Keine Probleme beim Aufsteiger

Bislang läuft es gut für die Telekom Baskets in der noch jungen Basketball-Bundesliga-Saison 2003/2004. Nach dem hart erkämpften Sieg im Auftaktspiel gegen die Bayer Giants vor einer Woche, wurde der erste Auswärts-Auftritt der Bonner eine klare Sache zugunsten der Truppe von Coach Predrag Krunic. Mit 97:73 (19:22, 15:24, 19:29, 20:22) zeigte der dreifache Vizemeister aus Bonn dem Liganeuling aus Karlsruhe deutlich seine Grenzen auf. Was der Sieg letztendlich wert ist, wird sich aber erst in den nächsten Wochen zeigen, erklärte Baskets Sportmanager Arvid Kramer nach dem Spiel. Zu deutlich hatten die Baskets die BG Iceline Karlsruhe vor allem im zweiten Durchgang dominiert. Sah es nach zehn Minuten noch danach aus, als könnten die Gastgeber das Spiel offen halten, so mussten die rund 3.500 Zuschauer in der Europahalle wenig später erleben, wie sich die Baskets zunehmend absetzen konnten. Geführt von einem umsichtigen Aleksandar Capin legten die Bonner im zweiten Viertel einen Gang zu und spielten vor allem in der Offense den Gegner ein ums andere mal aus. Gleichzeitig zeigten sich die Baskets beim Rebound überlegen. So gab es am Bonner Brett nur wenig zweite Chancen für den Aufsteiger. Besonders Altron Jackson erwies sich als wahres Sprungwunder. Insgesamt gingen 15 Rebounds auf das Konto des Bonner Neuzugangs aus den USA, dazu kamen 17 Punkte im Angriff. Besser traf auf Bonner Seite nur noch Rimantas Kaukenas, der seine Klasse mit 22 Punkten unterstrich. Dem nur wenig nach stand Carlton Carter, der 16 Punkte erzielte und sechs Rebounds verbuchen konnte. Beeindruckend auch wieder einmal Aleksandar Nadjfeji, der nach fünf Minuten bereits mit drei Fouls belastet war, dadurch nur 17 Minuten zum Einsatz kam, dem aber dennoch fünf Assists gelingen sollten. Spätestens ab der Halbzeit zeigte sich fast schon ein Klassenunterschied zwischen beiden Teams. Ein ums andere mal brachte das Bonner Fastbreakspiel leichte Punkte, unter anderem auch das Resultat einer guten Bonner Reboundarbeit. Mit der Defense insgesamt zeigte sich der Bonner Headcoach jedoch alles andere als zufrieden, der den deutlichen Sieg nicht überbewerten wollte. Wir wissen noch nicht wo wir stehen, mahnte er nach dem Schlusspfiff, wohl auch mit dem Wissen, dass der Aufsteiger aus Karlsruhe an diesem Abend kein echter Prüfstand war. Den rund 100 mitgereisten Bonner Fans war das egal. Sie hatten spätestens Mitte der zweiten Halbzeit die Halle akustisch fest im Griff und feierten lautstark den zweiten Saisonsieg der Telekom Baskets. Drei Heimspiele in Folge warten nun auf das Bonner Team. Bereits am kommenden Mittwoch, den 22.10.03, empfangen die Baskets die Gießen 46ers im Achtelfinale des BBL Pokals. Am dritten Spieltag der Bundesliga nur drei Tage später (25.10.03), müssen die EWE Baskets aus Oldenburg auf dem Hardtberg antreten. Wieder sechs Tage später (31.10.03) haben es die Bonner in heimischer Halle mit EnBW Ludwigsburg zu tun.