Starker Schlussspurt der Telekom Baskets

Einen wichtigen Schritt in Sachen Playoffs machten die Telekom Baskets an diesem Samstagabend. Durch einen am Ende überzeugend heraus gespielten 88:73-Sieg über BS Energy Braunschweig haben die Bonner in der Bundesliga nun 26:10 Punkte und belegen damit den dritten Tabellenplatz hinter Meister Berlin und dem Überraschungsteam aus Oldenburg.Noch nie hatte ein Team aus Braunschweig in der Hardtberghalle gewinnen können und auch beim elften Anlauf seit 1996 gingen die Niedersachsen leer aus. Dabei lief es zu Beginn durchaus viel versprechend für die Gäste. Ohne den durch eine Bronchitis geschwächten Aleksandar Capin gestartet, vergaben die Bonner die einfachsten Chancen, während das Team von Coach Ken Scalabroni in drei Minuten auf 8:0 davon ziehen konnte. Prompt rief Predrag Krunic seine Spieler zur ersten Auszeit. Die schnelle Standpauke zeigte Wirkung. Das Spiel der Baskets verlor seine Hektik. Geführt vom eingewechselten Capin verkürzten die Hausherren den Rückstand Punkt für Punkt. Pünktlich zum Viertelende brachte der wieder einmal glänzend aufspielende Aleksandar Nadjfeji sein Team erstmals in Führung (20:19). Die Partie war nun völlig offen. Gute Aktionen im Bonner Angriff wurden durch Nachlässigkeiten in der Defense allzu oft ausgeglichen, so dass Braunschweig bis zur 25. Minute im Spiel blieb. Auch deshalb, weil Spielmacher Demond Mallet ein großen Tag erwischte und insgesamt 32 Punkte für sein Team erzielen konnte. Zwei Dreier von Capin in der Mitte des dritten Viertels läuteten einen 14:5-Lauf und damit den Siegeszug der Baskets ein. Vier Freiwürfe durch Oluoma Nnamaka und der zweite erfolgreiche Drei-Punkt-Wurf von Neuzugang Djordje Djogo ließen die Bonner zum Ende des dritten Viertels auf 70:59 davon ziehen. In den letzten zehn Minuten sollte nichts mehr anbrennen. 80 Sekunden vor Schluss hatten die Baskets ihre Führung bis auf 18 Punkte ausgebaut (87:69), Am Ende stand es 88:73 für die Gastgeber, bei denen Aleksandar Nadjfeji (21 Punkte) und Rimantas Kaukenas (20 Punkte) heraus ragten. Kaukenas auch deshalb, weil er über weite Strecken den Spielaufbau für den kranken Capin übernehmen musste. Ebenfalls stark: Altron Jackson mit elf und Oluoma Nnamaka mit zehn Zählern. Beide überzeugten außerdem mit jeweils neun Rebounds. Baskets-Coach Predrag Krunic: "Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft. Aber wir müssen in den nächsten Wochen nach vorne schauen und weiter konzentriert an uns arbeiten." Braunschweigs Trainer Ken Scalabroni: "Ich bin enttäuscht. Man hat heute deutlich gemerkt, wie wichtig Joakim Blom für uns ist. Trotzdem muss ich Bonn zu der sehr guten und geschlossenen Mannschaftsleistung gratulieren. Sie konnten in den entscheidenden Situationen nach der Halbzeit einfach mehr zulegen als wir."