Spiel gedreht: Starke zweite Halbzeit führt zum Sieg

s.Oliver Würzburg - Telekom Baskets Bonn: 73:83

Foto: Viktor Meshko

Key facts: 

  • Der Wendepunkt: viertelübergreifend legten die Baskets einen 29:3-Lauf aufs Parkett
  • Ausgeglichen: vier Baskets-Spieler punkteten zweistellig, Coach Will Voigt setzte alle 12 Spieler ein
  • Momentaufnahme: mit dem Sieg schieben sich die Baskets wieder auf Tabellenrang 12 vor, punktgleich mit Göttingen
  • Starke Bank: 39 der 83 Bonner Punkte wurden durch Bankspieler erzielt 

Der Spielbericht Nach seiner Verletzungspause kehrte Chris Babb direkt in die Starformation zurück und begann das Spiel zusammen mit Alex Hamilton, TJ DiLeo, Isaiah Philmore und Leon Kratzer. Es war jedoch ein Ex-Bonner, der die ersten Minuten bestimmte: Flo Koch führte Würzburg eigenhändig zu einer 0:5-Führung (2. Minute). Auf der Gegenseite erzielte Leon Kratzer per Dunking die ersten Zähler für sein Team (2:5, 2.). Bonn fand früh zu guten Wurfchancen in Korbnähe und versuchte wiederholt Center Kratzer in Szene zu setzen, der sechs seiner insgesamt acht Punkte in den ersten fünf Minuten erzielte (10:13, 5.). Anschließen kam jedoch die gute Offensive zum Erliegen. Gleichzeitig ließen die Baskets in der Defense zu viele leichte Punkte zu, wodurch sich Headcoach Will Voigt zu einer Auszeit gezwungen sah (7.) Mit einem 7:0-Lauf glichen sie das Spiel anschließend aus, gingen jedoch mit einem knappen 21:24-Rückstand ins zweite Viertel. Doch auch hier verteidigte Bonn weiterhin zu nachlässig und wurde ein ums andere Mal zu leicht ausgespielt. Auch die Offensive wurde mit fortschreitendem Spielverlauf immer statischer. Würzburg nutzte die schwache Baskets-Phase aus, um bis auf 32:44 (19.) davonzuziehen, ehe es mit elf Zählern Vorsprung in die Halbzeitpause ging (36:47, 20.). Coach Will Voigt appellierte in der Pause an die Ehre und den Willen der Baskets – das fruchtete: Zwar erzielte Würzburg die ersten fünf Zähler nach dem Seitenwechsel (36:52, 22.), dann spielten jedoch nur noch die Baskets! Mit einem 25:3-Lauf fegte Bonn über das Parkett und fand mit Jalen Hudson den richtigen Mann zur richtigen Zeit (61:55, 30.). Als Ersatz für den foulbelasteten Babb nahm der 24-Jährige das Heft in die Hand und erzielte acht seiner insgesamt 14 Punkte im dritten Viertel. Der Grundstein für den Wendepunkt im Spiel wurde jedoch in der Defense gelegt: Mit deutlich mehr Einsatz und Intensität machten die Telekom Baskets die Räume unter dem Korb dicht und konnten so wiederholt erfolgreich ins Umschaltspiel starten. Auch im Schlussviertel hielt der Lauf weiter an und brachte den Baskets die erste zweistellige Führung des Spiels ein (65:55, 32.). Von nun an hatten die Gäste die Partie vollends unter Kontrolle, verpassten aber ihre Chancen, auch den direkten Vergleich für sich entscheiden zu können. So konnte Würzburg den Rückstand zwar immer wieder in den einstelligen Bereich drücken, ohne den Bonner 83:73-Sieg jedoch noch ernsthaft zu gefährden. Am kommenden Mittwoch treten die Baskets abermals auswärts bei den Basketball Löwe Braunschweig an. Das Spiel wird in der BonnLive Baskets Carena am Telekom Dome live übertragen. Tickets sind hier erhältlich >>> Stimmen zum Spiel Will Voigt (Headcoach Telekom Baskets Bonn): "Wir haben in der Pause in der Kabine darüber gesprochen, wie wir auf die widrigen Umstände reagieren wollen. In der ersten Halbzeit hat die Einstellung nicht gestimmt, wir haben uns von Kleinigkeiten viel zu sehr beeinflussen lassen. Im dritten Viertel hat Chris Babb dann gleich sein viertes Foul bekommen, und das war für mich der Moment, an dem sich entscheidet, ob wir aufgeben oder kämpfen. Meine Spieler haben nicht aufgegeben, und das Resultat hat man dann gesehen." Denis Wucherer (Headcoach s.Oliver Würzburg): "Unsere erste Halbzeit war ganz ok - der Ball ist gelaufen und wir haben vernünftig verteidigt. Das dritte Viertel war dann schwierig, vor allem die Entscheidungsfindung. Da fehlt uns vielleicht auch etwas Substanz und Qualität, denn so richtig viel ist uns da nicht mehr eingefallen. Bonn hat etwas aggressiver verteidigt, aber das war auf einem Niveau, gegen das man eigentlich ankämpfen und Lösungen finden müsste. Wir hoffen, dass Rob Lowery als Führungsspieler vielleicht in ein bis zwei Wochen zurückkommen und uns wieder mehr Stabilität geben kann. Vielleicht hätte Julius Böhmer heute länger spielen müssen, weil er es gut macht und nicht so viel nachdenkt wie die anderen, die dann schwierige Entscheidungen treffen. Aber auch auf anderen Positionen hatten wir Jungs, die nicht das abgeliefert haben was wir brauchen, um eine Chance zu haben, in der BBL Spiele zu gewinnen." Punkteverteilung Telekom Baskets Bonn: Hamilton (11 Punkte), Pollard (4/1 Dreier), Thompson IV (10 Punkte, 7 Rebounds), Micovic (9), Hudson (14/2), Babb (13/2), DiLeo (2), Binapfl (0), Kratzer (8), De Oliveira (4), Philmore (9/1), Lukosius (0) s.Oliver Würzburg: Jones (6), Ward (8), Böhmer (6), Obiesie (2), Albus (4), Koch (16), Hunt (9), Weitzel (8), Holloway (14), King (0) ausführliche Statistik >>>