Mit 400 Fans nach Heidelberg

Im Hinspiel avancierte Savion Flagg mit 19 Punkten zum Baskets-Topscorer. Foto: Wolter

Köln, Leverkusen, Düsseldorf, Hagen, Paderborn, Rhöndorf oder Schwelm… die Liste der NRW-Clubs in der Basketball Bundesliga wurde über die Jahre hinweg immer kürzer. Nur noch die Telekom Baskets Bonn vertreten als mittlerweile einziger Bundesligist in Nordrhein-Westfalen standhaft den Westen der Basketballrepublik. Die ehemals vielen kurzen Auswärtstouren trugen in der fast 30-jährigen Baskets-Clubgeschichte immens dazu bei, die großartige Bonner Fankultur aufzubauen. Nachdem mit Frankfurt (2023) und Gießen (2022) auch zwei Clubs aus dem benachbarten Hessen in die ProA absteigen mussten, ist das rund 250 Kilometer entfernte Heidelberg mittlerweile zur kürzesten Auswärtsfahrt der Saison aufgestiegen.

Kein Wunder also, dass sich die traditionell reisefreudigen Baskets-Fans am Sonntag in Scharen aufmachen werden, um ihr Team in Heidelberg zu unterstützen. Der Baskets-Fanclub „Die Fans – Defense“ rechnet mit rund 400 Fans, die das Auswärtsspiel in ein Heimspiel verwandeln wollen. „Dass sich so viele Fans auf den Weg nach Heidelberg machen, soll uns inspirieren und weiter antreiben“, freut sich Baskets-Headcoach Roel Moors auf den Support in der Ferne und fügt an: „Wir können immer auf unsere Fans zählen!“

Die zahlreiche Unterstützung kommt genau zum richtigen Zeitpunkt: Nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge gegen die Top-Clubs FC Bayern München und Galatasaray Istanbul wollen die Baskets wieder einen Sieg einfahren, was gegen Heidelberg alles andere als leicht werden wird. Die Academics müssen zum einen dringend Punkte im Abstiegskampf sammeln, zum anderen warten ihre Fans sehnsüchtig auf den ersten Heimsieg in der laufenden easyCredit BBL-Saison. Um dies zu verhindern standen in den letzten Tagen im Bonner Telekom Dome zwei Dinge im Fokus: „Nach der Rückkehr aus Istanbul haben wir an unserer Intensität und Defense gearbeitet. Seitdem Ingo Freyer Trainer in Heidelberg ist, gab es dort einige Personalwechsel. Auch haben sich die Rollen der Spieler etwas geändert. So haben sie beispielsweise etwas mehr Freiheit, um schnelle Würfe zu nehmen, worauf wir vorbereitet sein müssen“, erklärt Moors.

So wechselte Ende Januar Power Forward Elijah Childs von Ludwigsburg nach Heidelberg und etablierte sich dort in bislang vier Spielen mit im Schnitt 16,8 Punkten und 8,8 Rebounds zur tragenden Säule. Zudem verpflichteten die Baden-Württemberg nach langer Suche mit Justin Jaworski einen neuen Starting-Point-Guard, nachdem Vorgänger Josh Gray unter Coach Ingo Freyer keine Rolle mehr spielte. Im ersten Einsatz für Heidelberg markierte der US-Amerikaner 14 Punkte und nahm 19 Würfe (darunter elf Dreierversuche) – ein Fingerzeig in Richtung des Spielstils von Coach Freyer, der unter anderem auf schnelle Abschlüsse setzt. Darüber hinaus werden Tim Coleman und Vincent Kesteloot verletzungsbedingt fehlen. Dagegen war Baskets-Center Thomas Kennedy im ersten Aufeinandertreffen noch nicht einsatzbereit und wurde noch von Ike Udanoh vertreten. 

Ewige Bilanz

Seitdem Heidelberg 2021 in die easyCredit BBL aufgestiegen ist, konnten die Telekom Baskets alle fünf Begegnungen für sich entscheiden.

TV-Übertragung

Das Spiel wird live ab 15:15 Uhr auf Dyn übertragen. Ab sofort ist Dyn auch auf LG Smart-TVs, waipu.tv Streaming Sticks und weiteren zusätzlichen Android-TV-Geräten verfügbar.

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