Nur noch geringe Chancen auf das Achtelfinale

Die Chancen der Telekom Baskets Bonn auf das Erreichen des Achtelfinales im ULEB-Cup sind nach dem achten Spieltag nicht größer geworden. Durch eine klare 78:92-Niederlage (Halbzeit: 41:44) bei Snaidero Udine aus Italien bleibt das Team von Headcoach Predrag Krunic weiter auf dem fünften Platz der Gruppe A. Dass die Baskets überhaupt noch eine Chance auf die nächste Runde haben, verdanken sie dem überraschenden Sieg von BCM Gravelines beim russischen Meister Ural Great Perm, dem nächsten Gegner der Bonner (07.01.03). Dies ist das bislang wichtigste Spiel der Saison, wusste Terrence Rencher vor dem Anpfiff , doch sein Team spielte nur phasenweise der Bedeutung angemessen. Im Gegenteil: wie Blei schien der Druck siegen zu müssen am Tabellenführer der s.Oliver BBL zu hängen. Schon zu Beginn wurden die Baskets von den Gastgebern eiskalt erwischt. Demetrius Alexander, der US-Forward Udines, hatte sein Team fast im Alleingang mit 10:0 in Führung geschossen. Die erste Auszeit vom frisch gekürten Allstar-Trainer Predrag Krunic verhinderte vorerst Schlimmeres. Sein Team schüttelte nun die Anfangsnervosität ab und konnte durch einen 8:0-Lauf auf 10:12 verkürzen. Von da ab sahen die 2.500 Zuschauer, darunter ca. 20 Fans aus Bonn, bis zur Halbzeit eine ausgeglichene Partie, bei der auf Seiten der Gastgeber vor allem Alexander mit 18 Punkten nur schwer zu kontrollieren war. Bei den Baskets verteilte sich die Last bis zu diesem Zeitpunkt besonders auf die Schultern von Brad Traina, Aleksandar Nadjfeji und Branko Klepac. Kurz vor dem Seitenwechsel gelang es den Baskets sogar erstmals mit 41:39 in Führung zu gehen. Bis dahin lief alles nach Plan für die Gäste. Vor allem auch deshalb, weil die direkte Konkurrenz der Gruppe A patzte. Sowohl der russische Meister Ural Great Perm (gegen BCM Gravelines), als auch Joventut Badalona (in Fuenlabrada) mussten am achten Gruppen-Spieltag Niederlagen einstecken. Umso ärgerlicher, dass das Bonner Spiel nach der Halbzeitpause vollkommen aus dem Ruder lief. Demetrius Alexander konnte zwar bis zum Ende nur noch zwei Punkte machen, dafür drehte nun Center Mikhailov auf, der zu Saisonbeginn noch in Diensten von Ural Great Perm stand. Der Russe machte insgesamt 29 Punkte, fast alle aus der Nahdistanz. Mit 25:10 ging der dritte Durchgang an die Hausherren. Zu Beginn der letzten zehn Minuten lagen die Telekom Baskets mit 18 Punkten zurück (51:69). Der Durchhänger im dritten Viertel konnte von Terrence Rencher & Co. nicht mehr wettgemacht werden. Die Baskets bemühten sich; vor allem Rencher, der 13 seiner insgesamt 17 Punkte nach dem Seitenwechsel erzielte, trieb seine Kameraden an, aber Snaidero Udine mit dem erstmals eingesetzten deutschen Nationalspieler Misan Nikagbatsa spielte jetzt wie aus einem Guss. Auf weniger als auf 13 Punkte sollten die Bonner nicht mehr herankommen. Durch die Niederlage in Udine haben die Telekom Baskets aus acht ULEB-Cup-Spielen bisher erst drei Siege eingefahren. Dennoch besteht weiterhin die Chance auf das Achtelfinale. Dazu muss jedoch am 07.01.2003 in der Bonner Hardtberghalle Ural Great Perm mit mehr als acht Punkten besiegt und eine Woche später (14.01.2003) bei Fuenlabrada Madrid der erste Auswärtssieg eingefahren werden. Die anderen Gruppenspiel-Ergebnisse: Ural-Great Perm - BCM Gravelines 87:94 Fuenlabrada - Joventut Badalona 78:73