Jeff Garrett dunkt die Baskets zum Sieg nach Verlängerung
Bonn zieht an Chemnitz vorbei
In einer enorm intensiven Partie haben die Telekom Baskets Bonn am 9. Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga mit 86:82 (20:21, 22:17, 17:15, 14:20, 13:9) nach Verlängerung gegen die NINERS Chemnitz gewonnen. Jeff Garrett erzielte gegen sein Ex-Team ein starkes Double-Double aus 22 Punkten und zehn Rebounds. Alijah Comithier wurde Topscorer mit 23 Punkten.
Bereits am Mittwoch (10.12. - 20 Uhr) steht das nächste Heimspiel im Telekom Dome an. Dann empfangen die Telekom Baskets Bonn die SKYLINERS Frankfurt auf dem #HEARTBERG.
Key Facts
- Dominant gegen den Ex-Club: Jeff Garrett zeigte sein bestes Spiel für die Baskets, brachte sein Team mit zwei Freiwürfen zum Ende des vierten Viertels in die Verlängerung, sorgte mit zwei Poster-Dunkings für die Highlights des Spiels und legte gegen sein Ex-Team ein Double-Double aus 22 Punkten und zehn Rebounds auf
- Meilenstein: Kapitän Michael Kessens erzielte zwölf Punkte und erreichte damit den persönlichen Karriere-Meilenstein von 1500 Punkten in der Bundesliga
- Kaderupdate: Patrick Heckmann kam zu seinem ersten Einsatz im Baskets-Trikot und sorgte mit einem Freiwurftreffer 9,9 Sekunden vor Schluss für die Vorentscheidung
- Zuschauerzahl: 5777 Zuschauer sahen den Bonner Sieg über Chemnitz
- Verlängerung: Beim Stand von 73:73 ging es in die Verlängerung, in der die Baskets die besseren Plays machten und so den 86:82-Sieg einfahren konnten
- Regie geführt: Grayson Murphy (8 Assists) und Zach Cooks (6 Assists) waren für 14 der 18 direkten Korbvorlagen der Baskets verantwortlich
Die Baskets starteten mit Grayson Murphy, Joel Aminu, Tylan Birts, Jeff Garrett und Michael Kessens in das Nikolausspiel gegen Chemnitz und waren von Beginn an hellwach. Kapitän Kessens erzielte nach einem Offensivrebound die ersten Punkte der Partie (2:0, 1. Minute). Allgemein sammelten die Baskets am Anfang auf beiden Seiten des Parketts die Rebounds zuverlässig ein. Schon früh im ersten Viertel sorgte Garrett für das erste brutale Highlight des Spiels, als er den Chemnitzer John Newman III per Dunking aufs Poster packte (6:2, 4.). Ansonsten gehörten die Anfangsminuten Kessens, der acht der ersten zehn Bonner Punkte markierte (10:5, 5.). Kurze Zeit später wurde der nachverpflichtete Patrick Heckmann das erste Mal für die Baskets eingewechselt. Chemnitz kam in der zweiten Hälfte des ersten Viertels offensiv in einen immer besseren Rhythmus und übernahm mit einem 12:3-Lauf die Führung (13:17, 8.). Alijah Comithier zog stark zum Korb und verkürzte den Rückstand mit einem erfolgreichen Abschluss zum Ende des ersten Viertels auf einen Zähler (20:21, 10.).
Allgemein zeigten die Baskets offensiv eine ihrer bisher besten Leistungen, da sie zu diesem Zeitpunkt sehr variabel abschlossen. Auf einen erfolgreichen Mitteldistanzwurf von Birts folgte ein Dreier durch Garrett, bevor Aminu nach gutem Backdoor Cut per Korbleger abschloss (27:24, 13.). Auch Murphy und Kessens setzten sich unter dem Korb durch und so führten die Baskets mit sieben Punkten (31:24, 14.). Die Chemnitzer Auszeit zeigte Wirkung: Durch einen 8:0-Lauf übernahmen die Gäste erneut kurzzeitig die Führung (31:32, 15.), doch die Baskets holten sich diese schnell wieder zurück und nach dem dritten Garrett-Dreier lagen die Gastgeber mit sechs Punkten vorne (42:36, 20.). Die letzten Punkte der ersten Hälfte gehörten den Gästen (42:38, 20.).
In der zweiten Hälfte nahm die Verteidigung beider Mannschaften einen immer größer werdenden Einfluss auf das Spiel. Nach fünf Minuten stand es im dritten Viertel gerade einmal 4:7. Durch einen Alley-Oop-Dunk von Kur Jongkuch nach Assist durch Zach Cooks, einen erfolgreichen Abschluss von Comithier im Schnellangriff und einen weiteren Jongkuch-Dunk behielten die Baskets, die oft nah bis zum gegnerischen Korb kamen, wieder die Kontrolle über die Partie (53:47, 28.). Mit sechs Punkten Unterschied ging es auch ins Schlussviertel (59:53, 30.).
Dort stockte die Bonner Offensive zu Beginn, sodass in den ersten vier Minuten des Schlussabschnitts kein einziger Feldkorb gelang und Chemnitz die Führung wieder an sich riss (60:62, 34.). In der Folge wechselte die Führung mehrmals hin und her. Immer wieder tankte sich der Bonner Topscorer Comithier bis in die gegnerische Zone durch und schloss dort hochprozentig ab (66:65, 37.). Durch einen Chemnitzer 8:0-Lauf sahen kurz vor Ende der Partie dann aber doch die Gäste wie die Sieger aus (66:73, 38.). Aber die Baskets gaben nicht auf und trafen in den entscheidenden Momenten ausgerechnet von der Dreier- und Freiwurflinie, von der sie ansonsten schwach abschlossen (6/24 Dreier, 24/36 Freiwürfe). Birts netzte den Distanzwurf ein, bevor Comithier und Garrett ihre Freiwürfe sicher versenkten – Verlängerung!
Comithier und Garrett übernahmen auch in der Overtime. Dabei brachten sie ihr Team nicht nur auf die Siegerstraße, Garrett sorgte mit einem noch brutaleren Poster-Dunking über Amadou Sow für das nächste unfassbare Highlight (82:78, 44.). Murphy setzte einen Dreier drauf und am Ende war es Neuzugang Heckmann, der von der Freiwurflinie den Sieg endgültig sicherte (86:82, 45.).
Stimmen zum Spiel
Rodrigo Pastore (Headcoach NINERS Chemnitz):
“Ich gratuliere Marko Stankovic und seinem Team zum Sieg. Für die Fans war es ein sehr unterhaltsames Spiel. Ich bin sehr zufrieden, dass wir nach unserem Spiel am Donnerstag bereits 48 Stunden später derart im vierten Viertel gekämpft haben. Das waren wahrscheinlich unsere besten zehn Minuten im Spiel, während viele erwartet haben, dass wir dann nicht so effektiv sind. Wir haben den Ball gut bewegt, hatten das Momentum und in der Verteidigung Stopps erzielt. Wir konnten Bonn in der zweiten Halbzeit bei 31 Punkten halten und das Rebound-Duell kontrollieren. Wir hatten den Sieg in der Hand und haben ihn schlicht durch Ballverluste und schlechte Entscheidungen weggeworfen. In diesen Dingen müssen wir besser werden. Das fünfte Foul von Corey Davis hat uns sehr weh getan und viel Druck auf Kaza Kajami-Kean ausgeübt. Ich weiß, dass wir das besser können, und wir werden es besser machen.”
Marko Stankovic (Headcoach Telekom Baskets Bonn):
„Ich gratuliere meinen Spielern zu diesem bedeutenden Sieg. In den vergangenen vier Wochen hatten wir nur ein Spiel – gegen Braunschweig – und das gehörte leider zu unseren schwächsten Auftritten. Uns war klar, dass wir deutlich besseren Basketball zeigen können. Heute hatten wir allerdings zwei sehr schwierige Phasen: Zu Beginn des dritten Viertels und in den ersten fünf Minuten des letzten Viertels fehlte uns die nötige Konzentration, um unsere Systeme auf beiden Seiten des Feldes konsequent durchzuspielen. In den letzten vier Minuten der regulären Spielzeit sowie in der Verlängerung haben wir jedoch Charakter bewiesen und eine Schippe draufgelegt. Die Partie hätte jederzeit in beide Richtungen ausgehen können, doch wir haben unsere Chance genutzt und das Spiel für uns entschieden. Entsprechend groß ist die Freude über diesen Erfolg. Viel Zeit zum Feiern bleibt uns jedoch nicht, denn wir richten den Fokus bereits auf unser nächstes Spiel am kommenden Mittwoch. Ich wünsche Coach Pastore und seinem Team weiterhin viel Erfolg für den restlichen Saisonverlauf und möchte mich zudem bei unseren Fans für die großartige Unterstützung im Telekom Dome bedanken.“
Pressekonferenz
Statistiken
| PTS | 86 | 82 |
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| 2 PTS | 48% 22 / 46 | 53% 16 / 30 |
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| 3 PTS | 25% 6 / 24 | 26% 10 / 38 |
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| Freiwürfe | 67% 24 / 36 | 74% 20 / 27 |
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| Rebounds | 38 | 48 |
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| Assists | 18 | 23 |
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| Steals | 8 | 4 |
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