Logo: MLP Academics Heidelberg MLP Academics Heidelberg
67:100
Logo: Telekom Baskets Bonn Telekom Baskets Bonn
27.12.2025, 20:00 Uhr

Nach 47 Minuten Verzögerung: Baskets dominieren Heidelberg bei 33-Punkte-Sieg

Vierthöchster Bundesliga-Auswärtssieg der Baskets-Clubgeschichte

Foto: Lukas Adler

Die Telekom Baskets Bonn haben am 12. Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga nach einer dominanten Vorstellung mit 100:67 (30:5, 24:14, 20:27, 26:21) gegen die MLP Academics Heidelberg gewonnen und damit den vierthöchsten Bundesliga-Auswärtssieg der Clubgeschichte eingefahren. Nach technischen Problemen in der Mannheimer SAP Arena startete die Begegnung mit 47 Minuten Verspätung. Dank einer überragenden ersten Hälfte (54:19) setzten die Baskets anschließend den Grundstein für den deutlichen Erfolg, bei dem Joel Aminu mit 21 Punkten und sieben getroffenen Dreiern zum Topscorer avancierte.

Key Facts

  • Sieg oder Spielabbruch: Nach technischen Problemen mit der Spieluhr und der Shotclock startete das Spiel mit 47 Minuten Verzögerung. Die Baskets kamen deutlich besser mit der Unterbrechung klar und stellten bereits im ersten Viertel die Weichen auf Sieg (30:5)
  • Shotclock und Spieluhr: Im ersten Viertel wurde die Wurfuhr laut über das Mikrofon in der Halle runtergezählt. Ab dem zweiten Viertel war dann eine sichtbare Shotclock im Einsatz. Über die gesamte Partie wurde eine kleine digitale Spieluhr wie in jedem Jugendspiel am Kampfgericht eingesetzt und über Videosignal auf den Videowürfel in der Halle übertragen
  • Historisch: Der 33-Punkte-Sieg ist der vierthöchste Bundesliga-Auswärtssieg der Baskets-Clubgeschichte. Hier geht's zu den Baskets-Rekordlisten
  • Auswärts immer dabei: Rund 250 Bonner Fans begleiteten ihr Team zum Auswärtsspiel gegen Heidelberg nach Mannheim
  • Meilenstein: Jeff Garrett erzielte 18 Punkte und durchbrach damit seinen persönlichen Meilenstein von 1000 Punkten in der Bundesliga
  • Persönliche Bestleistung: Bei Joel Aminu platzte der Knoten und er traf sieben seiner elf Dreierversuche, was einen neuen persönlichen Karrierebestwert für getroffene Dreier in einem Spiel bedeutete. Seine 21 Punkte waren zudem eine persönliche Saisonbestleistung
  • Double-Double: Michael Kessens dominierte das Spiel unter den Brettern mit 18 Punkten und elf Rebounds
  • Teamplay: Die Baskets verteilten 27 Assists, 18 davon in der ersten Halbzeit
  • Donuts: Melvin Jostmann machte von der Freiwurflinie zum ersten Mal für die Baskets in dieser Saison die 100 Punkte voll

Nachdem die Wartezeit unter anderem damit überbrückt wurde, dass die Heidelberger für die rund 250 mitgereisten Bonner Fans die Baskets-Vereinshymne in der Halle abspielten, startete das Spiel mit folgenden Bedingungen: Die Spieluhr lief an einer kleinen digitalen Anzeige am Kampfgericht, wie sie aus Jugendspielen bekannt ist und die Wurfuhr wurde mit Durchsagen über das Mikrofon heruntergezählt. Dann ging es los und die Baskets starteten mit Grayson Murphy, Joel Aminu, Tylan Birts und Michael Kessens ins Spiel. Für Jeff Garrett rückte zudem Patrick Heckmann in die Starting Five. Kessens dominierte den Beginn der Partie. Der Bonner Kapitän wurde reihenweise von Murphy und Heckmann mit Assists bedient und erzielte die ersten zehn Baskets-Punkte des Spiels, inklusive eines krachenden Dunkings (10:2, 3. Minute). Nach einer ersten Heidelberger Auszeit netzte Aminu zwei Dreier in Folge von der rechten Seite direkt vor der Bonner Bank ein und der eingewechselte Jeff Garrett erhöhte per Tip-In auf 16 Punkte Vorsprung (18:2, 6.). Die Folge war eine schnelle zweite Heidelberger Auszeit, doch auch die konnte die Baskets nicht stoppen. Zach Cooks findet Kur Jongkuch aus dem Pick-and-Roll für einen offenen Dunking, Alijah Comithier setzt im Fastbreak einen weiteren Dunk obendrauf und Bonn führte erstmals mit 20 Punkten (22:2, 8.). Nach zwei Dreiern durch Birts und Garrett hatten die Baskets ihre höchste Führung des ersten Viertels erzielt (28:2, 10.). Der erste Spielabschnitt endete mit wahnsinnigen 25 Zählern Vorsprung (30:5, 10.).

Ab dem zweiten Viertel wurde dann eine sichtbare Wurfuhr in den unteren Ecken des Spielfelds genutzt, wie sie auch beim Baskets-Heimspiel in der LANXESS arena in der Vorwoche zum Einsatz gekommen war. Zunächst schien es so, als würden die Gastgeber nun besser in die Partie finden. Die zwei Heidelberger Dreier wurden jedoch von zwei Bonner Dreiern durch Murphy und Garrett gekontert und die Baskets dominierten weiterhin das Geschehen (40:13, 16.). Immer wieder kam das Team von Headcoach Marko Stankovic durch schöne Assists zum Korberfolg. Insgesamt 18 Assists verteilten die Baskets allein in der ersten Halbzeit. Nach einem weiteren Garrett-Dreier führte Bonn erstmals mit über 30 Punkten (49:18, 18.). Auch bis zum Ende der ersten Hälfte waren die Baskets immer einen Schritt schneller als die Hausherren und so sorgte Garrett gedankenschnell nach dem achten Bonner Offensivrebound mit Ablauf der Spieluhr zur 35-Punkte-Halbzeitführung (54:19, 20.).

Nach dem Seitenwechsel kamen die Gastgeber immer besser ins Spiel und verkürzten den Rückstand dadurch schnell auf unter 30 Punkte (57:28, 22.). Die Baskets kontrollierten das Geschehen dennoch weiterhin. Mit einem 15:3-Lauf setzten sich die Baskets erstmals auf über 40 Punkte Vorsprung ab. Birts schloss in dieser Phase zweimal per Dunking ab, Murphy, Garrett und Cooks scorten ebenfalls allesamt in der Zone und Aminu traf bereits seinen fünften Dreier des Spiels (72:31, 27.). Dann ließ aufgrund des hohen Vorsprungs kurzzeitig die Konzentration etwas nach und Heidelberg konnte mit einem 8:0-Lauf wieder etwas verkürzen (72:39, 29.). Zum Ende des dritten Spielabschnitts schrumpfte der Bonner Vorsprung auf unter 30 Punkte (74:46, 30.).

Bereits früh im vierten Viertel vollendete Kessens sein persönliches Double-Double. Am Ende hatte der Baskets-Kapitän 18 Punkte und elf Rebounds erzielt (76:46, 32.). Wenig später legten die Bonner nochmal einen 13:0-Lauf auf das Parkett und profitierten dabei von den dieses Mal sehr starken Dreierquoten von Aminu (7/11 Dreier) und Garrett (3/4 Dreier). Somit erhöhten die Baskets ihren Vorsprung wieder auf über 40 Punkte (90:48, 35.). Im Schlussviertel erhielten auch die Youngster Benjamin Sadikovic und Kenan Reinhart noch Spielzeit. Für beide war es der zweite Bundesliga-Einsatz ihrer noch jungen Karriere. Sadikovic sorgte dabei mit einem starken Block auch noch für ein Highlight, bevor Melvin Jostmann von der Freiwurflinie für die Baskets das erste Mal in dieser Saison die 100-Punkte-Marke knackte (100:56, 38.). In den letzten zwei Spielminuten wollte dann aber kein weiterer Bonner Korberfolg hinzukommen, sodass Heidelberg mit einem späten 11:0-Lauf noch einmal etwas Ergebniskosmetik betreiben konnte und die Baskets knapp am höchsten Bundesliga-Auswärtssieg der Clubgeschichte vorbeischrammten (+36 beim 109:73-Sieg am 06.10.2002 bei Brandt Hagen). Mit den 33 Punkten Vorsprung beim 100:67-Endergebnis trugen die Bonner letztlich den vierthöchsten Bundesliga-Auswärtssieg der Clubgeschichte in die Baskets-Historienbücher ein.

Statements

Marko Stankovic (Headcoach Telekom Baskets Bonn):

“Zuerst möchte ich meinen Spielern zu einem sehr guten Spiel gratulieren. Dieses Spiel war für uns nach zwei Niederlagen in Folge gegen einen schwierigen Gegner, der zu Hause spielt, eine große Herausforderung. Und nach allem, was vor Spielbeginn passiert ist, wusste niemand, wie wir das Spiel beginnen würden. Aber von Anfang an waren wir konzentriert. Unsere Spieler haben sich an den Plan gehalten. Sie haben ihren Job gemacht. Wir haben nicht geplant, mit einem großen Vorsprung zu gewinnen, aber wir wollten genau so spielen. Ich wünsche Heidelberg alles Gute für den Rest der Saison. Ich möchte unseren Fans dafür danken, dass sie nach Mannheim gekommen sind, um uns zu unterstützen.”

 

Danny Jansson (Headcoach MLP Academics Heidelberg):

"Offensichtlich lief dieser Abend für uns nicht gut - in jeder Hinsicht. Die Situation am Anfang sollte für beide Teams gleich sein, aber das war sie offensichtlich nicht. Wir hatten überhaupt keinen Fokus, und als es dann richtig losging, standen wir wie die Hasen vor der Schlange und konnten zu keinem Zeitpunkt etwas daran ändern. Jedes Mal, wenn wir in der zweiten Halbzeit etwas umgesetzt und etwas defensiven Ehrgeiz gezeigt haben, hatten wir anschließend wieder zu 70-80 % keine Ahnung, wo wir mit unseren Gedanken waren, und das ist das Ergebnis."

Highlights

Bitte akzeptieren Sie unsere Marketing Cookies, um dieses Video von Youtube anzusehen.

Highlights: MLP Academics Heidelberg - Telekom Baskets Bonn (Saison 2025/26) easyCredit BBL | Dyn 🏀

Statistiken

PTS 67 100
2 PTS 40% 12 / 30 70% 26 / 37
3 PTS 40% 12 / 30 42% 13 / 31
Freiwürfe 78% 7 / 9 56% 9 / 16
Rebounds 25 43
Assists 19 27
Steals 9 3

TOP Player

Punkte

Joel Aminu

21 Punkte
Rebounds

Michael Kessens

11 Rebounds
Assists

Grayson Murphy

10 Assists
Steals

Zachery Cooks

3 Steals
Effektivität

Michael Kessens

28 Effektivität