Ludwigsburger Tradition unter schwedischer Führung
Stankovic: "Uns erwartet ein sehr physisches und aggressives Team"
Am kommenden Samstag, dem 17. Januar 2026, steht für die Telekom Baskets Bonn ein weiteres wichtiges Spiel im Kampf um die Playoff-Plätze in der easyCredit BBL an. So trifft die Mannschaft von Headcoach Marko Stankovic, aktuell auf Platz sechs, um 18:30 Uhr auf die MHP RIESEN Ludwigsburg, die direkt dahinter auf Rang sieben stehen. Dyn überträgt das Duell der Tabellennachbarn live.
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Vorbericht
Die Formkurve
In der laufenden Saison liegen die Riesen und die Telekom Baskets nur knapp auseinander. Ludwigsburg belegt aktuell den siebten Rang in der BBL‑Tabelle mit einer Bilanz von acht Siegen und sechs Niederlagen, während Bonn mit neun Erfolgen und sieben Niederlagen nur einen Platz höher rangiert. Zuletzt setzte sich Ludwigsburg deutlich mit 100:79 gegen Bamberg und mit 89:73 gegen Heidelberg durch. Bonn gewann drei der letzten vier Bundesligaspiele.
Ludwigsburger Tradition unter schwedischer Führung
Auch wenn sich Ludwigsburg in der vergangenen Saison von seinem langjährigen Cheftrainer John Patrick trennen musste, bleibt ein Teil seiner Basketballphilosophie den Riesen weiterhin erhalten. Patrick prägte den Verein zwischen 2013 und 2022 maßgeblich und kehrte nach einem zweijährigen Intermezzo in Japan in der vergangenen Saison noch einmal zurück zu „seinem“ Club, ehe es im März 2025 erneut zur Trennung kam. Doch auch sein Nachfolger Mikko Riipinen, seines Zeichens schwedischer Nationaltrainer, legt wie John Patrick viel Verantwortung in die Hände seiner Guards und Flügelspieler.
Traveon „Tray“ Buchanan erzielt im Schnitt 17,7 Punkte pro Spiel (37 Prozent Dreierquote), ist damit der Top-Scorer im Ludwigsburger Kader und der fünftbeste Scorer der gesamten easyCredit BBL. In 12 von 14 Spielen punktete der Shooting Guard zweistellig, vier Mal kam er auf über 20 Punkte. Seine bislang beste Leistung zeigte der US-Amerikaner im November gegen den Syntainics MBC, als er die Riesen mit satten 32 Punkten (darunter 5/8 Dreier) zum Sieg führte. Nicht weniger gefährlich ist sein Landsmann Elijah Hughes, der als Flügelspieler rund 17 Punkte (36 Prozent Dreierquote) pro Spiel auflegt. Aufbauspieler Stefan Smith macht das gefährliche Trio mit rund 15 Punkten komplett und spielt mit 5,0 Assists die meisten Vorlagen des Teams.
Auch ein Blick auf die Wurfverteilung unterstreicht, wie stark Ludwigsburgs Offensive auf den Backcourt ausgelegt ist. Mit durchschnittlich 31,5 Dreierversuchen pro Partie nehmen die RIESEN fast genauso viele Würfe von außen wie aus dem Zweipunktebereich (35,5). Lediglich bei Chemnitz fällt das Verhältnis zwischen Drei- und Zweipunktewürfen noch ausgeglichener aus. Zum Vergleich: Die Telekom Baskets setzen deutlich häufiger auf Abschlüsse aus der Nahdistanz und kommen pro Spiel auf 40,6 Zweier, während sie lediglich 27,3 Dreier nehmen.
Die Verletzung von Keeshawn Kellmann könnte diesen Effekt noch verstärken. Bislang war der Ludwigsburger Center im Schnitt für rund sieben Punkte und sieben Rebounds verantwortlich, fällt jedoch nach einer Knie-Operation für die nächste Zeit aus. Für die verbleibenden Big Men Jonas Wohlfarth-Bottermann (5,1 Punkte und 5,1 Rebounds im Schnitt) und Babacar Sane (10,4 Punkte, 3,8 Rebounds) gilt es nun, diese Lücke bestmöglich zu füllen.
„Uns erwartet eine sehr physische und aggressive Mannschaft, die auch unter Coach Mikko Riipinen der Ludwigsburger Identität treu geblieben ist. Das zeigt sich sowohl am hohen Defensivdruck, den Ludwigsburg über das ganze Feld ausübt, als auch an der Präsenz beim Offensivrebound. Zudem stehen bei ihnen die Guards klar im Vordergrund. So zählen Hughes und Buchanan zu denjenigen Spielern, die in der Bundesliga mit die meisten Dreierversuche pro Spiel nehmen. Unsere Aufgabe besteht darin, das Scoring ihrer Guards im Kollektiv zu kontrollieren und gleichzeitig nach Fehlwürfen konsequent zu rebounden. Das wird eine große Herausforderung", sagt Baskets-Headcoach Marko Stankovic.
Alte Bekannte
Jonas Wohlfarth-Bottermann (2008 bis 2013) und Yorman Polas Bartolo (2016 bis 2020) liefen bereits für die Telekom Baskets Bonn auf.
Live bei Dyn
Das Spiel wird live ab 18:15 Uhr bei Dyn übertragen und von Stefan Koch kommentiert.