Souveräner Sieg gegen Oostende
Die Telekom Baskets Bonn haben am späten Sonntagnachmittag ihr drittes Testspiel der Saisonvorbereitung absolviert. Im Telekom Dome setzte sich die Mannschaft von Headcoach Marko Stankovic deutlich mit 99:61 (29:15, 25:14, 16:18, 29:14) gegen Coretec Oostende aus Belgien durch und feierte damit den zweiten Sieg in der Pre-Season. Kur Jongkuch (Knie) und Tylan Birts (Fuß) pausierten weiterhin.
Von Beginn an überzeugten die Baskets mit hoher Intensität. Auf die frühe Ganzfeldpresse der Belgier (3:7, 3. Minute) fand Bonn schnell Antworten und erspielte sich dank aggressiver Defense und schnellem Abschlüssen in der Zone eine 29:15-Führung nach dem ersten Viertel, in dem Leon Kratzer mit sieben Punkten und fünf Rebounds herausragte. Doch nicht nur der Baskets-Rückkehrer fiel auf: Bonn strahlte als Team durch die Bank weg Gefahr aus, verteilte klug den Ball und setzte sich gegenseitig in Szene.
Auch im zweiten Abschnitt blieben die Telekom Baskets tonangebend. Hoher Druck in der Verteidigung und schnelles Umschaltspiel sorgten für eine zwischenzeitliche 25-Punkte-Führung. Wann immer Bonn einen Rebound oder Ballgewinn erzielen konnte, forderte das Trainer-Trio von der Seitenlinie lautstark, das Tempo durchzudrücken. Zur Halbzeit stand es 53:29. Marcus Foster führte die Baskets mit elf Punkten an, Jeff Garrett und Katzer folgten mit jeweils sieben Zählern.
Nach der Pause kämpfte sich Oostende zunächst mit vier schnellen Dreiern besser in die Partie (58:39, 23.). Die Gäste profitierten dabei von einigen Unkonzentriertheiten und leichtfertigen Bonner Ballverlusten, die jedoch nicht lange anhielten. Bonn stabilisierte sich und fand wieder zurück zu seinem Spiel. Ein sehenswert ausgespielter Fastbreak über drei Stationen – Rebound von Aleksa Kovacevic, schneller Pass auf Patrick Heckmann auf dem Flügel, der den davongeeilten Marcus Foster bediente – setzte den Schlusspunkt hinter das 3. Viertel.
Im Schlussviertel waren Tempo, Kadertiefe und Intensität der Baskets schließlich zu viel für Oostende. Bonn zog weiter davon: Grayson Murphy sezierte mit Behind-The-Back-Pässen die gegnerische Defensive, die Baskets gewannen am Ende souverän mit 99:61.
Alle elf eingesetzten Baskets-Spieler punkteten, sechs davon zweistellig. Foster wurde mit 15 Punkten Topscorer, Garrett und Joel Aminu folgten mit jeweils 13 Zählern. Als Team verteilte Bonn 25 Assists, acht davon gingen auf das Konto von John-Michael Wright, der zudem mit acht Rebounds bester Bonner Rebounder war. Insgesamt dominierten die Baskets das Brett deutlich und entschieden das Rebound-Duell mit 47:21 für sich.
Marko Stankovic (Headcoach Telekom Baskets Bonn):
“Wir sind mit diesem Spiel insgesamt zufrieden. Wir haben einige wichtige Aspekte in unserem Spiel deutlich besser umgesetzt als in den beiden vorherigen Partien, zum Beispiel den allgemeinen Einsatz in der Defensive und das Defensiv-Rebounding. Diese Bereiche waren größtenteils auf einem hohen Niveau. Was wir noch verbessern müssen, ist, dass wir diese sehr guten Spielphasen konstanter abrufen müssen. Wir hatten einen eher schwachen Beginn ins Spiel und auch einen schwachen Start in das dritte Viertel. Solche Phasen müssen wir in der Vorbereitung vermeiden, damit wir die richtigen Gewohnheiten für die Saison entwickeln. Wenn man nach dem Start schnell mit sechs oder sieben Punkten zurückliegt, ist es gegen sehr gute BCL- und BBL-Teams äußerst schwierig, zurückzukommen. Offensiv hatten wir 25 Assists bei nur zehn Ballverluste. Aus meiner Sicht waren fünf dieser zehn Ballverluste absolut unnötig und nicht durch den Gegner erzwungen. Uns hat es in diesen Situationen also ein wenig an Konzentration gefehlt. Wir sehen außerdem, dass wir die Einsatzzeiten sehr gut verteilt haben. Sechs Spieler haben zweistellig gepunktet. Jetzt haben wir morgen einen Tag frei. Danach kehren wir in die Halle zurück und bereiten uns auf eine interessante Reise nach Japan vor.”