Pokalsaison endet im Achtelfinale
Baskets scheiden in Trier aus
Die Telekom Baskets Bonn sind im Achtelfinale des BBL Pokals nach einer 90:107-Niederlage (22:31, 24:27, 21:27, 23:22) bei den VET-CONCEPT Gladiators Trier ausgeschieden. Nach einem Bonner 9:2-Start in die Partie fingen die Gastgeber Feuer und trafen aus allen Lagen. Ab Ende des ersten Viertels liefen die Baskets dann permanent einem Rückstand hinterher, den sie nicht mehr aufholen konnten. Jeff Garrett wurde mit 20 Punkten (6/8 Dreier) Topscorer und sammelte fünf Rebounds ein.
Key Facts
- Kaderupdate: Jonathan Bähre setzte mit Knieproblemen aus
- Auswärts immer dabei: Rund 300 Baskets-Fans unterstützten das Team vor Ort in Trier
- Debüt: Baskets-Nachwuchsspieler Kenan Reinhart kam im Pokal-Achtelfinale zu seinem Profi-Debüt
- Nicht aufzuhalten: Trier spielte offensiv ein nahezu perfektes Spiel, traf 57 Prozent aus dem Feld (37/65) und 50 Prozent Dreier (16/32)
- Kampf am Brett: Die Baskets sammelten 17 Offensivrebounds ein und nahmen insgesamt 72 Würfe aus dem Feld (sieben mehr als Trier). Davon trafen sie 33 Würfe (46 Prozent)
Die Baskets starteten mit Grayson Murphy, Joel Aminu, Tylan Birts, Jeff Garrett und Michael Kessens ins Pokal-Achtelfinale in Trier und erwischten dabei einen starken Start. Nach nur knapp zwei Minuten führten die Baskets bereits mit sieben Punkten (9:2, 3. Minute), doch Trier fand genauso schnell ins Spiel zurück (17:16, 6.). Und dann fingen die Hausherren auch noch richtig Feuer von der Dreierlinie, netzten vier Dreier kurz hintereinander ein – einen davon sogar mit Foul – und führten plötzlich zweistellig (20:31, 10.). Captain Kessens verkürzte vor der Viertelpause nochmal mit einem Korbleger trotz Foul (22:31, 10.).
Das zweite Viertel startete genau so, wie das erste endete. Mit einem Trierer Offensivfeuerwerk. Egal, ob es ein offener Wurf oder ein gut verteidigter Wurf war, die Gastgeber trafen gefühlt alles. So lagen die Baskets nach anderthalb Vierteln bereits mit 18 Punkten zurück (30:48, 15.). Die Mannschaft von Trainer Marko Stankovic kämpfte jedoch weiter gegen den Trierer Rausch an und legte in der Folge eine ihrer besten Phasen des Spiels auf das Parkett. Rebounds wurden nun an beiden Enden des Feldes konsequenter eingesammelt, Ballgewinne provoziert und daraus der Ball schnell bewegt. Kur Jongkuch, Alijah Comithier, Zach Cooks und Melvin Jostmann brachten die Baskets mit erfolgreichen Abschlüssen wieder bis auf elf Punkte heran (40:51, 28.). Doch gerade als man dachte, das Momentum sei nun komplett auf die Bonner Seite gewechselt, hatte Trier erneut mit einem Dreier – dem achten in der ersten Halbzeit – die richtige Antwort parat (40:54, 28.). Jostmann und Jongkuch verkürzten nach zwei Assists durch Cooks trotzdem sogar nochmal auf zehn Punkte (44:54, 29.), näher kamen die Baskets bis zur Pause aber nicht mehr heran (46:58, 20.).
Nach dem Seitenwechsel ging es direkt mit dem Trierer Feuerwerk von außen weiter, sodass nach zwei weiteren Dreiern der Bonner Rückstand innerhalb von 40 Sekunden auf 18 Zähler anwuchs (46:64, 21.). Doch auch von diesem erneuten Rückschlag ließen sich die Baskets nicht demoralisieren. Garrett, der mit 20 Punkten und sechs getroffenen Dreiern am Ende Bonner Topscorer wurde, initiierte mit seinen Aktionen einen 8:0-Lauf (54:64, 23.). Was als nächstes passierte, folgte dem gleichen Muster des gesamten Spiels: Zwei Trierer Dreier rissen das Momentum wieder komplett auf die Seite der Hausherren und gaben den Startschuss für einen 11:3-Lauf (57:75, 26.). Egal, was die Baskets probierten, den Rückstand konnten sie nicht nennenswert verkürzen (67:85, 30.).
Anstatt, dass die Trierer Dreierquote endlich absinken würde, schoss sie nur noch weiter in die Höhe. Zwei weitere erfolgreiche Distanzwürfe sorgten für den höchsten Rückstand der Partie (72:93, 33.). Trotz der nun immer wahrscheinlicher werdenden Niederlage stemmten sich die Baskets angeführt von Garrett gegen das Pokalaus und konnten mit etwas mehr als drei Minuten Restspielzeit den Rückstand wieder auf 14 Zähler drücken (83:97, 37.). Näher kamen die Baskets allerdings nicht mehr heran und der endgültige Dagger kam natürlich durch einen Trierer Dreier (88:105, 39.). Am Ende schieden die Baskets mit 90:107 aus dem BBL Pokal aus.
Stimmen zum Spiel
Marko Stankovic (Headcoach Telekom Baskets Bonn): “Zuerst einmal möchte ich Coach Schneider, seinem Staff und seinem Team nicht nur zu einem starken Spiel und wichtigen Sieg gratulieren, sondern auch dafür was sie seit Saisonbeginn spielen. Wir sind sehr enttäuscht über unser defensives Auftreten heute. Wir hatten eine kurze Woche, waren aber gut auf ihr offensives Spiel vorbereitet. Ich kann einige Anpassungen auf meine Kappe nehmen, aber individuell war es die mit Abstand schlechteste defensive Leistung seit Saisonbeginn. Es war zwar - was die Punkte angeht - ein gutes Spiel, wir können aber nicht jeden Gegner scoren lassen. Ich möchte mich bei unseren Fans für diesen starken Support bedanken!”
Jacques Schneider (Headcoach VET-CONCEPT Gladiators Trier): “Glückwunsch an mein Team, das war heute eine absolute Kollektivleistung von Mannschaft, Fans und Arena. Wir wurden mit sehr viel Energie durch dieses Spiel begleitet. Offensiv haben wir - wie man an der Punkteausbeute sieht - einen exzellenten Job gemacht, unseren Gameplan umzusetzen. Wir haben uns die Position, in die wir kommen wollten, erarbeitet und dann auch sehr selbstbewusst geworfen. Wir hatten einen sehr guten Mix aus Inside- und Outside-Game, hatten aber auch viele Transitionpunkte und viele Ballbesitze. So haben wir den Bonnern unser Spiel aufgezwungen und somit auch verdient gewonnen.”
Punkteverteilung
Telekom Baskets Bonn: Comithier (10 Punkte), Cooks (5/1 Dreier), Garrett (20/6, 5 Rebounds), Birts (6/2), Kessens (14, 6 Rebounds), Murphy (14/2, 7 Assists, 5 Rebounds), Reinhart (0), Jostmann (7), Jongkuch (4), Aminu (10)
VET-CONCEPT Gladiators Trier: Akanno (0), Guillozet (12), Yakhchali (0), Hollersbacher (6), Linßen (9), Roland (10), King (10), Rapieque (12), Adekunle (14), Mann (0), Zirbes (10), Brooks (24)