Ludwigsburgs Dreier besiegeln Bonner Heimniederlage
Nächstes Heimspiel am Donnerstag gegen Heidelberg
Am 26. Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga haben die Telekom Baskets Bonn mit 79:81 (19:17, 19:23, 17:13, 24:28) gegen die MHP RIESEN Ludwigsburg verloren und mussten dadurch einen Dämpfer im Kampf um die Playoff-Plätze einstecken. In einem über 40 Minuten eng umkämpften Spiel entschieden sieben Ludwigsburger Dreier im Schlussviertel die Partie. Jalen Finch wurde Topscorer mit 19 Punkten.
Bereits am Donnerstag (02.04. - 20 Uhr) steht das nächste Heimspiel für die Telekom Baskets Bonn an. Dann empfangen die Baskets zuhause die MLP Academics Heidelberg im Telekom Dome. Es sind nur noch wenige Resttickets verfügbar.
Key Facts
- Dreier entscheiden: Ludwigsburg traf im letzten Viertel sieben von acht Dreiern, Bonn bei gleich vielen Versuchen keinen einzigen
- Possession Game gewonnen: Die Baskets nahmen 13 Würfe mehr aus dem Feld als Ludwigsburg und forcierten 18 gegnerische Ballverluste. Mit nur 42 Prozent Trefferquote aus dem Feld konnten sie ihre Chancen aber nicht ausreichend nutzen
- Höchste Führung: 67:62, 35. Minute
- Viermal zweistellig: Jalen Finch wurde mit 19 Punkten Bonner Topscorer. Grayson Murphy (15 Punkte), Joel Aminu (11) und Jeff Garrett (10) scorten ebenfalls zweistellig. Michael Kessens sammelte zehn Rebounds ein und schrammte mit sieben Punkten knapp am Double-Double vorbei
Die Baskets starteten mit ihrer bekannten Anfangsformation um Grayson Murphy, Joel Aminu, Patrick Heckmann, Jeff Garrett und Michael Kessens in die Partie. Murphy spielte in den Anfangsminuten offensiv den Alleinunterhalter und erzielte die ersten sieben Bonner Punkte (7:6, 3. Minute). Die ersten Baskets-Zähler, die Murphy nicht selbst markierte, legte er per Assist auf. Kur Jongkuch kam eingeflogen und sorgte mit einem Alley-Oop-Dunking zunächst offensiv für ein Highlight und war auf der Gegenseite mit einem Block auch in der Defense zur Stelle (9:10, 6.). Die eingewechselten Jalen Finch und Alijah Comithier erzielten jeweils fünf Punkte in Serie und Bonn lag nach dem ersten Viertel knapp vorne (19:16, 10.).
Der Start ins zweite Viertel gehörte den Gästen. Mit einem 16:5-Lauf zog Ludwigsburg an den Baskets vorbei und kontrollierte das Spielgeschehen in dieser Phase. Nach einer Auszeit durch Bonns Headcoach Marko Stankovic meldeten sich die Baskets mit einem 9:1-Lauf zurück (33:33, 18.). Ein Führungswechsel gelang vor der Halbzeitpause nicht mehr. Durch einen gedankenschnellen Full-Court-Pass von Kessens auf Garrett, der in der Schlusssekunde der ersten Hälfte noch ein Foul zog und seine Freiwürfe sicher verwandelte, verkürzten die Baskets ihren Rückstand beim Gang in die Kabine auf zwei Zähler (38:40, 20.).
Nach dem Seitenwechsel traf Aminu zwei Dreier kurz hintereinander und Jongkuch verwertete ein weiteres Alley-Oop-Anspiel von Finch zum Ausgleich (47:47, 25.). Insgesamt bot die Partie wie schon am vergangenen Montag in Ulm einen Vorgeschmack auf mögliche Playoff-Partien. Beide Teams störten immer wieder erfolgreich den gegnerischen Spielfluss, wodurch sich viele Abschlüsse mühselig erarbeitet werden mussten, setzten punktuell aber auch immer mal wieder starke Highlights. Mit zwei Punkten Vorsprung für die Baskets startete das Schlussviertel (55:53, 30.).
Ludwigsburg eröffnete den letzten Spielabschnitt mit einem Dreier (55:56, 31.). Die Distanzwürfe der Gäste sollten auch in der Schlussphase noch eine sehr entscheidende Rolle spielen. Sieben von acht Ludwigsburger Dreiern fielen in den letzten zehn Minuten durch den Bonner Korb und das selbst dann, als die Würfe stark verteidigt und immer schwieriger wurden. Trotzdem führten die Baskets 58 Sekunden vor Ende der Partie nach einem Garrett-Korbleger mit zwei Zählern (79:77, 40.). Ludwigsburg konterte per Stepback-Dreier (79:80, 40.). In ihren letzten Angriffen hatten die Baskets gleich mehrmals die Chance auf einen Ausgleich oder sogar die Führung, verpassten aber sowohl nah unter dem Korb als auch aus der Distanz. Durch Kampfgeist bis zum Ende erarbeiteten sich die Hausherren 0,7 Sekunden vor Schluss noch einmal die Chance auf den Ausgleich. Comithier hatte sich den Offensivrebound geschnappt und wurde bei seinem letzten Wurfversuch gefoult. Von der Freiwurflinie hätte der US-Amerikaner das Spiel in die Verlängerung schicken können, verfehlte aber den ersten Freiwurf. Den zweiten Freiwurf setzte Comithier absichtlich auf den Ring, um noch eine Chance auf einen Tip-In zu generieren, doch dazu kam es schlussendlich nicht mehr. Mit 79:81 kassierten die Baskets ihre elfte Saisonniederlage, stehen aktuell aber weiterhin auf dem vierten Tabellenplatz.
Stimmen zum Spiel
Mikko Riipinen (Headcoach MHP RIESEN Ludwigsburg):
„Ich gratuliere unseren Fans und dem gesamten Club zum Sieg. In solch einem Spiel kommt es auf die kleinen Details an. Es hätte in beiden Richtungen ausgehen können, daher sind wir natürlich sehr froh, dass wir am Ende gewinnen konnten. Wir sind sehr stolz darauf, wie wir heute gespielt haben. Wir haben zusammengehalten und unsere Spieler waren zur Stelle, als es darauf ankam. Das macht mich besonders stolz, weil wir uns gegen eine starke Mannschaft und einen guten Trainer durchgesetzt haben – und das in einer der schwierigsten Hallen Deutschlands. Das bedeutet dem Team viel, daher ich freue mich sehr für die Jungs.“
Marko Stankovic (Headcoach Telekom Baskets Bonn):
„Ich gratuliere Mikko Riipinen und seinem Team zum Sieg. Es war ein sehr interessantes und körperbetontes Spiel, die Führung wechselte 16 Mal. Die Partie verlief sehr ähnlich wie unser Hinspiel in Ludwigsburg. Als wir in Ludwigsburg gewinnen konnten, hatte ich das Gefühl, dass wir es etwas mehr verdient hatten. Heute denke ich, dass Ludwigsburg den Sieg mehr verdient hat, auch wenn es in beide Richtungen hätte ausgehen können. Im letzten Viertel hat Ludwigsburg 28 Punkte erzielt, obwohl wir über das Spiel hinweg gesehen eine solide Verteidigung gespielt haben. Im Schlussviertel haben sie jedoch auch schwierige Würfe getroffen. Am Ende haben wir einen Layup und die Freiwürfe nicht getroffen. In der ersten Halbzeit hat uns die Energie gefehlt, dies haben wir jedoch in der zweiten Halbzeit besser gemacht. Wir haben das Spiel um die Ballbesitze deutlich gewonnen, doch am Ende konnte sich Ludwigsburg durchsetzen. Ich bedanke mich bei unseren Fans für die unglaubliche Unterstützung.“
Statistiken
| PTS | 79 | 81 |
|---|
| 2 PTS | 57% 24 / 42 | 54% 13 / 24 |
|---|
| 3 PTS | 19% 5 / 27 | 44% 14 / 32 |
|---|
| Freiwürfe | 73% 16 / 22 | 54% 13 / 24 |
|---|
| Rebounds | 39 | 36 |
|---|
| Assists | 17 | 15 |
|---|
| Steals | 11 | 9 |
|---|
TOP Player