Serie reißt in Köln

Nach neun Siegen in der s.Oliver BBL mussten die Telekom am Sonntagnachmittag wieder eine Niederlage einstecken. Das Team von Headcoach Predrag Krunic verlor vor rund 15.000 Zuschauern in der Kölnarena gegen RheinEnergie Cologne mit 66:77 (26:16, 12:22, 21:18, 18:10), bleibt jedoch Tabellenführer vor Alba Berlin und dem TSK Bamberg.Knapp 3.000 Baskets-Fans begleiteten ihr Team 25 km rheinabwärts zum brisanten Derby zwischen Bonn und Köln, das diesmal unter dem Motto der Olympia-Bewerbung Rhein-Ruhr 2012 stand. Doch als Herren der Ringe zeichneten sich in der Anfangsphase des Spiel nur die Gastgeber aus. Hellwach in die Partie gegangen, legte das Team von Coach Stephan Baeck einen wahren Blitzstart auf das Parkett. Nach etwas mehr als fünf Minuten lag der Vizemeister bereits mit 15:0 in Führung, auf Bonner Seite lief so gut wie nichts zusammen. Wenig später markierte Kölns Bester, Stephen Arigbabu, per Dreier sogar das 21:5 für RheinEnergie. Die Baskets liefen Gefahr, unter die Räder zu geraten. Nur mühsam fanden die Bonner ins Spiel. Vor allem die Einwechslung von Branko Klepac und Oluoma Nnamaka nach sechs Minuten machte sich positiv bemerkbar. Die Defense wurde endlich aufmerksamer und brachte den Kölner Angriffsmotor zunehmend ins Stocken. Bis zum Ende des ersten Viertels konnte der Rückstand bereits auf zehn Punkte verkürzt werden. Es folgte eine großartige Aufholjagd, die mit zwei Distanzwürfen von Brad Traina aus mehr als acht Metern knapp drei Minuten vor der Pause ihren Höhepunkt hatte. Die Telekom Baskets lagen erstmals in Führung (38:36. 17.). Bei Köln lief in dieser Phase nicht viel zusammen. So hatte Sasa Obradovic, am vergangenen Dienstag im ULEB-Cup gegen das spanische Topteam von Pamesa Valencia noch bester Spieler und Topscorer, bis zur Pause noch keinen einzigen Punkt erzielen können. Nach dem Seitenwechsel war das Spiel ausgeglichen. Mehr als vier Punkte konnte kein Team davon ziehen. Doch mit zunehmender Dauer zeigten sich die Hausherren frischer. Die Turnovers bei den Telekom Baskets häuften sich, vor allem aber kam man nur schlecht mit der jetzt von Köln bevorzugt gespielten Zonenverteidigung zurecht. Aleksandar Nadjfeji, mit 22 Punkten wieder einmal Topscorer bei Bonn, und Terrence Rencher mühten sich nach Kräften, doch gegen die gut eingestellte Verteidigung der Hausherren, fanden sie zu selten ein Mittel. Bonn hatte zwar noch mehrmals die Gelegenheit, wieder an die jetzt auf bis zu acht Punkte enteilten Kölner heran zu kommen, doch die Chancen wurden alle nicht verwertet. Folglich kippte das Spiel in der Schlussphase des letzten Viertel zu Gunsten von RheinEnergie Cologne, die durch den 77:66-Erfolg gegen Bonn den Kontakt zur Spitzengruppe der s.Oliver BBL halten konnten. Baskets-Coach Predrag Krunic zeigte sich wenig zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: Wir haben am Anfang und am Ende schlecht gespielt. Vor allem am Schluss fehlte uns die Konzentration. Ganz anders natürlich die Stimmung von Kölns Trainer Stephan Baeck: : Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft. Wir haben heute speziell in der Verteidigung sehr gut gearbeitet und nur 66 Punkte zugelassen."