Nach Belgien ohne den Topscorer

Nach dem unerwartet hohen Sieg in der Bundesliga am vergangenen Samstag in Braunschweig wartet am Dienstag, 25.11.03, im europäischen ULEB-Cup bereits das nächste Auswärtsspiel auf die Telekom Baskets. Doch die anstehende Reise hat nicht viel mit den sonst so beschwerlichen Trips in alle Ecken des Kontinents gemeinsam. Keine 130 Kilometer trennen Bonn und die belgische Kleinstadt Pepinster, die Heimat des nächsten Gegners in der Gruppe D. Da sind die meisten Bundesliga-Gegner weiter weg, erklärt Co-Trainer Karsten Schul und auch Sportmanager Arvid Kramer kann sich freuen, denn ein solches Spiel in der Nachbarschaft senkt ein wenig die ansonsten hohen Reisekosten im Europapokal. Auch wenn die kurze Anreise angenehm sein mag, der Gegner ist es nicht. Royal BC Verviers-Pepinster ist der amtierende Vizemeister Belgiens und belegt zurzeit hinter Charleroi den zweiten Platz der aktuellen Tabelle. Erst am vergangenen Wochenende konnte Telindus Oostende, das Ex-Team von Baskets-Spieler Rimantas Kaukenas, mit 89:85 besiegt werden. Und auch im ULEB-Cup zeigten die Wallonen zuletzt eine starke Leistung. Bei Virtus Bologna gab es einen überraschenden 72:66-Auswärtssieg. Immerhin hatten das Team aus Italien nur eine Woche vorher die spanische Topmannschaft Joventut Badalona in deren eigener Halle besiegen können. Wer also Pepinster im Vorfeld als den vermeintlich leichtesten Gegner der Baskets im ULEB-Cup klassifizierte, muss seine Meinung spätestens jetzt revidieren. Beim Gastspiel Pepinsters in Bologna setzten vor allem die beiden US-Amerikaner Joseph Shipp und Darius Hall die Akzente. Beiden gelang mit 20 bzw. 13 Punkten und 13 bzw. zwölf Rebounds ein Double-double. Die Augen der vielen mitreisenden Basketsfans werden sich jedoch besonders auf Aleksandar Zecevic richten, der in der Spielzeit 2001/2002 das Trikot der Telekom Baskets trug und schnell zum Publikumsliebling auf dem Hardtberg avancierte. Auf Bonner Seite hat Coach Predrag Krunic zurzeit vor allem Verletzungssorgen. Neben Greg Miller, der bereits seit Saisonbeginn wegen einer Fußverletzung nur zuschauen kann, hat es am vergangenen Wochenende auch Baskets-Topscorer Rimantas Kaukenas erwischt. Nachdem er beim Trainung unglücklich mit dem Fuß umknickte, plagten den litauischen Nationalspieler starke Schmerzen im rechten Knie. Eine Kernspin-Untersuchung am heutigen Montag sorgte jedoch für eine leichte Entwarnung. Keine Meniskus-Verletzung, sondern eine Innenband-Zerrung, erklärt Team-Arzt Dr. Michael Volkmer. Kaukenas wird die nächsten drei Spiele nur zuschauen können. Erstmals bei einem Europapokalspiel wird sich das Baskets-Netradio von einem Auswärtsspiel melden. Ab 20:15 Uhr informiert das Bonner Moderatoren-Gespann alle Zuhörer im Internet live aus der Halle in Pepinster.