Späte Dreier besiegeln erste Auswärtsniederlage

NYP Braunschweig - Telekom Baskets Bonn 77:66 (24:21, 13:19, 15:17, 25:9)

Ryan Brooks brachte viele Impulse von der Bank, konnte den Einbruch im letzten Viertel jedoch auch nicht verhindern. Foto: Beko BBL

Die makellose Auswärtsserie der Telekom Baskets Bonn in der Beko Basketball Bundesliga ist gerissen. „Dank“ eines schwachen letzten Viertels, das mit 9:25 verloren ging, kassierte die Truppe von Headcoach Mathias Fischer in Braunschweig eine 66:77-Niederlage.

Die Baskets suchten von Beginn an aggressiv den Weg ans Brett, was sich gleich im ersten Angriff durch einen erfolgreichen Abschluss von Jamel McLean auszahlte. Mit zunehmendem Verlauf tendierten beide Teams jedoch mehr und mehr dazu, sich Würfe von jenseits der 6,75 Meter-Linie zu erarbeiten. Sowohl Bonn als auch Braunschweig versenkten im ersten Viertel gleich drei Dreier (24:21, 10. Minute).

Mit einem 12:3-Lauf eröffneten die Schützlinge von Trainer Mathias Viertel den zweiten Abschnitt. Den Zwischenspurt wussten die Hausherren lediglich mit einer taktischen Auszeit zu stoppen, die Bonn den aufgenommenen Rhythmus nehmen sollte (27:33, 15. Minute). Die Rechnung von Phantoms-Trainer Raoul Korner ging auf, was dazu führte, dass die Differenz binnen kürzester Zeit immer geringer wurde. Als Isaiah Swann langsam auf Betriebstemperatur kam und sieben Zähler in Folge für Braunschweig markierte, schien das Momentum zu kippen. Bonn bewies jedoch Nervenstärke und hielt an ein knappen Führung fest (37:40, 20. Minute).

Auch nach dem Seitenwechsel kamen die Telekom Baskets besser aus den Startblöcken und kratzten schon bald an der ersten zweistelligen Führung der Begegnung, die nach einem Wurf von Benas Veikalas endlich Realität wurde (37:48, 24. Minute). Es passte allerdings zum bisherigen Spielverlauf, dass die Okerstädter ihrerseits mit einem 10:0-Lauf zurückschlugen und den Spieß sprichwörtlich umdrehten (46:48, 27. Minute). Eine Bonner Auszeit samt klarer, zielgerichteter Worte von Mathias Fischer später agierte Bonn wieder mit dem nötigen Fokus - besonders defensiv - der den Phantoms den Wind aus den Segeln nahm (52:57, 30. Minute).

Hatten bis dahin immer die Telekom Baskets gut ins ein Viertel hineingefunden, war es im Schlussabschnitt an den Gastgebern, sechs schnelle Zähler auf die Anzeigetafel zu bringen - und damit den nächsten Führungswechsel (58:57, 34. Minute). Die Baskets, denen vielleicht noch das schwere Auswärtsspiel am vergangenen Mittwoch im spanischen Saragossa (Eurocup) in den Knochen steckte, wirkten jetzt nicht mehr frisch und verloren in der Offensive den Rhythmus.

Bonn blieb über fünf Minuten ohne Treffer aus dem Feld und musste bis dahin mit zwei Freiwürfen von Ryan Brooks auskommen, ehe Tony Gaffney in der Zone vollstreckte (58:61, 36. Minute). Das nächste Dutzend Punkte produzierten Swann und Co. allesamt per Dreier - diese vier Genickschläge steckte Bonn auf der Zielgeraden nicht mehr weg (70:65, 39. Minute). Zwar stemmte sich die Fischer-Truppe nach dem Doppelschlag von Aaron Doornekamp sowie den Treffern durch James Florence und Swann mit allen Mitteln gegen die drohende Niederlage, doch die Niedersachsen hatten sich genügend Selbstvertrauen erspielt, um den Vorsprung über die Zeit zu bringen.


Mathias Fischer (Trainer Telekom Baskets Bonn):

"Herzlichen Glückwunsch an Braunschweig. Sie haben eine gute Partie gespielt und wichtige Würfe getroffen, die uns das Genick gebrochen haben. Wir hatten das Spiel eigentlich gut unter Kontrolle und zwischenzeitlich mit elf Punkten geführt. Allerdings haben wir gegen Ende unsere Systeme gegen die Zonenverteidigung schlecht durchlaufen und uns so selbst den Rhythmus genommen. So kam eins zum anderen und deshalb hat Braunschweig den Sieg auch verdient."

Raoul Korner (Trainer NYP Braunschweig):

"Das war heute ein extrem wichtiger Sieg nach einer schwierigen Phase, die wir in den letzten Wochen durchlaufen haben. Der Sieg war wichtig für unser Selbstvertrauen. Mitte des dritten Viertels sah es nicht danach aus, dass wir das Spiel gewinnen könnten. Aber wir haben Charakter bewiesen und sind mit Einzelaktionen zurückgekommen, an denen sich dann die gesamte Mannschaft aufgerichtet hat. Wir haben am Ende wichtige Würfe getroffen und gute Rebounds geholt. Dabei möchte ich Aaron Doornekamp hervorheben, der in der Schlussphase hinten wie vorne einen sehr guten Job gemacht hat. Aber wir haben als ganzes Team vor allem im letzten Viertel defensiv sehr gut agiert und mit schwierigen verwandelten Würfen den Sieg eingefahren. Sicherlich muss man auch die Doppelbelastung von Bonn berücksichtigten, die am Ende etwas müde wirkten."


Telekom Baskets Bonn:

McCray (5/1 Dreier), Looby (9), Veikalas (10), Brooks (13/1), Mangold (3/1), Jordan (5/1, 6 Assists), Wolf (dnp), Koch (dnp), Gaffney (14, 7 Rebounds), Wachalski (0), McLean (7)

NYP Braunschweig:

Swann (23/3, 8 Rebounds), Kulawick (2), Zazai (0), Visser (13, 7 Rebounds), Florence (16/3), Doornekamp (12/4, 10 Rebounds), Johnson (dnp), Pluskota (dnp), Wenzel (dnp), Wessels (dnp), McElroy (9/1), Kadji (2)


Die nächsten Heimspiele der Telekom Baskets Bonn

So., 15. Dezember 2013 - 17:00 Uhr - Beko BBL
Telekom Baskets Bonn - medi Bayreuth (Beko BBL)

Mi., 18. Dezember 2013 - 19:30 Uhr - Eurocup
Telekom Baskets Bonn - Virtus Rom (Eurocup)

Do., 26. Dezember 2013 - 17:00 Uhr - Beko BBL
Telekom Baskets Bonn - TBB Trier (Beko BBL)



Der Beko BBL ALLSTAR Day am 18. Januar 2014 in Bonn

Am Samstag, den 18. Januar 2014, ist der Telekom Dome in Bonn zum zweiten Mal Schauplatz des Beko BBL ALLSTAR Day. Programmpunkte an diesem Tag, „der die zahlreichen Facetten dieser begeisternden Sportart in komprimierter Form abbildet“, wie es Beko BBL-Geschäftsführer Jan Pommer formulierte, sind das Beko BBL ALLSTAR Game, bei dem die besten nationalen und internationalen Korbjäger der Liga ihre Kräfte messen, der Dunking- und Drei-Punkte-Contest sowie das NBBL ALLSTAR Game mit den Top-Talenten aus der Nachwuchs Basketball Bundesliga (NBBL). Wie in den vergangenen Jahren auch wählen die Fans der Beko BBL wieder die Startformationen der beiden Teams.