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76:80
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22.05.2026, 20:30 Uhr

Matchball! Baskets gewinnen nach starkem Comeback in Würzburg

Public Viewing für Spiel 4 im Telekom Dome

Foto: Viktor Meshko

Die Telekom Baskets Bonn haben das dritte Viertelfinalspiel gegen die Fitness First Würzburg Baskets mit 80:76 (17:22, 19:22, 19:7, 25:25) gewonnen und damit eine 2:1-Führung in der Best-of-Five-Serie übernommen. Durch ein enorm starkes drittes Viertel drehten die Baskets den Acht-Punkte-Halbzeitrückstand. Alijah Comithier wurde Topscorer mit 18 Punkten. Am Sonntag haben die Bonner erneut in Würzburg nun einen Matchball auf den Einzug ins Halbfinale.

Ticket-Info

Sollten die Baskets am Sonntag mit einem weiteren Sieg ins Halbfinale einziehen und München am Samstag gegen Trier gewinnen, würden direkt nach dem Spiel am Sonntag die Tickets für das erste Halbfinalspiel in den Verkauf gehen. Sollten die Baskets am Sonntag verlieren, würden direkt nach dem Spiel die Tickets für das fünfte und entscheidende Viertelfinalspiel gegen Würzburg in den Verkauf gehen.

Key Facts

  • Comeback: Die Baskets lagen zur Pause noch mit acht Punkten zurück, drehten die Partie aber schnell durch einen 12:0-Lauf nach der Halbzeitpause
  • Meilenstein: Joel Aminu erzielte seinen 1000. Karrierepunkt in der easyCredit Basketball Bundesliga
  • Possession Game: Bonn nahm 62 Würfe aus dem Feld und stand für 35 Freiwürfe an der Linie. Würzburg kam auf 63 Feldwürfe und und 23 Freiwürfe
  • Topscorer: Alijah Comithier wurde mit 18 Punkten Bonner Topscorer. Jalen Finch (16 Punkte), Jeff Garrett (13) und Tylan Birts (13) scorten ebenfalls zweistellig
  • Home of Defense: Bonn kassierte im dritten Viertel nur sieben Punkte
  • Rebound-Duell: Nachdem die Bonner in der ersten Hälfte drei Rebounds weniger als Würzburg eingesammelt hatten, konnten die Baskets das Rebound-Duell am Ende noch mit 43:37 gewinnen

Die Baskets starteten mit Grayson Murphy, Joel Aminu, Tylan Birts, Jeff Garrett und Michael Kessens in das bisher wohl wichtigste Spiel der Saison. Captain Kessens ging voran und erzielte die ersten fünf Bonner Punkte. Nach einem And-One durch Jalen Finch führten die Baskets, die mit viel Aggressivität auf beiden Seiten spielten, mit zwei Zählern (7:9, 5. Minute). Nach nur knapp fünf Minuten standen die Bonner schon neun Mal an der Freiwurflinie, konnten das aber nicht konsequent genug ausnutzen. Auch deswegen übernahmen die Würzburger wenig später die Führung (16:13, 8.). Für das Highlight des ersten Viertels sorgte Alijah Comithier, der nach einem Murphy-Assist mit einem spektakulären Alley-Oop-Dunking abschloss, doch die Kontrolle über die Partie behielten zunächst die Hausherren. Bonn gab in dieser Phase zu viele Offensivrebounds ab, wodurch Würzburg sieben Punkte aus zweiten Chancen erzielte. Mit fünf Punkten Unterschied endete der erste Spielabschnitt (22:17, 10.). 

Mit einem schnellen 5:0-Lauf starteten die Gastgeber ins zweite Viertel und genauso schnell zog Baskets-Headcoach Marko Stankovic dann die Auszeit (27:17, 11.). Nach der kurzen Unterbrechung kamen die Bonner aggressiver zurück auf das Parkett und schalteten schnell aus Defense in Offense um. Aminu verkürzte per Dreier (27:21, 12.). Von der Freiwurflinie ließen die Baskets weiter zu viele Chancen liegen, die Partie wieder enger zu gestalten (9/15 Freiwürfe). Patrick Heckmann und wenig später Finch netzten zwei weitere seltene Bonner Dreier ein und die Baskets waren drauf und dran, den Rückstand zu egalisieren (38:34, 19.). Doch auch in der Schlussphase des zweiten Spielabschnitts gab Bonn wieder zu viele Offensivrebounds ab und lag somit zur Halbzeitpause mit acht Zählern zurück (44:36, 20.).

In die zweite Hälfte starteten die Baskets dann enorm stark und ließen das Playoff-Motto „Home of Defense“ auch auswärts aufleben. Vier Minuten lang kassierten die Bonner keinen Gegenpunkt und zogen durch einen 12:0-Lauf an den Hausherren vorbei (44:48, 26.). Und auch bis zum Ende des dritten Spielabschnitts blieb das Team von Headcoach Stankovic ein defensives Bollwerk. Nur sieben magere Pünktchen ließen die Baskets im dritten Viertel zu und gingen mit sechs Zählern Vorsprung in den Schlussabschnitt (49:55, 30.).

Im vierten Viertel kam es dann zur absoluten Nervenschlacht. Und die Baskets blieben dabei sehr nervenstark. Nachdem Würzburg bis auf zwei Zähler herangekommen war, traf Murphy einen Dreier und verschaffte den Baskets wieder etwas Luft (55:60, 32.). Wenig später legte Finch einen weiteren erfolgreichen Distanzwurf nach und Bonn führte mit acht Zählern (56:64, 34.). Eine Vorentscheidung war das aber noch lange nicht. Mit einem 8:2-Lauf kam Würzburg abermals auf zwei Zähler heran (64:66, 36.). Auch davon ließen sich die Baskets nicht beirren. Heckmann, Birts und Comithier setzten sich stark unter dem Korb durch und behaupteten die Führung für ihr Team (67:74, 38.). Durch einen 7:0-Lauf glich Würzburg aber sogar nochmal aus (74:74, 40.). Nach dem 17. Bonner Offensivrebound traf Garrett von außen und die Baskets führten wieder mit drei Zählern (74:77, 40.). 14 Sekunden vor Schluss führte Bonn nur mit zwei Punkten und Würzburg hatte den Ball. Durch einmal mehr starke Verteidigung behielten die Baskets aber ihre Führung und von der Freiwurflinie machte Garrett den 80:76-Sieg perfekt.  

Stimmen zum Spiel

Marko Stankovic (Headcoach Telekom Baskets Bonn):

"Wir sind natürlich sehr glücklich und zufrieden. Wir hatten zwei unterschiedliche Halbzeiten. In der ersten Halbzeit waren wir nicht zufrieden damit, wie wir gespielt haben, da haben uns etwas der Fokus und die Physis gefehlt. Außerdem haben wir uns nicht an den Gameplan gehalten und quasi erwartet, dass Würzburg die Würfe nicht trifft und dass die Rebounds zu uns kommen. Wir sind mit einer völlig anderen Einstellung aus der Kabine gekommen und haben nach der Pause für jeden Korberfolg und jeden einzelnen Stop in der Verteidigung hart gearbeitet. Es ist sehr schwierig gegen Würzburg und ihre Guards nur mit drei oder fünf Punkten zu führen, weil sie aus allen Lagen immer gefährlich sind. Aber wir haben in der zweiten Halbzeit in der Verteidigung und bei den Rebounds einen viel besseren Job gemacht, und das hat uns irgendwie auch einen Boost und mehr Selbstvertrauen für die Offensive gegeben. Es steht jetzt 2:1 für uns in der Serie, wir haben unseren Job hier in Würzburg erst zur Hälfte erledigt. Wir werden das Spiel analysieren und am Sonntag versuchen, von Beginn an so zu spielen wie heute in der zweiten Halbzeit."

 

Sasa Filipovski (Headcoach Fitness First Würzburg Baskets):

"Wir müssen Bonn heute zum Sieg gratulieren. Ich bin zufrieden mit der ersten Halbzeit, da haben wir sehr gut gespielt. Wir haben die Situation kontrolliert, obwohl Bonn sehr viele Freiwürfe bekommen hat. Wir waren konzentriert und es lief gut. Der Start ins dritte Viertel war dann sehr schlecht, als wir sofort einen Dreier zugelassen und dann beim nächsten Dreier gefoult haben. Bonn hat in den ersten dreieinhalb Minuten zwölf Punkte gemacht, und wir haben im Angriff unsere Ballbewegung verloren. Wir haben dann zu viel individuell und nicht mehr als Team gespielt. Diese Veränderung war mehr psychologisch als alles andere. Der schnelle Rückstand hat uns geschockt, und dann hat uns die mentale Stärke gefehlt, um gleich im dritten Viertel zurückzukommen. Im letzten Viertel haben wir wieder gekämpft und an uns geglaubt, deswegen sind wir noch einmal ins Spiel gekommen. Dann haben wir einen Offensivrebound nicht bekommen, und Jeff Garrett hat den Dreier getroffen. Das Problem war, dass wir im vierten Viertel 25 Punkte zugelassen haben, weil unsere Verteidigung vor allem im Eins-gegen-Eins nicht gut genug war. Außerdem haben wir in der ersten Halbzeit das Reboundduell gewonnen, in der zweiten Halbzeit waren die vielen Offensivrebounds für Bonn ein Problem. Bonn hat hart gekämpft und hatte die tiefere Rotation mit Spielern wie Patrick Heckmann, die von der Bank ins Spiel gekommen sind und gepunktet haben. Meine Einwechselspieler haben heute zu wenig beigetragen. Ich erwarte von meinem Team, dass wir nicht aufgeben und am Sonntag die Serie mit einem Heimspiel zurück nach Bonn bringen. Danke an die Fans für die fantastische Atmosphäre, wir haben ihre Energie gespürt." 

Highlights

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Highlights: Fitness First Würzburg Baskets - Telekom Baskets Bonn | Playoffs | Dyn Basketball

Statistiken

PTS 76 80
2 PTS 52% 15 / 29 39% 16 / 41
3 PTS 29% 10 / 34 38% 8 / 21
Freiwürfe 70% 16 / 23 69% 24 / 35
Rebounds 37 43
Assists 18 12
Steals 6 5

TOP Player

Punkte

Alijah Comithier

18 Punkte
Rebounds

Jeff Garrett Jr.

9 Rebounds
Assists

Grayson Murphy

7 Assists
Steals

Jeff Garrett Jr.

2 Steals
Effektivität

Alijah Comithier

20 Effektivität

Public Viewing im Telekom Dome

Auch am Sonntag bietet sich für Baskets-Fans, die nicht vor Ort in Würzburg sind, die Chance, die Telekom Baskets Bonn gemeinsam mit Gleichgesinnten zu unterstützen! Denn auch für das vierte Spiel der Viertelfinalserie in Würzburg findet ein Public Viewing im Telekom Dome statt. Der Dome öffnet um 15 Uhr. Im Eintrittspreis von 5 Euro ist ein Gratisgetränk enthalten. 

Tickets für das Public Viewing sind unter dome.de/tickets erhältlich.

Live bei Dyn

Das vierte Spiel der Viertelfinalserie wird am Sonntag (24.05.) live ab 16:15 Uhr auf Dyn übertragen und von Chris Schmidt kommentiert. Experte ist Patrick Femerling.