KAMEHA Cup: Knappe Niederlage, tolle Stimmung

Telekom Baskets Bonn – FC Bayern München 82:88 (28:19, 8:28, 23:24, 23:17)

Ein Dreier hätte die ganze Partie in der Schlussphase kippen lassen können. Doch der Wurf von jenseits der 6,75 Meter-Linie durch Eugene Lawrence verfehlte knapp sein Ziel – es war der einzige vergebene Schuss von „Downtown“ des Amerikaners in einem stimmungsvollen Kameha Cup-Finale. Zuvor hatte Lawrence das Heft bei den Telekom Baskets fest in die Hand genommen und seine Mannen nach zweistelligem Rückstand wieder herangeführt. Erst durch einen Dreier, dann durch einen punktgenauen Pass auf den die Baseline entlang sprintenden Benas Veikalas, welchem er wenig später den nächsten Distanztreffer zum 79:83 folgen ließ. Auf der Zielgeraden bewiesen die Gäste aus der bayerischen Landeshauptstadt jedoch Nervenstärke und zeigten sich an der Freiwurflinie trotz taktischer Fouls sicher – in den finalen 30 Sekunden der Begegnung verwandelten die Schützlinge von Svetislav Pesic fünf von sechs Boni und sicherten sich damit den Sieg.

Die Telekom Baskets waren von Beginn an hellwach und präsentierten sich vor 3.100 Zuschauern im Telekom Dome hoch konzentriert. Im Angriff wurde der Ball gut und schnell durch die eigenen Reihen laufen gelassen, während die Hausherren den Gästen aus München im Gegenzug nur wenig Freiheiten gestatteten (28:19, 10. Minute). Dies änderte sich ab dem zweiten Abschnitt, welchen der FCB mit einem 23:0-Lauf eröffnete. Erst ein Dreier durch Steve Wachalski nach rund sechseinhalb Minuten beendete die Bonner Flaute (28:42. 17. Minute). Ab da lieferten sich beide Teams einen hochintensiven Schlagabtausch, bei dem um jeden Zentimeter Parkett gekämpft wurde. Im letzten Viertel wurde die Unnachgiebigkeit der Telekom Baskets endlich belohnt. Vor allem durch Treffer aus der Distanz wurde der Rückstand in Windeseile abgetragen, so dass Lawrence und Co. den FCB auf der Zielgeraden nochmal hart in Bedrängnis brachten.

Bonn bestach im ersten Viertel durch eine hohe Trefferquote von jenseits des Perimeters. Im ersten Viertel fanden vier von acht Dreierversuchen ihr Ziel (50 Prozent). In den folgenden 20 Minuten – der defensiv stärksten Phase Münchens – versenkten Lawrence und Co. hingegen nur noch drei von zwölf Dreiern. Während der stärksten Bonner Drangphase im letzten Abschnitt rauschten dann wieder fünf von neun auf den Weg gebrachten Distanzwürfen durchs Netz.


Telekom Baskets Bonn:

McConnell (10 /2 Dreier), Mädrich (6), Veikalas (11/1), Brooks (6), Mangold (6/2), Caloiaro (12, 7 Rebounds), Lawrence (11/3), Koch (5/1), Wachalski (15/3), Blass (dnp), Lodders (0), Vroblicky (0)

FC Bayern München:

Gavel (6/1), Djedovic (15), Savanovic (8), Bryant (6), Benzing (2), Micic (9/1, 5 Assists), Staiger (7/1), Stimac (7, 9 Rebounds), Jagla (5/1), Idbihi (8), Schaffartzik (15/3)



Polnischer Meister sichert sich Platz drei

BCM Gravelines - PGE Turow Zgorzelec 77:81 (13:19, 17:15, 24:23, 23:24)

Der polnische Meister PGE Turow Zgorzelec hat sich den dritten Platz beim Kameha Cup gesichert. Die Osteuropäer bezwangen im kleinen Finale den französischen Eurocup-Teilnehmer BCM Graveline mit 81:77. Zum besten Punktesammler der Partie schwang sich BCM-Guard Souleyman Diabate auf, dessen 20 Zähler die Niederlage jedoch nicht verhindern konnten. Bei Turow punketen gleich drei Spieler zweistellig, wobei der von der Bank kommende Vlad Moldoveanu mit 17 Punkten und neun Rebounds nur knapp an einem Double-Double vorbeischrammte.


BCM Gravelines:

Sy (14), Albicy (10/1 Dreier), Brown (8), Aboudou (11), Diabate (20), Collins (14), Pschal (0)

PGE Turow Zgorzelec:

Chylinski (7/1), Kostrzewski (5), Taylor (7/1), Zigeranovic (6), Moldoveanu (17/2), Kulig (15), Nikolic (6), Jaramaz (10/1), Gospodarek (2), Karolak (6/2), Kurzynski (dnp)