Kumm loss mer fiere! Baskets siegen deutlich im Karnevalsspiel

Telekom Baskets Bonn - SYNTAINICS MBC: 91:57

Sebastian Herrera zeigte ein starkes Spiel mit zwölf Punkten. (Foto: Jörn Wolter)

Key Facts

  • Kaderupdate: Der langzeitverletzte Jeremy Morgan fehlte weiterhin bei den Baskets, feuerte sein Team aber live in der Halle an
  • Baskets Alaaf: 6.000 jecke und verkleidete Fans feierten zusammen mit den Baskets Karneval im ausverkauften Telekom Dome. Vor der Partie kam das Bonner Prinzenpaar zur Unterstützung auf den #HEARTBERG
  • Historisch: Der 34-Punkte-Erfolg bedeutete den höchsten Sieg in einem Karnevalsspiel im Telekom Dome und den zehnthöchsten Bundesliga-Sieg der Baskets-Vereinsgeschichte
  • Teamplay: Bereits Anfang des dritten Viertels hatten alle zehn eingesetzten Baskets-Spieler gepunktet
  • Höchste Führung: +43 (63:20, 23. Minute)
  • Vertretungs-Headcoach: Für den eigentlichen Weißenfelser Cheftrainer Igor Jovovic rückte interimsweise MBC-Assistenztrainer Djordje Pantelic auf den Headcoach-Posten

Spielbericht

Headcoach Tuomas Iisalo schickte die bekannte Anfangsformation um TJ Shorts II, Karsten Tadda, Tyson Ward, Finn Delany und Leon Kratzer auf das Parkett. Nachdem in den ersten knapp zwei Minuten noch keines der beiden Teams punkten konnte, zog Delany energisch zum Korb und markierte per Korbleger die ersten Zähler des Spiels (2:0, 2. Minute). In den folgenden Minuten bewies der eingewechselte Sebastian Herrera ein heißes Händchen. Mit zwei Dreiern verhalf er den Baskets zum 8:0-Start ins Spiel (4. Minute). Nachdem die beiden Ex-Bonner Kostja Mushidi und Martin Breunig den ersten Weißenfelser Korb produziert hatten, starteten die Baskets einen 15:2-Lauf und sorgten so früh für klare Verhältnisse, nachdem Deane Williams per Alley-Oop Michael Kessens zum Dunking bediente (23:4, 8.). Zach Ensminger sorgte noch vor der ersten Viertelpause durch einen erfolgreichen Dreier für die erste 20-Punkte-Führung des Spiels (26:6, 9.), welche Shorts II per Buzzerbeater im letzten Angriff aus der Mitteldistanz bestätigte (28:8, 10.).

Ins zweite Viertel starteten die Baskets mit einer Reihe an einfachen Korblegern, bevor Leon Kratzer mit einem weiteren Alley-Oop und Tyson Ward mit einem Reverse-Dunking im Schnellangriff die Highlights während eines Bonner 12:0-Laufs lieferten (40:8, 15.). Bereits zu dem Zeitpunkt war das Spiel für die Baskets entschieden und die 6.000 Fans ließen eine Laola durch den Telekom Dome wandern. Trotzdem drückte Bonn wie in jedem Spiel in dieser Saison das Gaspedal weiter durch und zollte wenig später beim Spielstand von 47:11 dem Echt Kölnisch Wasser Tribut (17.). Herrera per Dreier, Collin Malcolm mit einem Dunking und Williams mit zwei weiteren Highlight-Dunks stellten jeweils mit 39 Punkten Vorsprung die höchste Führung der ersten Halbzeit her. Weißenfels traf im letzten Angriff noch einen weiten Dreier und reduzierte den Rückstand somit zumindest geringfügig (56:20, 20.).

Nach dem Seitenwechsel starteten die Baskets mit einem weiteren 7:0-Lauf in die zweite Hälfte. Zunächst traf Delany per Korbleger, dann netzte Tadda einen Dreier ein, womit zu diesem Zeitpunkt bereits alle Baskets-Spieler gepunktet hatten und im Anschluss verwandelte Kratzer einen Alley-Oop-Pass von Shorts II zur höchsten Führung des gesamten Spiels (63:20, 23.). Weißenfels erarbeitete sich wenig später trotz der aussichtslosen Lage einen 7:0-Lauf, was Bonns Trainer Iisalo zu einer Auszeit bewegte (67:32, 27.). Mit einer 35-Punkte-Führung ging es dann auch in den Schlussabschnitt.

Dort änderte sich am Vorsprung nichts Wesentliches mehr. Das größte Highlight des letzten Viertels lieferte Williams. Nach einem Bonner Ballverlust sprintete der Brite zurück und verhinderte mit dem wahrscheinlich spektakulärsten Block des Jahres einen Dunking-Versuch vom Weißenfelser Breunig (83:48, 37.). Kessens und Ensminger erzielten nochmal jeweils vier Punkte in Folge und stellten so den 91:57-Endstand her, der den höchsten Sieg in einem Karnevalsspiel im Telekom Dome bedeutete.

Herrera forderte nach dem Spiel beim Feiern des Heimsiegs von Fans und Spielern: „Stonn op un danz“ und setzte damit den Startpunkt für eine lange Party-Nacht im Telekom Dome.

Statements zum Spiel

Tuomas Iisalo (Headcoach Telekom Baskets Bonn):

„Vielen Dank für die Glückwünsche und gute Besserung an Igor Jovovic. Ein solches Spektakel wie in der ersten Halbzeit, habe ich vielleicht noch nie in meinem Leben gesehen: wie gut wir auf beiden Seiten des Feldes zusammengespielt haben, wie viel Spielfreude unsere Mannschaft gezeigt hat! Vor der Nationalmannschaftspause stellt sich immer die Frage, ob jemand schon auf die Pause wartet. Wir haben eine sehr schwierige Phase hinter uns und wollten uns so gut vorbereiten wie möglich. Heute war es für uns ein großer Vorteil, dass es dieses besondere Karnevalsspiel gewesen ist. So hatten wir nicht das Gefühl, dass es nur ein weiteres Spiel [vor der Pause] ist. Die Energie war von Beginn an unglaublich. Es hat sehr viel Spaß gemacht. Ich freue mich für die Jungs. Wir haben jetzt vier Tage frei und dann geht es am nächsten Montag weiter. Ich hoffe, dass sich die Spieler bis dahin auch auf andere Dinge im Leben konzentrieren können als Basketball.“

Djordje Pantelic (Headcoach SYNTAINICS MBC):

„Ich gratuliere Bonn und Coach Tuomas Iisalo zum Sieg. Ich habe im Interview vor dem Spiel gesagt: Wenn wir es nicht schaffen, mit der gleichen Energie und Intensität wie Bonn zu spielen, wird es ein schwieriger Abend für uns. So ist es dann auch gelaufen. Das Spiel ist jetzt vorbei, jetzt kommt der FIBA-Break, in dem wir weiter daran arbeiten, für unsere Ziele im Wettbewerb zu kämpfen.“

Punkteverteilung

Telekom Baskets Bonn: Shorts II (4 Punkte, 11 Assists), Ward (8, 9 Rebounds), Ensminger (7/1 Dreier), Kessens (6, 6 Rebounds), Herrera (12/3), Tadda (6/2), Malcolm (12/2, 5 Rebounds), Kratzer (16, 6 Rebounds), Williams (9/1), Delany (11/1)

SYNTAINICS MBC: Clyburn (8), Breunig (8), Mushidi (1), Caisin (9), Jelks (6), Reynolds (5), Darden (2), Callison (7), Ballock (9), Bryant (2)

 

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