Telekom Baskets gewinnen Testspiel gegen Frankfurt

Viel Spielzeit für junge Bonner Garde

Simonas Lukosius erzielt zwei seiner insgesamt elf Punkte. Foto: Wolter

Key facts:

  • Alex Hamilton konnte noch nicht eingesetzt werden: Dem Baskets-Neuzugang musste eine durch einen Insektenstich entstandene Entzündung am Bein durch einen kleinen operativen Eingriff entfernt werden
  • Bei Frankfurt fehlten sowohl Matt Mobley als auch Konstantin Konga
  • Höchste Führung: +22 (81:59)
  • Beide Mannschaften verteilten die Minuten ausgeglichen. Bonn setzte 14 Spieler ein, Frankfurt elf
  • Bonn traf 65 Prozent (22 von 34) seiner Zweier- und 48 Prozent seiner Dreierversuche (10 von 21)

Spielbericht Im ersten Viertel verfolgten beide Teams unterschiedliche Ansätze, um zu Punkten zu kommen. Baskets-Trainer Will Voigt ließ von Beginn an eine große Rotation spielen, die Frankfurt mit wechselnden Defensiv-Varianten unter Druck setzte. Während die Baskets in ihrer fast schon gewohnten Art den Korb attackierten (10 von 12 erfolgreiche Zweier im ersten Viertel), fokussierten sich die Skyliners auf Distanzwürfe, die sie ebenfalls hochprozentig trafen (4 von 9 , 44 Prozent). So spielte Bonn eine 20:17-Führung (7. Minute) heraus, die mit einem 11:2-Lauf bis zum Viertelende sogar noch ausgebaut werden konnte (31:19, 10.). Auch im zweiten Viertel kontrollierten die Gastgeber das Geschehen und nutzen nun ihre Chancen an der Dreierlinie. Trafen die Baskets im ersten Viertel nur einen von zwei Dreierversuchen, ließen Simonas Lukosius, Isaiah Philmore, TJ DiLeo sowie Chris Babb vier Distanztreffer bei weiteren neun Versuchen folgen (40:28, 14.). Für das Highlight der ersten Halbzeit sorgte dann Xavier Pollard, der sich im Fastbreak unerwartet in die Luft schraubte und seinen ersten Dunking im Baskets-Trikot zeigte (54:41, 20.). Nach der Pause wechselte Coach Voigt früh seine zweite Garde ein und spielte ab der 25. Minute mit wechselnden Aufstellungen um Jeremy Lewis, Kilian Binapfl, Simonas „Simas“ Lukosius, Gabriel De Oliveira und Benni Lischka. Auch das 17-jährige Dragons-Rhöndorf-Talent Nikola Petojevic durfte Verantwortung übernehmen. Trotz des unüblichen Lineups bauten die Baskets die Führung bis zum Schlussviertel auf 82:63 (30.) aus. Dort hatten die Gäste aus Hessen ihre stärkste Phase und kämpften sich mit einem 16:2-Lauf zurück in die Partie (84:79, 34.). Will Voigt beorderte jedoch nicht seine Stammkräfte zurück aufs Feld, sondern ließ seine jungen Spieler mit der Drucksituation umgehen. In der 38. Minute kam Frankfurt noch einmal auf fünf Punkte heran (94:89), doch nachdem Petojevic in der Schlussminute per Dreier auf 99:91 erhöhte, war der Testspielsieg in trockenen Tüchern. Stimmen zum Spiel Will Voigt (Headcoach Telekom Baskets Bonn):  "Im Training haben wir uns in den letzten Tagen auf die Offensive fokussiert, gleichzeitig aber auch Jalen Hudson weiter an unsere Defense herangeführt. Auch wenn er gut in Form ist, braucht er noch etwas Zeit, bis er zu seiner Spielform gefunden hat. Ich wollte unseren jungen Spielern heute sinnvolle Einsatzzeit geben, daher habe ich sie während Frankfurts Lauf im Schlussviertel auch auf dem Feld gelassen. Ob Alex Hamilton am Samstag gegen Vechta spielen wird, kann ich noch nicht sagen." Punkteverteilung Telekom Baskets Bonn: Pollard (12 Punkte, 5 Assists), Thompson IV (10), Micovic (5), Hudson (5/1 Dreier, 6 Rebounds), Babb (9/1), Lischka (5), Binapfl (4), DiLeo (10/1), Kratzer (5), Petojevic (5/1), Philmore (10/1), Lukosius (11/1, 4 Steals), Lewis (6/2) Fraport Skyliners: Kessens (10), Begue (4), Samarre (0), Schoormann (7), Vrcic (20), Rahon (16), Moore (10), Murphy (3), Robertson (6), Gudmundsson (9), Völler (6)