Teamplay führt zum Auftaktsieg

Telekom Baskets Bonn - Mitteldeutscher BC 83:76 (24:18, 24:20, 15:20, 20:18)

Koch startete mit einer Formation um Chris Ensminger, Jared Jordan, Benas Veikalas, Robert Vaden und Patrick Ewing jr. in die Partie. Letzterer markierte auch die ersten Zähler der Begegnung und gab damit den Startschuss für einen frühen Lauf der Gastgeber (9:2, 3. Minute). Weißenfels stellte defensiv früh auf eine Ball-Raum-Deckung um, fing sich aber umgehend einen Dreier von Robert Vaden (16:6, 6. Minute). Bonn ließ den Ball gut durch die eigenen Reihen laufen und verhinderte so, dass der MBC ernsthaft verkürzen konnte (24:18, 10. Minute). Die Baskets machten im zweiten Durchgang mit uneigennützigem Teamplay weiter und bauten so den Vorsprung abermals in den zweistelligen Bereich aus (34:23, 14. Minute). Vor allem die erfolgreichen Treffer von jenseits der Dreierlinie setzten den Gästen herbe zu - Bonn versenkte in den zehn Minuten vor der Pause vier von sechs Distanzwürfen (48:38, 20. Minute). Der dritte Durchgang gehörte den Gästen, die langsam aber sicher ein Mittel gegen Bonns Offensivmaschinerie gefunden zu haben schienen. Hinten hielt Weißenfels gemeinschaftlich zusammen, vor schulterte Forward Steve Wachalski den Großteil der Verantwortung. Die Baskets konnten sich zwar mit Dreiern von Vaden und Jared Jordan zwischenzeitlich etwas Luft verschaffen (58:50, 28. Minute), das änderte jedoch nichts daran, dass der MBC seine Comeback-Chance witterte (63:58, 30. Minute). Bonn hielt dagegen, konnte das Momentum aber nicht vollständig zurück auf die eigene Seite bringen. Weißenfels drückte und glich nach einem Freiwurftreffer von Kelly Beidler erstmals seit den Anfangsminuten wieder aus (67:67, 34. Minute). Koch vertraute weiterhin seiner zweiten Fünf - und sollte diese Entscheidung nicht bereuen. Fabian Thülig und Kyle Weems versenkten jeweils einen Dreier und zwangen MBC-Coach Silvano Poropat damit zu einer Auszeit (75:69, 36. Minute). Weems blieb der Mann des Augenblicks, wurde von seinen Mitspielern immer wieder gesucht, gefunden und traf dabei hochprozentig (79:73, 38. Minute). Den Gästen ging langsam aber sicher die Zeit aus, weswegen Poropat taktische Fouls anwies, um die Uhr anzuhalten und zusätzliche Ballbesitze zu generieren. Weems und Co. zeigten sich davon unbeeindruckt und ließen sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen - was von den 5.420 Zuschauern im Telekom Dome mit frenetischem Jubel gewürdigt wurde. Michael Koch (Trainer Telekom Baskets Bonn): „Ich bin mit unserer ersten Hälfte sehr zufrieden. Der Start ins dritte Viertel war nicht gut, da haben wir unseren Rhythmus verloren. Nach hinten raus mussten wir uns deutlich steigern, was uns dann auch tatsächlich gelungen ist. Es ist uns gelungen, am Ende die Kombination an Spielern auf dem Feld zu haben, die für uns in dieser Situation am besten funktioniert hat.“ Silvano Poropat (Trainer MBC): „Gratulation an Michael Koch und seine Mannschaft vor einer wunderschönen Kulisse. Wir haben am Anfang sicher zu viel Respekt gehabt, konnten in der zweiten Hälfte aber das Tempo aus dem Spiel nehmen und Bonn damit stören. Am Schluss haben wir uns einige Leichtsinnsfehler geleistet, dazu haben die Dreier von Thülig und Vaden die Partie entschieden.“ Telekom Baskets Bonn: McCray (4), Ensminger (6), Veikalas (9/2 Dreier), Ewing jr. (10), Mangold (3/1), Thülig (6/2), Jordan (10/1, 8 Assists), Weems (20/2), Vaden (8/2), Wohlfarth-Bottermann (7) Mitteldeutscher BC: Beidler (11/1), Curry (4), Schwarz (9/3), Pantelic (5), Vilhjalmsson (11/3), Leutloff (2), Lange (1), Wachalski (20/1), Timberlake (6), Uskoski (7)