Schock für die Telekom Baskets

Das Jahr hätte kaum schlechter für die Baskets enden können. Beim letzten Spiel im Jahr 2004 mussten die Bonner Basketballer eine 69:76-Niederlage (27:22, 13:22, 18:14, 11:18) hinnehmen. Schwerer als der Verlust der beiden Punkte wiegt jedoch die Verletzung von Aleksandar Djuric. Der Bonner Center verdrehte sich in der 36. Minute das Sprunggelenk am linken Fuß. Eine genauere Diagnose wird erst im Laufe des Donnerstags möglich sein. In der Europahalle Karlsruhe zeigten sich die Baskets vor rund 3.000 Zuschauern zu Beginn in guter Verfassung. Geführt von einem glänzend aufgelegten Branko Milisavljevic kontrollierten die Bonner im ersten Viertel das Geschehen auf dem Feld. Der serbische Pointguard war es auch, der per Dreier das 27:22 für sein Team zum Viertelende erzielte. Aus einer guten Verteidigung ergaben sich immer wieder Fastbreakchancen für die Gäste, die dank Oluoma Nnamaka den BBL-Topscorer Narcisse Ewodo gut unter Kontrolle hatten. Im zweiten Viertel verloren die Baskets jedoch zunehmend den Faden. Balazs Simon trug jetzt für Bonn den Ball nach vorne. Er konnte seinen Teamkollegen Milisavljevic vor allem als Scorer an diesem Abend jedoch nicht ersetzen. Karlsruhe erzielte in nur zwei Minuten sieben Punkte zum 27:27-Ausgleich. Bonn zeigte sich zunächst wenig beeindruckt. Gleich zweimal hintereinander drückte Kristaps Janicenoks von der Dreier-Linie ab, wenig später erhöhte Oluoma Nnamaka per Korbleger auf 35:27 (15.). Doch wieder hielt der Vorsprung nur kurze Zeit, denn Rouven Roessler drehte bei der BG jetzt auf. Mit einem Distanzwurf und einem Dunking direkt im Anschluss nach einem Bonner Ballverlust, brachte er sein Team wieder heran (35:35). Danach folgten neun Punkte in Folge von Karlsruhes Etogo Makanda, der sein Team im Alleingang mit einer 44:40-Führung in die Pause schickte. Nach dem Seitenwechsel sahen die Zuschauer ein bis in die Schlussphase enges Spiel, in dem die Baskets zunehmend mit Foulproblemen zu kämpfen hatten. Die Anzeigentafel der Europahalle leuchtete beim Gastteam wie ein Weihnachtsbaum. Hinzu kam eine eklatante Differenz bei den Freiwürfen zwischen beiden Teams. Karlsruhe durfte 34 Mal an die Linie und verwandelte 29 seiner Würfe, während die Baskets gerade einmal elf Freiwürfe erhielten, von den lediglich sechs ihr Ziel fanden. In der 36. Spielminute folgte dann der Schock für die Telekom Baskets. Center Aleksandar Djuric, der bis dahin durchgespielt hatte, zog sich seine Fußverletzung zu und hinterließ am Brett eine kaum zu füllende Lücke. Trotzdem gingen die Baskets durch einen Distanzschuss von Milisavljevic mit einer knappen 69:67-Führung in die letzten zwei Minuten. Es sollten die letzten Punkte für Bonn bleiben. Die Baskets agierten gleich mehrmals zu hektisch und nutzen ihre Chancen nicht. Karlsruhe dagegen verwandelte seine Freiwürfe 28 bis 34 sicher. Der Sieg war den Hausherren nicht mehr zu nehmen.