Preseason Chronicles: Mit Kennedy’s Segen

General-Anzeiger Bonn lädt zur Stadtrundfahrt im Cabriobus

Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Oder der Busfahrer. Denn Pizza im Bus ist keine gute Idee. So verschlingen die Spieler die vorgeschnittenen Leckerbissen kurzerhand stehend auf dem Parkplatz hinter dem Telekom Dome. Dann wird Platz genommen. Ryan Thompson sichert sich die letzte Reihe. „Beste Sicht, viel Platz für die Beine.“ Vielleicht ein Fingerzeig für künftige Auswärtsfahrten.

Ganz vorne punktet Tourguide Gene Hilck mit britischem Akzent und allerlei Anekdoten zur Bundesstadt. „Zeitlich sind wir so gut unterwegs, dass wir auch einen Schlenker nach Godesberg machen können.“ Die US-Neuzugänge freut es. Amerikanisches Viertel. Rheinaue inklusive Verweis auf die Spiele der Capitals. „In der Highschool habe ich mal ein Jahr Baseball gespielt, danach nur noch Fußball und Basketball“; gesteht TJ DiLeo. Dafür haben sich beim Thema Flohmarkt seine Augenbrauen.

An der B9 passiert der Bus die Statue von John F. Kennedy. Der ehemalige Commander in Chief der Vereinigten Staaten scheint dem Baskets-Tross milde zuzulächeln. Hoffentlich ein gutes Zeichen. Montenegriner Filip Barovic indes macht sich eine gedankliche Notiz, dass im Kinopolis viele Filme im Original laufen.

Zwischenstopp an der Godesberger Fähre für ein Mannschaftsfoto. Erst nur das Team. Dann inklusive Spielerfrauen und Gewinner einer Mitfahrgelegenheit. Im Hintergrund schippern Ausflugsdampfer über den Rhein. Vom anderen Ufer grüßt das Siebengebirge. Plötzlich kommt die Sonne raus. Also nochmal sammeln und ein weiteres Foto machen. Die personifizierte Social Media Special Unit a.k.a. Julian Gamble macht den Arm fürs Teamselfie lang. Sind alle drauf? „Sure, man, I got a 7‘2“ wingspan!“

Ehemaliges Regierungsviertel, Villa Hammerschmidt, Museum Alexander König, Uni Hauptgebäude, Poppelsdorfer Allee, Botanischer Garten. Florian Koch gibt Insider-Tipps in Sachen Bars, Cafés und Restaurants. Die Erwähnung des Titanenwurz hat Hilck im vergangenen Jahr ausgespart. Das Leben ist ein steter Lernprozess.

Deswegen geht es auch am Wochenende selbstverständlich wieder in die Halle. Zwecks Athletiktests. Nur keine Zeit verschwenden. Die Stadt wird demnächst noch ausführlicher erkundet. Da sind sich alle einig.