Ohne Mühe ins Viertelfinale

2.700 Zuschauer, darunter das Team von Liga-Konkurrent Union Baskets Schwelm, sahen in der Bonner Hardtberghalle ein kurzweiliges, jedoch kaum spannendes Basketballspiel. Zu eindeutig bestimmten die Telekom Baskets das Geschehen, zu verhalten agierten die Gäste. Dabei mussten die Baskets auf Kristaps Janicenoks verzichten, dessen Oberschenkelverletzung einen Einsatz doch nicht möglich machte. Nur im Notfall wäre der lettische Nationalspieler ins Spiel gekommen. Seine Teamkollegen taten an diesem Abend alles, um diesen Notfall zu verhindern und so konnten die Gäste nur zu Beginn die Begegnung offen halten. Die ersten Punkte gingen durch Derrick Allen an die Gäste. Altron Jackson konterte sogleich mit einem Dreier. Wenig später machte es ihm Aleksandar Nadjfeji erfolgreich nach und als in der achten Minute gleich drei Bonner Spieler (Huber-Saffer, Jackson und Nnamaka) hintereinander per Dunking abschlossen (20:11), lag bereits das Fundament für den Bonner Sieg. Dabei überzeugte ganz besonders die Baskets-Defense. Altron Jackson hatte Karlsruhes Rouven Roessler stets unter Kontrolle und erlaubte ihm keinen einzigen Punkt. Ähnlich wirkungsvoll hing Oluoma Nnamaka an Narcisse Ewodo, dem besten Scorer der Liga. So blieben bei den Gästen als Aktivposten nur noch Derrick Allen, der elf seiner insgesamt 14 Punkte im ersten Viertel machte, danach jedoch von Baskets-Kapitän Branko Klepac abgemeldet wurde. In der 15.Minute traf Karlsruhe auch noch das Verletzungspech, als Stefan Svitek mit einer Knieverletzung das Spielfeld verlassen musste. So konnte Krunic schon im zweiten Viertel damit beginnen, den Bankspielern gehörig Einsatzzeiten zu gönnen. Alle zehn Bonner Spieler waren am Ende im Spiel gewesen und nur Center Martin Mihajlovic blieb dabei unter zehn Minuten. Dennoch gelang es z.B. Aleksandar Nadjfeji in nur 15 Minuten elf Punkte zu erzielen und acht Rebounds zu holen. Bester Bonner Spieler des Abends war jedoch Altron Jackson, der neben einer guten Defense auch für die meisten Punkte sorgte (22) und dabei ebenfalls acht Rebounds erzielte. Insgesamt holten die Baskets mit 43 elf Rebounds mehr als die Gäste, davon 25 in der Offense. Und auch bei der Wurfquote konnte Bonn an diesem Abend überzeugen. Gelang beim letzten BBL-Spiel gegen Braunschweig nur ein einziger Drei-Punkte-Wurf bei 13 Versuchen, so trafen die Bonner Scharfschützen diesmal jeden zweiten ihrer Distanzschüsse (sechs von zwölf). Folglich geriet der Bonner Einzug ins Pokal-Viertelfinale nie ernsthaft in Gefahr und die Baskets siegten deutlich mit 82:63. Baskets-Headcoach Predrag Krunic: Karlsruhe hatte zuletzt sehr gut gespielt, aber wir waren heute sehr konzentriert, besonders beim Rebound und in der Verteidigung. Janicenoks wurde geschont, weil er angeschlagen ist (Oberschenkelprellung, Anm. d. Red.). Einen Wunschgegner habe ich nicht. Das Spiel heute war ein guter Ansatz für unser Topsspiel am kommenden Samstag in Berlin. Karlsruhes Trainer Uwe Sauer: Bonn hat schon sehr stark begonnen, besonders im Rebound waren sie uns überlegen. Wir haben heute kein Konzept gefunden, zumal sich Svitek verletzt hat und Gordon eigentlich gar nicht spielen durfte. In Bonn zu verlieren ist allerdings keine Schande. Neben den Telekom Baskets haben sieben weitere Teams das Viertelfinale des BBL-Pokals 2004/2005 erreicht: Alba Berlin, RheinEnergie Köln, Walter Tigers Tübingen, Bayer Giants Leverkusen, EnBW Ludwigsburg, Paderborn (2. Liga Nord) und die Opel Skyliners. Die Auslosung der Viertelfinal-Paarungen erfolgt in der Halbzeitpause des Bundesligaspiels der Telekom Baskets Bonn in Leverkusen am 26.02.2005 (Live auf Premiere ab 18:30 Uhr).