Nichts zu holen in Berlin
Baskets bleiben nach Niederlage Tabellenvierter
Am 30. Spieltag der easyCredit BBL haben die Telekom Baskets Bonn eine herbe Niederlage gegen ALBA Berlin einstecken müssen. Zu Gast in der Hauptstadt verschlief die Mannschaft von Headcoach Marko Stankovic den Start ins Spiel und lag nach dem ersten Viertel bereits mit 18:32 zurück. Nach zwischenzeitlichem 28-Punkte-Rückstand schlossen die Baskets im Schlussviertel zwar noch einmal auf zehn Punkte auf, verloren jedoch am Ende mit 75:91 (18:32, 16:20, 17:22, 24:17).
Key Facts
- Eiskalt: Bonn erwischte in der Offensive einen gebrauchten Tag und traf nur 33 Prozente an der Freiwurflinie sowie rund 27 Prozent von der Dreierlinie
- Fehlerquote: Mit 18 Ballverlusten verloren die Baskets dreimal so oft den Ball wie zuletzt gegen Braunschweig
- Persönliche Bestleistung: Mit 20 Punkten stellte Jalen Finch seine persönliche easyCredit BBL-Bestleistung ein
- Meilenstein: Grayson Murphy knackte in nur 31 Spielen die Marke von 200 Assists
- Rebound-Duell: Bonn erkämpfte sich 20 Offensivrebounds, konnte jedoch aufgrund der geringen Wurfquote (43 Prozent) und den vielen Ballverlusten kein Kapital daraus schlagen
„Das war das totale Gegenteil von dem, was wir bislang das ganze Jahr gemacht haben.“ Das Fazit von Sportdirektor Savo Milovic war nach den ersten 20 Minuten deutlich. Zwar lagen die Baskets nach drei Minuten mit 4:2 vorne, es sollte jedoch die einzige Führung im Spiel bleiben. Berlin eilte schnell mit einem 10:0-Lauf auf 4:12 (4.) davon und zwang Bonn zur frühen Auszeit. Alijah Comithier, der im ersten Viertel 11 seiner insgesamt 22 Punkte erzielte, konnte den Lauf anschließend zwar stoppen, doch für sein Team lief im ersten Viertel nicht mehr viel zusammen. Im Gegenteil: Die Ballverluste, eigentlich eine Stärke der Bonner Offensive, häuften sich gegen die aggressive Berliner Verteidigung und waren über das gesamte Spiel hinweg ein Faktor. So hatten die Baskets bereits nach 10 Minuten mit sieben Turnovers öfter den Ball hergeschenkt als im gesamten letzten Spiel (6 TOs gegen Braunschweig) und standen am Ende sogar bei 18. Kur Jongkuch sorgte mit zwei spektakulären Monster Blocks für das Highlight des Spiels, jedoch lag Bonn nach dem ersten Viertel mit 18:32 (10.) zurück.
Auch im zweiten Viertel bekamen die Telekom Baskets zunächst keinen Zugriff aufs Spiel und spielten mit zu wenig Intensität, um gegen gut aufgelegte Berliner anzukommen. So wuchs der Rückstand bis auf 24:52 (18.) an, ehe ein später Bonner 10:0-Lauf zum Ende der ersten Halbzeit den 34:52-Pausenstand herstellte.
Nach dem Seitenwechsel eröffnete Jeff Garrett die zweite Halbzeit mit einem Fastbreak-Dunking, doch Berlin antwortete direkt mit einem Dreier. Auf Bonner Seite sollte an diesem Abend jedoch nur wenig von der Dreierlinie gehen: Nur einen von acht Dreierversuchen versenkten die Baskets im dritten Viertel im Berliner Korb (insgesamt nur 8/30 Dreier) – zu wenig, um eine Aufholjagd zu starten (51:74, 30. Minute).
Bonn gab sich jedoch nicht auf: Ein 20:4-Lauf im Schlussviertel, den Jalen Finch (20 Punkte) von der Dreierlinie vollendete, brachte die Telekom Baskets noch einmal auf 75:85 (38.) heran. Doch der Run kam zu spät, die Punkte blieben nach der 75:91-Niederlage in der Hauptstadt.
Stimmen zum Spiel
Pedro Calles (Headcoach Alba Berlin):
"Die ersten 18 Minuten des Spiels haben wir an beiden Enden des Parketts guten Basketball gespielt. Wir hatten unseren Plan fürs Spiel und Bonn unter Kontrolle. Dann haben wir aber den Fokus verloren. Bonn ist ein gutes Team, vor allem am offensiven Brett. Das haben sie ausgenutzt und sich an uns herangekämpft. Im Schlussviertel haben wir uns somit selber vor Probleme gestellt, konnten dann aber einen Weg finden, um den Sieg zu holen."
Marko Stankovic (Headcoach Telekom Baskets Bonn):
"Ich muss Berlin zu einem tollen Spiel und verdienten Sieg gratulieren. Um ehrlich zu sein, hätte das Ergebnis noch deutlicher ausfallen können. Das war eines der Spiele, mit denen wir natürlich nicht zufrieden sein können. Mit so vielen Turnovern, einer so niedrigen Trefferquote und 50 kassierten Punkten in der Zone können wir nicht viel mehr erwarten. Wir haben ALBA zu viele Punkte erlaubt, was wir normalerweise unseren Gegnern verwehren. Der beste Teil unserer Offense war unsere Arbeit am offensiven Brett. Wir müssen den Kopf oben behalten, an uns arbeiten und im nächsten Spiel wieder angreifen."
Dyn-Highlights
Statistiken
| PTS | 91 | 75 |
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| 2 PTS | 67% 26 / 39 | 56% 23 / 41 |
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| 3 PTS | 31% 8 / 26 | 27% 8 / 30 |
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| Freiwürfe | 68% 15 / 22 | 33% 5 / 15 |
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| Rebounds | 37 | 42 |
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| Assists | 18 | 13 |
|---|
| Steals | 7 | 6 |
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