Schluss mit lustig: Baskets treffen am Aschermittwoch auf Tübingen

Noah Kirkwood wird von Jhivvan Jackson bedrängt. Ob das Duell auch im Rückspiel stattfinden kann, ist offen. Foto: Wolter

Am Montag erlebten Roel Moors und seine Assistenten Marko Stankovic und Lionel Bosco noch einmal die volle Dröhnung Karneval. Mitsamt Sportdirektor Savo Milovic, Sportmanager Daniel Seffern, Athletiktrainer Jakov Kosovac, Physiotherapeut Bogdan Suciu, Mitarbeiter*innen der Geschäftsstelle, Baskets-Partnern sowie -Fans fuhr das Trainer-Trio sichtlich gut gelant auf dem Baskets-Karnevalswagen auf dem Bonner Rosenmontagszug mit, der jedes Jahr mehr als 200.000 verkleidete Jecke am Straßenrand anlockt. Die einhellige Meinung nach dem rund dreistündigen Erlebnis: „Das war einfach unglaublich!“

Am nächsten Tag wechselte der Fokus dann gleich wieder von Kamelle auf Körbe. Aufgrund des kommenden Nationalmannschaftsfenster (in der u.a. Qualifikationsspiele für die FIBA EuroBasket 2025 anstehen) und des BBL-Pokalwochenendes (17.2. bis 18.2.2024 in München) liegt der 21. Spieltag innerhalb der Woche. Und eins ist sicher: Wegen der empfindlichen Hinspielniederlage denkt noch niemand an die anstehende Pause. „Als Team leisten wir gerade gute Arbeit und bewegen uns in die richtige Richtung. Wir müssen mit der gleichen Ernsthaftigkeit in die Partie gehen, wie wir sie in der zweiten Halbzeit gegen Ulm gezeigt haben. Wir wollen eine starke Leistung abliefern, bevor wir in den FIBA-Break gehen“, sagt Noah Kirkwood.

Im Hinspiel bekamen die Baskets Tübingens Topscorer Jhivvan Jackson nie in den Griff (27 Punkte). Seitdem bestätigt der Aufbauspieler regelmäßig, dass diese Leistung kein Einzelfall war: Mit 19,8 Punkten pro Spiel ist der US-Amerikaner der aktuell beste Korbjäger der gesamten easyCredit BBL. Jedoch ist aktuell unklar, ob Jackson auch dem Rückspiel seinen Stempel aufdrücken kann. Zuletzt verpasste er ein Spiel aufgrund einer Adduktorenverletzung.

Keine Angst vor großen Namen

Mit fünf Siegen aus 20 Spielen steht Tübingen aktuell auf dem 16. Tabellenrang und somit knapp vor den Abstiegsplätzen. Bemerkenswert ist dabei, dass gleich drei der fünf Siege gegen potentielle Playoff-Teams erfolgten: Neben Bonn besiegten die Tigers auch Oldenburg in eigener Halle (93:84) sowie auswärts Meister Ulm deutlich mit 97:76. Gegen u.a. Crailsheim (Platz 17) und Heidelberg (18.) setzte es dagegen Niederlagen.

Neue Gesichter auf beiden Seiten

Sowohl bei den Baskets als auch Tigers werden im Rückspiel neue Protagonisten eine Rolle spielen: Während Thomas Kennedy im Hinspiel noch verletzt zusehen musste, fehlt nun Benedikt Turudic. Tübingen hat sich indes im Dezember mit Georgios Kalaitzakis verstärkt. Der griechische Flügelspieler wechselte von Panathinaikos Athen zu den Tigern und erzielte seitdem rund 11 Punkte pro Spiel. Im Januar stieß zudem der 2,08 Meter große Center Evan Maxwell zum Team, um die angespannte Personalsituation auf den großen Positionen zu entschärfen. In bislang drei Bundesliga-Spielen kommt Maxwell auf im Schnitt neun Punkte und vier Rebounds.

Moors: „Tübingen versucht zuerst, in der Transition zu spielen. Im Halbfeld gibt es viel Bewegung abseits des Balles, um so Vorteile mit ihren Würfen oder Cuts zum Korb zu kreieren. Für uns ist daher die Transition-Defense wichtig, dass wir körperlich dagegenhalten und wir auf ihre Blöcke und Cuts vorbereitet sind.“

TV-Übertragung

Das Spiel wird live ab 19:45 Uhr auf Dyn übertragen.