Baskets sichern sich Heimrecht für das BCL-Viertelfinale!

MHP RIESEN Ludwigsburg vs. Telekom Baskets Bonn: 81:85

Die Baskets stehen als Gruppensieger im BCL-Viertelfinale! (Foto: FIBA)

Im entscheidenden Spiel um den Gruppensieg in der "Round of 16" der Basketball Champions League haben die Telekom Baskets Bonn mit 85:81 (31:25, 21:24, 11:17, 22:15) gegen die MHP RIESEN Ludwigsburg gewonnen und sich damit das Heimrecht in der "Best-of-Three"-Serie im Europapokal-Viertelfinale gesichert. Glynn Watson wurde mit 17 Punkten Topscorer. Savion Flagg (16 Punkte), Thomas Kennedy (15) und Brian Fobbs (11) punkteten ebenfalls zweistellig.

Die Viertelfinalauslosung findet am Donnerstag, dem 21.03.2024, um 19 Uhr statt (live auf YouTube). Der Vorverkauf für das erste BCL-Viertelfinale startet am Freitag, dem 22.03. um 12 Uhr auf www.baskets.de/tickets.

Key Facts

  • Geburtstagsgeschenk: Die Baskets beschenkten sich an ihrem 29. Vereinsgeburtstag mit dem Heimvorteil für das Champions League-Viertelfinale
  • Historisch: Der Erfolg in Ludwigsburg war der 800. Pflichtspielsieg der Baskets-Vereinsgeschichte
  • Auslosung Viertelfinale: Das Viertelfinale wird am 21.03. um 19 Uhr ausgelost. Live auf dem YouTube-Kanal der BCL
  • Bekanntgabe Final Four: Auch der Austragungsort für das Final Four wird während der Auslosung bekanntgegeben
  • Achter Sieg in Serie: Der Bonner 85:81-Sieg war der achte Sieg in Serie gegen Ludwigsburg

Spielbericht

Die Baskets starteten mit Harald Frey, Noah Kirkwood, Sam Griesel, Chris Sengfelder und Thomas Kennedy in das entscheidende Spiel um den Gruppensieg in der „Round of 16“ der Basketball Champions League. Frey erzielte von der Dreierlinie die ersten Punkte der Partie, die postwendend durch einen Ludwigsburger Distanzwurf gekontert wurden (3:3, 2. Minute). In einem sehr rasanten ersten Spiel, bei dem beide Mannschaften früh ihre Abschlüsse suchten, legten die Baskets meist vor, doch die Hausherren hatten fast immer die passende Antwort parat. So zum Beispiel auch, als der eingewechselte Brian Fobbs einen Dreier zur Sechs-Punkte-Führung traf, die Ludwigsburg mit zwei erfolgreichen Würfen aus der Distanz schnell egalisierte (18:18, 7.). Baskets-Coach Roel Moors nahm seine erste Auszeit und aus dieser kam sein Team hochfokussiert zurück auf das Parkett. Durch gute Ballbewegung spielten sich die Baskets reihenweise gute Würfe heraus und übernahmen mit einem 9:2-Lauf wieder die Kontrolle über die Partie (27:20, 9.). Zum Ende des ersten Viertels hätte die Führung sogar noch höher ausfallen können, aber die Ludwigsburger blieben besonders dank ihrer starken Quote aus der Distanz (5/8 Dreier, 62,5 Prozent) noch nah dran (31:25, 10.).

Das zweite Viertel eröffneten die Gäste durch einen Fobbs-Dreier, zwei Freiwürfe von Till Pape und einen erfolgreichen Mitteldistanzwurf durch Kirkwood mit einem 7:0-Lauf zur höchsten Führung des Spiels (38:25, 12.). Ludwigsburg verkürzte erneut durch auch teilweise schwierige Würfe, die Baskets gaben die Führung aber trotzdem nicht ab (42:39, 15.). Nach der zweiten Bonner Auszeit wuchs der Vorsprung zwischenzeitlich wieder auf acht Zähler an, bevor die Gastgeber mit weiteren Dreiern den Rückstand wieder auf nur drei Punkte verkürzten (52:49, 20.).

Nach dem Seitenwechsel stockte die Bonner Offensive. In den ersten fünf Minuten gelangen den Baskets nur zwei Punkte, wodurch Ludwigsburg erstmals seit dem ersten Viertel die Führung übernahm (54:59, 25.). Bonn bewegte in dieser Phase den Ball zu wenig und versuchte es im Angriff zu oft mit Einzelaktionen. Als die Baskets sich danach endlich wieder einen offenen Wurf herausgespielt hatten und Savion Flagg diesen aus der linken Ecke sicher einnetzte, waren die Bonner offensiv endlich wieder besser im Spiel (58:59, 27.). In der Schlussphase waren es dann starke Aktionen von Glynn Watson, die das Spiel vor dem Schlussviertel offen hielten (63:66, 30.).

Watson war es auch, der zu Beginn des vierten Viertels mit einem weiteren Dreier den Ausgleich herstellte (66:66, 31.). Die Baskets kämpften, verteidigten nun deutlich stärker und warfen sich auf jeden freien Ball. Kennedy brachte sein Team mit einem Dunking wieder in Führung und Flagg ließ einen Tip-In folgen (75:71, 35.). In den letzten Minuten blieb die Partie eng umkämpft, doch die Baskets gaben ihre Führung nicht mehr ab und gewannen letztlich verdient mit 85:81. Durch den vierten Sieg in der laufenden Saison gegen Ludwigsburg (1x Pokal, 2x BCL, 1x BBL) haben sich die Bonner den Heimvorteil im Champions League-Viertelfinale erarbeitet.

Stimmen zum Spiel 

Roel Moors (Headcoach Telekom Baskets Bonn):

"Selbstverständlich bin ich sehr froh über diesen Sieg! Wir wissen natürlich, wie schwierig es ist, hier zu gewinnen – wir haben es jetzt ein paar Mal gemacht. Das macht viel Freude. Wir sind mit dem Ziel in dieses Spiel gegangen, es zu gewinnen. Wir haben nie darüber gesprochen, dass auch eine Niederlage mit vier Zählern Differenz genügen würde. Das war nie unser Ziel. In der ersten Halbzeit hatten wir einige Probleme in der Verteidigung, vor allem in der Transition, die war ebenso wie unser Foulmanagement wirklich schlecht. Als wir das in der zweiten Halbzeit angegangen hatten, lief es besser. Ludwigsburg hatte in der ersten Halbzeit 16 Fastbreak-Punkte, insgesamt waren es 17 – das war meinem Empfinden nach der Schlüssel zum Sieg."

Josh King (Headcoach MHP RIESEN Ludwigsburg):

"Offensichtlich hatten wir heute keinen guten Start, haben keine Defensive gespielt und 31 Punkte zugelassen – das ist offenkundig nicht gut. Wir haben eine Aufholjagd gestartet und kamen bis auf drei Zähler heran. Unsere Verteidigungsleistung in dieser Halbzeit war nicht gut. […] Meiner Meinung nach waren wir ab diesem Zeitpunkt [der 13. Minute] im Spiel. Ich kann meinen Spielern da keinen Vorwurf machen. Es war ein umkämpftes Spiel. Lediglich im vierten Viertel haben nicht genügend Plays gemacht. Bonn hat hingegen schwierige Würfe getroffen, [Glynn] Watson ist ins Laufen gekommen, [Savion] Flagg hat zwei Würfe aus der Ecke verwandelt und wichtige Rebounds gesammelt. Zudem haben wir drei Ballbesitze in Folge mit einem Turnover beendet. Wenn man überlegt, wo das Spiel verloren wurde, ist dies sicherlich der relevante Augenblick. Natürlich ist es enttäuschend, weil wir auch heute eine Siegchance hatten. […]. Wir wissen morgen Abend, gegen wen wir spielen. Zu diesem Saisonzeitpunkt, wir stehen in den ‚Elite 8‘, gibt es allerdings nur noch gute Gegner. Ich bin stolz darauf, in welcher Position wir sind. Wir sind in einer guten Position. Das letzte Mal, als Ludwigsburg im Final Four stand, sind wir auch auswärts gestartet – also schauen wir mal, was passieren wird und welchen Klub wir zugelost bekommen."

Punkteverteilung

Telekom Baskets Bonn: Flagg (16 Punkte/2 Dreier, 6 Rebounds), Griesel (6), Watson (17/3), Frey (5/1), Fobbs (11/3), Pape (4), Kirkwood (4), Sengfelder (7), Kennedy (15), Blunt (DNP), Koch (DNP), Thiemann (DNP)

MHP RIESEN Ludwigsburg: Hammond (3), Bähre (13), Ja. Patrick (6), Graves (16), Roberson (0), Buie (9), Lewis (6), Melson (23), Jordan (0), Edigin (5), Jo. Patrick (DNP), Pleta (DNP)

Highlights

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