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Jeder Sieg zählt: Letztes Auswärtsspiel der Saison

Baskets reisen nach Berlin

Foto: Jörn Wolter

Nur noch zwei Spiele stehen in der regulären easyCredit BBL-Saison 2023/2024 an. Am morgigen Mittwoch, dem 08.05.2024, treffen die Telekom Baskets Bonn auswärts auf den Tabellenzweiten Alba Berlin. Im Kampf um die direkte Playoff-Qualifikation hat die Mannschaft von Headcoach Roel Moors nur noch geringe Chancen auf Platz sechs und ist auf Schützenhilfe angewiesen. So müssten die Baskets nicht nur am Mittwoch gegen Berlin und am letzten Spieltag gegen Ludwigsburg (Tickets >>>) gewinnen, gleichzeitig müsste auch der Tabellensechste Rasta Vechta seine letzten beiden Saisonspiele verlieren. Spielbeginn ist 20 Uhr. Die Partie des 33. Spieltags wird live auf Dyn übertragen. Auch WELT TV und BILD zeigen das Spiel live.

Zwar ist Berlin seit dem 25. April vorzeitig für die Playoffs qualifiziert, kurz vor dem Playoff-Start plagen den Double-Sieger von 2022 jedoch arge Verletzungssorgen: Ziga Samar, Matteo Spagnolo und Gabriele Procida fallen für den Rest der Saison aus. Zudem fehlt Louis Olinde seit dem 14. April verletzungsbedingt. Derart geschwächt setzte es zuletzt eine empfindliche 53:77-Niederlage zu Gast beim Tabellenführer München. Immerhin können die Berliner wieder mit 2,21 Meter Center Khalifa Koumadje rechnen, der seine fünf Spiele andauernde Sperre abgesessen hat. Das Team von Trainer Israel Gonzalez wird dementsprechend motiviert in die Partie gehen, um vor heimischem Publikum eine Reaktion zu zeigen.  

„Wie immer geht es gegen Berlin erst einmal darum, sie nicht in ihren offensiven Flow kommen zu lassen. Das fängt mit unsere Transition Defense an und geht dann über ins Halbfeld. Dort spielen sie mit viel Bewegung abseits des Balles“, sagt Baskets-Headcoach Roel Moors. 

Das ist gar nicht so einfach: Selbst wenn Berlin mehrere Rotationsspieler vermisst, springen immer wieder andere Akteure in die Bresche. So erzielte erst kürzlich Jonas Mattisseck beim 91:74-Heimsieg gegen die Rostock Seawolves mit 21 Punkten eine neue Karrierebestleistung. Ein Spiel zuvor gelang dies bereits Tim Schneider mit 25 Zählern gegen Bamberg. Zieht man die verletzten Alba-Spieler ab, bleiben immer noch neun Berliner, die im Schnitt mindestens sechs Punkte erzielen. 

 

Das Hinspiel

Am 21. Januar führten beide Teams im ersten Aufeinandertreffen einen Kampf auf Augenhöhe. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit (44:44) lag Bonn in der 37. Minute nur mit 79:81 zurück. Die schwache Bonner Freiwurfquote (21/35, 60 Prozent) war am Ende jedoch ausschlaggebend dafür, dass sich Berlin mit 87:95 knapp im Telekom Dome durchsetzen konnte. Bei den Baskets fehlten damals verletzungsbedingt Till Pape, Benedikt Turudic und Flo Koch. 

Weltmeisterlicher Anführer 

Mit Johannes Thiemann hat Berlin nicht nur einen amtierenden Weltmeister in seinen Reihen, der 30-Jährige ist zusammen mit seinem Teamkollegen Sterling Brown (beide mit je 13,2 Punkten pro Spiel) auch Berlins Topscorer. Für Thiemann ist es sogar seine bislang statistisch beste easyCredit BBL-Saison. Ex-NBA Spieler Brown (insgesamt 268 Spiele für Dallas Mavericks, Houston Rockets und Milwaukee Bucks) überzeugte im Hinspiel mit 19 Punkten. 

Jeder Sieg zählt

„So kurz vor Saisonende ist es ein interessantes Duell gegen Berlin. Vorausgesetzt, dass wir die Playoffs erreichen würden, könnten wir in einer möglichen Viertelfinalserie ebenfalls auf sie treffen. Für uns zählt aber erst einmal das Hier und Jetzt. Und da gilt es, dass wir unseren siebten Platz bis zum Saisonende mit guten Leistungen verteidigen. Dann können wir hoffen, dass Vechta Punkte liegenlässt, wodurch wir noch auf Platz sechs klettern könnten“, sagt Baskets-Sportdirektor Savo Milovic und fügt an: „Mit Blick auf die kommende Champions-League-Saison ist es auch wichtig, im Schlussspurt Teams wie Ludwigsburg hinter sich zu lassen, die in der kommenden Saison auch international spielen wollen, damit wir höheren Chancen haben, uns direkt für den Wettbewerb zu qualifizieren. Wir müssen in den letzten Spielen bereit sein, alles geben und kontrollieren, was wir kontrollieren können.“

Auch für Alba steht noch viel auf dem Spiel: Theoretisch kann der Hauptstadtclub sogar noch die Tabellenspitze erobern, im schlechtesten Fall jedoch bis auf Platz fünf abrutschen und so das Heimrecht im Viertelfinale verlieren. 

Gute Besserung, Sam Griesel! 

Baskets-Spieler Sam Griesel konnte den Trip in die Hauptstadt nicht antreten: Im vergangenen Heimspiel gegen Würzburg schlug der 24-Jährige in den Schlusssekunden der Partie mit dem Kopf und Steißbein auf dem Parkett auf. Glück im Unglück: Eine Gehirnerschütterung wurde beim Deutsch-Amerikaner nicht diagnostiziert. 

TV-Übertragung

Die Partie wird ab 20 Uhr live hier bei WELT TV sowie auf SPORTBILD.de und BILD.de übertragen. Bei Dyn kommentieren ab 19:45 Uhr Florian von Stackelberg und Ex-Alba-Berlin-Spieler Patrick Femerling das Spiel.