TEAM

Fast schon ein Bild mit Symbolcharakter: Während auf der Großbaustelle der neuen Basketshalle die ersten Elemente für die künftige Fan-Tribüne eingebaut werden, fiebern die Fans der Telekom Baskets der letzten Play-off-Saison in der Hardtberghalle entgegen. Wie schon vor einem Jahr kommt der Gegner im Viertelfinale aus Bamberg, doch damit sind auch schon fast alle Gemeinsamkeiten mit der letzten Spielzeit aufgezählt, denn diesmal kam das Bonner Team nicht mit einer Niederlage, sondern mit einem überzeugendem 58:69-Sieg vom ersten Spiel der Serie Best-of-Five aus Franken zurück. Ein Wort war nach dem starken Auftritt der Baskets in Bamberg in aller Munde: TEAM. Es macht einfach Spaß in dieser Truppe zu spielen. Jeder kämpft für jeden und alle hängen sich rein. Wohin das führt haben wir in dieser Saison jetzt schon dreimal gegen Bamberg gezeigt, erklärt Baskets Pointguard Jason Gardner. Sein Coach Michael Koch kann ihm da nur beipflichten: Wir haben sicher nicht die besten Einzelspieler, aber als Team haben wir eine sehr hohe Qualität. Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Sie hat sich genau im richtigen Moment hervorragend präsentiert. Bezeichnend, dass Koch am vergangenen Montag in Bamberg keine Spielzüge oder Angriffsysteme auf die Tafel in der Mannschaftskabine malte, sondern lediglich vier Buchstaben: TEAM. Eine ähnlich hervorragende Vorstellung wie in Bamberg wird nötig sein, um den in Franken erkämpften Heimvorteil vor den Augen der heimischen Fans zu verteidigen. Bamberg muss jetzt mindestens ein Spiel bei uns gewinnen. Sie werden daher bereits am Donnerstag alles in die Waagschale werfen, um sich den Vorteil zurückzuholen. Da müssen wir hellwach sein und vor allem cool bleiben, warnt Bonns Forward Jason Conley, der am Sonntag mit 19 Punkten und neun Rebounds eine klasse Leistung bot. Von einem möglichen Einzug ins Halbfinale mag unterdessen im Bonner Lager noch niemand sprechen. Wir haben ein Spiel gewonnen, mehr nicht. Sollte am Donnerstag ein Zweites dazu kommen, stehen die Chancen allerdings gar nicht so schlecht, stapelt Jeff Schiffner ein wenig tief. Wir müssen noch härter verteidigen und noch besser treffen; vor allem unsere Freiwürfe. Dort lag in Spiel eins die größte Achillesferse im Bonner Spiel, denn gleich 19 Bonuswürfe wurden von den Baskets nicht verwandelt. Ein Blick auf die Statistik beruhigt dagegen nur auf den ersten Blick: Sieben Mal begangen die Baskets eine Play-off-Serie mit einem Sieg, sechs Mal kam Bonn eine Runde weiter. Das erste Mal als Aufsteiger im Halbfinale 1997 gegen Bamberg (3:0). Nur ein einziges Mal ging eine Serie trotz Auftaktsieg noch verloren: 2003, ebenfalls gegen Bamberg (1:3). Das mit Spannung erwartete zweite Spiel der Serie startet am Donnerstag, 24.05.07, um 19.35 Uhr in der Bonner Hardtberghalle. Resttickets gibt es noch an den Baskets-Vorverkaufsstellen von Bonnticket. Ca. 200 Karten werden zusätzlich an der Abendkasse bereitgestellt. Der TV-Sender Premiere und Radio Bonn/Rhein-Sieg berichten live.