Matt Frierson und Shaquille Rombley empfehlen sich für größere Aufgaben

Regionalliga-Spieler der Baskets zieht es in Deutschlands höhere Ligen

Matt Frierson (l.) und Shaquille Rombley (r.) bleiben dem deutschen Basketball erhalten. (Foto: Jörg Mäß)

Matt Frierson avancierte mit 26,7 Punkten pro Spiel zum zweitbesten Scorer der 1. Regionalliga West und wurde besonders für seine Qualitäten von jenseits der Dreierlinie von den Gegnern gefürchtet. Insgesamt traf der US-Amerikaner 163 Dreier (6,5 pro Spiel) in der abgelaufenen Spielzeit und damit mehr als doppelt so viele wie der zweitbeste Distanzschütze (Patrick Carney, 77). Hinzu zeigte Frierson mit 4,3 Rebounds, 2,8 Assists und 1,8 Steals pro Partie seine Vielseitigkeit. Auch in fünf Bundesliga-Spielen und regelmäßig im Training der Profi-Mannschaft von Trainer Tuomas Iisalo kam der begnadete Distanzschütze zum Einsatz. Mit sechs Punkten beim Hauptrunden-Auswärtsspiel in München markierte Frierson zudem seine ersten Punkte in der easyCredit BBL. Nun wird der 25-Jährige den nächsten Schritt in seiner Entwicklung machen und sich für die kommende Saison den Eisbären Bremerhaven in der ProA anschließen. Somit gelingt ihm der Sprung aus der vierten in die zweithöchste Liga Deutschlands. Den nächsten Karriereschritt macht auch Shaquille Rombley, wenngleich in einer Liga niedriger als Frierson in der ProB (3. Liga) bei den Itzehoe Eagles. Mit 17,7 Punkten und 10,6 Rebounds kam Rombley durchschnittlich auf ein Double-Double und sorgte mit krachenden Dunkings, sowie als bester Shotblocker der 1. Regionalliga West mit 2,4 Blocks pro Partie auf beiden Seiten des Feldes für spektakuläre Aktionen. Auch Rombley sammelte im Training mit dem Bonner Bundesliga-Team weitere wertvolle Erfahrungen. Savo Milovic, Sportlicher Leiter des Telekom Baskets Bonn e.V., bedankt sich bei Frierson und Rombley für deren Einsatz in der vergangenen Saison: „Wir sind sehr froh, dass wir zwei talentierten Spielern aber vor allem super Menschen geholfen haben, den nächsten Schritt in ihrer Karriere zu machen. Es sind zwei Menschen mit super Charakteren, die unsere Regionalliga-Mannschaft getragen und ihren Teamkollegen auch viel beigebracht haben.“ Der Werdegang beider Spieler stünde auch als Beispiel dafür, was die Regionalliga-Mannschaft innerhalb des gesamten Programms leisten kann, so Milovic weiter: „Shaq, der in seiner College-Karriere eher wenig Spielzeit hatte und mit dem wir ein Stück weit vielleicht ein Risiko eingegangen sind, hat sich stark präsentiert und kann nun eine Liga höher den nächsten Schritt machen. Matt hat sich als harter Arbeiter mit diesem einen Jahr bei uns in der Regionalliga sogar für die zweite Liga empfohlen, was so direkt internationalen Spielern sonst wohl nur selten gelingt. Ein Dank geht auch an die Bundesliga-Mannschaft, die beiden ermöglicht hat, das höchste Level mitzuerleben.“ Die Baskets wünschen Frierson und Rombley viel Erfolg für die Zukunft und freuen sich, dass beide dem deutschen Basketball in der kommenden Saison erhalten bleiben.