38 59% 23 / 39
3 PTS 43% 12 / 28 32% 10 / 31
Freiwürfe 67% 12 / 18 76% 13 / 17
Rebounds 28 40
Assists 31 20
Steals 7 9

TOP Player

Punkte

Glynn Watson Jr.

25 Punkte
Rebounds

Thomas Kennedy

9 Rebounds
Assists

Glynn Watson Jr.

11 Assists
Steals

Glynn Watson Jr.

6 Steals
Effektivität

Glynn Watson Jr.

35 Effektivität