Start-Ziel-Sieg: Bonn gewinnt in Hamburg

Hamburg Towers - Telekom Baskets Bonn: 73:85

Foto: Dennis Fischer

Key facts:

  • Defense: Bonn zwang Hamburg zu 22 Ballverlusten
  • Teamplay: Fünf Baskets-Spieler punkteten zweistellig
  • Verletzungsupdate: Tyson Ward pausierte aufgrund einer Knieverletzung
  • Tabellenrennen: Mit dem Erfolg zogen die Baskets bei den gewonnenen Spielen mit Tabellenführer FC Bayern gleich, haben jedoch eine Niederlage mehr als die Münchner. So verbleibt Bonn vorerst auf dem zweiten Platz

Der Spielbericht: Tuomas Iisalo vertraute erneut der Starting-Five, die bereits gegen Crailsheim und München erfolgreich ins Spiel startete: Parker Jackson-Cartwright, Karsten Tadda, Jeremy Morgan, Javontae Hawkins und Saulius Kulvietis. Bonn fand nicht nur schnell in die Partie, sondern auch wiederholt seinen litauischen Schützen Kulvietis, der mit drei Dreipunktewürfen in Folge großen Anteil am 11:5-Start der Baskets hatte (5. Minute). Die Baskets erspielten sich durch hohes Tempo viele gute Chancen und waren auch von der ersten Minute an mit viel Energie bei der Sache. Stellvertretend für den gezeigten Einsatz: Mike Kessens! Der Center ackerte am Brett, erzielte sechs Punkte in Serie und sicherte sich wichtige Rebounds (21:14, 9.). Generell waren die Baskets im 1. Viertel bei den Rebounds überlegen und sicherten sich gleich acht Offensiv-Rebounds. Jackson-Cartwright erzielte von der Freiwurflinie das 24:14 (10.) und brachte sein Team pünktlich zum Viertelende erstmals mit zehn Punkten in Führung. Im zweiten Viertel bauten die Telekom Baskets ihren Vorsprung sogar aus (35:21, 15.) und schienen die Partie im Griff zu haben. Doch Hamburg fand mit einem 8:0-Lauf zurück ins Spiel, auch, weil Bonn zu leichtfertig mit seinen Chancen umging und zu wenig aus den gut herausgespielten Würfen machte – Auszeit Tuomas Iisalo (35:29, 17.). Aus dieser kamen die Baskets wiedererstarkt zurück und erspielten sich durch ein wichtige And-1 von Hawkins zur Halbzeit die zweistellige Führung zurück (43:33, 20.) Auch nach der Pause hatte die Baskets nichts von ihrer Korbgefährlichkeit eingebüßt – im Gegenteil: Obwohl Hamburgs Defensive sich darauf konzentrierte, die Kreise von "PJC" zu beschneiden, erzielte der Point Guard sieben Punkte im dritten Spielabschnitt. Darüber hinaus ließ die Mannschaft von Coach Iisalo derart gut den Ball durch die eigenen Reihen laufen, dass immer ein anderer Bonner offen und erfolgreich zum Wurf kam. So rettete Hawkins den Ball vor dem Aus und passte in einer Bewegung den Ball auf den völlig freien Justin Gorham, der seinen Dreier zur höchsten Führung des Spiels traf (66:46, 29.). Mit 15 Punkten Vorsprung ging es anschließend ins Schlussviertel (66:51, 30.). Dort präsentierten sich die Baskets erneut als die bessere Mannschaft und waren kurz davor, den alten 20-Punkte-Vorsprung wiederherzustellen: Erst sicherte sich Jackson-Cartwright durch einen gutgetimten Steal den Ball, wurde dann unsportlich gefoult, traf anschließend einen Freiwurf und setzte direkt per Korbleger nach (78:59, 35.). Die Vorentscheidung? Nicht ganz! Hamburg rappelte sich noch einmal auf und startete mit einem 9:0-Lauf eine letzte Aufholjagd. Knapp vier Minuten gelangen den Telekom Baskets keine Punkte (78:68, 29.). Beide Teams wussten: Auch wenn das Spiel vermeintlich schon entschieden war, ging es an diesem Abend auch um den direkten Vergleich (Hamburg gewann das Hinspiel mit 12 Punkten Unterschied). Nachdem Hamburg Bonns Vorsprung kurzzeitig sogar auf 80:71 (29.) drücken konnte, hatte Bonn beim Stand von 82:73 noch 14 Sekunden Zeit, für den letzten Angriff. Skyler Bowlin dribbelte die Spieluhr herunter, nahm mit Ablauf der Zeit von der Dreierlinie Maß und traf zwei Sekunden vor Spielende den Dreier zum 85:73-Enstand. Stimmen zum Spiel  Tuomas Iisalo (Headcoach Telekom Baskets Bonn): "Hamburg ist für uns einer der schwierigsten Gegner, ich habe großen Respekt vor Coach Pedro Calles und seiner Arbeit. Schon immer, nicht nur in dieser Saison. Der Schlüssel des Spiels war heute klar, welches Team kann mehr Vorteile in der Offensive ziehen und aus Turnovern oder offensiven Rebounds Punkte kreieren. Beide Teams haben mit enormer Energie gespielt. Es war ein gelungener Abend, weil wir in der Lage waren, 22 Ballverluste zu erzielen. Ich bin sehr froh darüber, mit welcher Performance wir diese Woche überstanden haben und, dass sich die Teamchemie damit weiterentwickelt." Pedro Calles (Headcoach Hamburg Towers):  "Glückwunsch an Bonn und Coach Tuomas Iisalo zu einer überragenden Saison und dem verdienten Sieg heute. Bonn hat seine Vorteile von Anfang an gut ausgespielt und hat das gesamte Spiel damit kontrolliert. Den dadurch entstandenen 10-Punkte-Rückstand konnten wir über die gesamten 40 Minuten nicht effizient verringern. Wir haben uns bei den Rebounds einen harten Kampf geleistet, 22 Ballverluste sind allerdings sehr schmerzhaft. Wir haben uns damit die Chance genommen, in der Offensive Punkte zu kreieren. Ich will meinen Jungs Credits geben – wir spielen gerade nicht nach unseren Möglichkeiten und haben den Rhythmus noch nicht wiederfinden können. Sie haben jedoch heute in jeder Sekunde gekämpft, und das verlange ich von meinen Spielern." Punkteverteilung Telekom Baskets Bonn: Gorham (5 Punkte/1 Dreier), Kessens (11), Tadda (2), Kulvietis (14/4, 8 Rebounds), Bowlin (8/2), Hawkins (10/1), Morgan (13/3), Kratzer (0), Jackson-Cartwright (22/1, 4 Steals) Hamburg Towers: Brown, J. (4), Brown, Z. (5), DiLeo (0), Homesley (14), Meisner (19), Christen (0), Kotsar (10), Hinrichs (6), Edigin (0), Hollatz (15), Rich (dnp) Statistik >>>

Die nächsten Heimspiele

Freitag, 18.03.2022, 19:00 Uhr

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Samstag, 02.04.2022, 20:30 Uhr

Telekom Baskets Bonn vs. MHP RIESEN Ludwigsburg - Tickets >>