Teamplay und Tempo führen zum ersten Testspielsieg

Telekom Baskets Bonn – Baskets Paderborn: 94:58

Foto: Jörn Wolter

„Insgesamt bin ich zufrieden mit dem ersten Test nach zwei Wochen. Das zweite Viertel war nicht so gut, aber wir haben nach der Halbzeitpause eine Reaktion gezeigt. Unsere Intensität war nicht von Anfang an da, das müssen wir besser machen. Als Trainer will man natürlich gleich, dass alles richtig gemacht wird, aber man muss verstehen, dass heute zehn Jungs auf dem Feld standen, die alle verschiedene Backgrounds und zuvor offensiv wie defensiv andere Systeme gespielt haben. Damit alle auf derselben Linie sind, brauchen wir noch etwas mehr Zeit“, sagte Baskets-Headcoach Roel Moors nach dem Spiel.

Bonn startete mit hohem Tempo ins erste Viertel, das sogleich deutlich mit 31:19 an die Gastgeber ging. Früh fiel bei den Baskets die physische Gangart und der Wille auf, den Extrapass zu spielen. Wie in einem Testspiel üblich verteilte Coach Moors die Spielzeit von Beginn an gleichmäßig, sodass am Ende sämtliche zehn einsatzbereiten Spieler zwischen rund 15 und 28 Minuten auf dem Feld standen. Auch Baskets-Doppellizenzler Leon Bulic, der auch bei Kooperationspartner Dragons Rhöndorf für die ProB eingeplant ist, setzte seine 2,11 Meter Körpergröße effizient unterm Korb ein, traf aber auch von außen.

Im zweiten Viertel stimmte in der Defensive nicht immer die Abstimmung, Paderborn fand in der Folge besser ins Spiel, während bei den Baskets auch Pech im Abschluss hinzukam. Das neue Bonner Point-Guard-Duo aus Glynn Watson (7 Punkte, 6 Assists) und Harald Frey (8 Punkte, 8 Assists) fand einen guten Mix aus Vorlagen und eigenen Abschlüssen. Beim Stand von 46:39 ging es in die Halbzeitpause.

Nach dem Wechsel lief es offensiv und defensiv besser für die Bonner Baskets, die nun hohen Druck ausübten und Ballverluste forcierten. Spätestens im Schlussviertel liefen die Telekom Baskets Bonn ihren Gegenspielern davon und ließen in der Verteidigung nur vier Punkte zu. Für die Highlights des Spiels sorgten unter anderem Flo Koch, der an alter (und neuer) Wirkungsstätte im Fastbreak den Ball hinter seinem Rücken per Bodenpass auf Bulic spielte, der per And-1 abschloss, und Savion Flagg, der, ebenfalls im Fastbreak wiederholt per Alley-Oop abschloss. Weitaus wichtiger als das Endergebnis waren jedoch die gewonnenen Erkenntnisse für Trainer und Spieler und ein weiterer Entwicklungsschritt fürs das neu zusammengestellte Baskets-Team.

Scoring

Telekom Baskets Bonn:

Flagg (10 Punkte, 5 Rebounds), Griesel (9, 5 Rebounds), Watson (7, 6 Assists), Frey (7/2 Dreier, 8 Assists), Fobbs (12), Koch (9/2), Bulic (8/1, 4 Rebounds), Pape (12, 5 Rebounds), Sengfelder (14/1, 4 Rebounds), Turudic (5, 7 Rebounds)

Gartenzaun 24 Baskets Paderborn:

Yenor (6), Bruce (9), Ridder (0), Cooper (9), Lane (15), Anbinder (0), Mayer (3), Walz (6), Marty-Decker (4), Lagerpusch (0), Roche (6)