Matchball Baskets

Telekom Baskets erwarten schweres drittes Spiel

Foto: Jörn Wolter

Zwei Spiele, zwei Siege: Auf dem #HEARTBERG feierten die Baskets-Fans zwei berauschende Basketballfeste. Insgesamt verfolgten 11.910 Zuschauer die ersten beiden Baskets-Heimspiele in den easyCredit Basketball Bundesliga-Playoffs live im Telekom Dome. Die Auslastung von 99,25% ist dabei bislang die höchste aller Viertelfinalspiele in der BBL. Die makellose Bilanz darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass beide Partien eng umkämpft waren und erst in den Schlussminuten entschieden wurden. Was Trainer Tuomas Iisalo vor Serienbeginn prognostizierte, ist auch eingetreten: Es ist ein Duell auf Augenhöhe, in der bislang nur Nuancen über Sieg oder Niederlage entschieden. Dabei macht Baskets-Kapitän Karsten Tadda die mentale Stärke seines Teams als Zünglein an der Waage aus: „Wir sind sehr cool geblieben und haben nie den Glauben an uns verloren. Auch nach hohen Rückständen sind wir nicht von unserem Gameplan abgewichen.“ Zudem habe auch die großartige Unterstützung der Baskets-Fans einen großen Teil zur 2:0-Führung beigetragen, meint Tadda, der vor seinem 100. Playoffspiel in der 1. Basketball Bundesliga steht.  Dass nun über 100 Bonner Fans mit nach Hamburg reisten, sei ein zusätzlicher Ansporn: „Das motiviert uns sehr. Ich bin mir sicher, dass unsere Fans auch in Hamburg laut genau sein werden, damit wir sie auch in fremder Halle auf dem Feld wahrnehmen!“ Was bisher geschah Sowohl im ersten als auch zweiten Spiel hatten die Baskets Mühe, früh ihren Rhythmus zu finden. Dies machte sich unter anderem an der Dreierlinie bemerkbar. Saulius Kulvietis machte in seiner gewohnten Rolle als "Stretch-Five" zwar das Spielfeld breit und fand sich wiederholt frei an der Dreierlinie wieder, startete jedoch in beiden Spielen eiskalt aus der Distanz - trotz der erfolgreichen Umsetzung des Gameplans. Traf der Litauer in der Hauptrunde noch starke 40,7 Prozent seiner Dreierversuche, verwandelte er bislang nur jeden fünften Distanzwurf. Für Hamburg ist dies ein Ritt auf der Rasierklinge: Zeigt Kulvietis im dritten Spiel früh seine Normalform, würde dies für Parker Jackson-Cartwright und Co. Lücken in der Zone reißen und damit das Spiel grundlegend beeinflussen. Denn Hamburg verstand es phasenweise exzellent, sowohl die Kreise von Parker Jackson-Cartwright als auch die der Bonner Big Men in der Zone einzuengen. So kamen Leon Kratzer und Mike Kessens in der ersten zwei Spielen insgesamt auf nur fünf Abschlüsse. Die schwankende Dreierquote kompensierten die Baskets bislang von der Freiwurflinie: Während Bonn  solide 72,9 Prozent (35 von 48) seiner Bonuswürfe verwandelte, machten die Hamburger mit 58,1 Prozent noch zu wenig aus ihren Extra-Chancen (25 von 43). Zwei weitere Punkte auf der Bonner To-Do-Liste: Transition-Defense und Rebounding! Besonders im zweiten Spiel kamen die Towers durch ihr schnelles Umschaltspiel zu 19 Fastbreak-Punkten und überrumpelten so mehrfach die Baskets-Verteidigung. Dafür spielte die Mannschaft von Headcoach Tuomas Iisalo mit 14 Offensiv-Rebounds endlich ihre große Stärke aus, nachdem sie das Rebound-Duell im ersten Aufeinandertreffen sogar verlor.   Der MVP dominiert die Serie 38,5 Punkten, 5,0 Rebounds, 5,0 Assists und 4,0 Steals - MVP Parker Jackson-Cartwright ist bislang nicht zu stoppen. Pünktlich zu den Playoffs spielt der 26-Jährige den besten Basketball seiner Karriere und beantwortete damit auch die im Vorfeld viel diskutierte Frage, wie sich sein langer Ausfall auf seine Leistung auswirken werde. Im zweiten Spiel erzielte "PJC" mit 41 Punkten zudem eine neue persönliche easyCredit BBL-Bestleistung und damit auch die zweitmeisten Zähler, die ein Baskets-Spieler jemals in einer Partie markieren konnte. Sein kongenialer Partner Javontae Hawkins erzielte nicht nur den Gamewinner im ersten Aufeinandertreffen, sondern steigerte sich in den Playoffs auf durchschnittlich 20,0 Punkte sowie 6,0 Rebounds.  Die auffälligsten Spieler der Serie, sortiert nach Kategorien

  • Punkte: Parker Jackson-Cartwright mit 38,5 Punkten pro Spiel
  • Rebounds: Maik Kotsar (Hamburg) mit 13,0 Rebounds pro Spiel 
  • Assists: Justus Hollatz (Hamburg) mit 6,5 Assists pro Spiel
  • Steals: Parker Jackson-Cartwright mit 4,0 Steals pro Spiel 
  • Ballverluste: Caleb Homesley mit 7,0 Ballverlusten pro Spiel
  • Minuten: Jaylon Brown mit 36:26 Minuten pro Spiel

Wissenswertes

  • Skyler Bowlin ist nur noch ein Zähler von 1.500 Punkten und drei Steals von 200 Ballgewinnen in seiner easyCredit BBL-Karriere entfernt
  • Seit ihrem Aufstieg im Jahr 2020 konnte Hamburg noch kein Heimspiel gegen Bonn gewinnen
  • Bislang trafen beide Teams insgesamt sieben Mal aufeinander, vier Mal gewannen die Baskets

TV-Übertragung Das Spiel wird live ab 18:45 Uhr auf Magenta Sport übertragen.