Telekom Baskets im Halbfinale ausgeschieden

Das Wunder blieb diesmal aus. Im vierten Spiel um den Einzug in das Finale um die Deutsche Basketball-Meisterschaft mussten sich am Montagabend die Telekom Baskets Bonn dem Team von RheinEnergy Cologne mit 84:77 geschlagen geben. Entsprechend groß war die Enttäuschung bei den über 2.000 mitgereisten Bonner Fans in der mit 6.000 Zuschauern nur mäßig gefüllten Kölnarena. Jubel dagegen bei dem Domstädtern, die nach einer spannenden Serie gegen den Nachbarn aus Bonn völlig verdient nun im Finale auf den Deutschen Meister Alba Berlin treffen. Die Telekom Baskets hatten sich einiges vorgenommen. Gestärkt durch den klaren 92:78-Sieg im dritten Spiel, wollte das Team von Coach Predrag Krunic durch einen weiteren Erfolg die Serie zurück nach Bonn holen. Entsprechend motiviert ging man in Halbzeit eins zur Sache. Völlig ausgeglichen präsentierten sich beide Teams in den ersten zwanzig Minuten. Dabei hatten die Baskets durchaus Chancen, das Spiel frühzeitig an sich zu reißen. Doch jedes Mal, wenn eine gelungene Aktion den Bonnern zu Oberwasser verhalf, machte ein leichtfertiger Ballverlust den Vorteil schnell wieder zunichte. Dabei spielten auch die Kölner kaum auf dem Niveau des zweiten Spiels, als sie die Baskets mit 105:76 deklassierten. Vor allem Sasa Obradovic zeigte sich mit null Punkten aus dem Feld weit von seiner Bestform entfernt und auch Kölns C.C. Harrison konnte mit insgesamt elf Zählern kaum an die starke Leistung von Spiel drei anknüpfen. Doch dies war auch nicht nötig, denn die Baskets nutzten ihre Chancen nicht. So wurde ein Acht-Punkte-Vorsprung zu Beginn des zweiten Viertels (25:17. 11.) leichtfertig durch mehrere Turnovers verspielt, so dass RheinEnergy nur zwei Minuten später mit 26:25 in Führung lag. Mit 40:40 gingen beide Teams in die Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel bot sich zunächst das gleiche Bild. Kein Team konnte sich entscheidend absetzen, doch Köln bekam zunehmend das Spiel in den Griff. Auf Bonner Seite hielt die Defense, doch in der Offense konnten immer weniger Impulse gesetzt werden. Trotzdem gelang es den Baskets, vor allem durch die Dreier von Paul Burke, weiter im Spiel zu bleiben. Knapp vier Minuten vor dem Ende gelingt es Köln erstmals mit acht Punkten davon zu ziehen (73:65, 36.). Aber wie in Spiel eins kann sich Bonn durch einen Dreier von Paul Burke und anschließenden Dunking von Hurl Beechum wieder heran kämpfen und 90 Sekunden vor Schluss auf zwei Zähler verkürzen (76:74). Doch die Telekom Baskets können gleich mehrere Wurfversuche nicht in Punkte verwandeln. Auf der Gegenseite treffen die Gastgeber ihre Freiwürfe sicher, auch ein Dreier von Hurl Beechum 22 Sekunden vor Abpfiff zum 77:82 kann die Niederlage nicht mehr abwenden. RheinEnergy-Coach Svetislav Pesic: "Das war ein spannendes Spiel heute. Wir haben eine gute Defense gespielt, was gegen Bonn nicht einfach ist. Der Schlüssel zum Sieg waren 21 Turnovers. Ich bin froh, dass wir das Finale erreicht haben und weiterhin im Rennen um die Deutsche Meisterschaft sind." Baskets-Coach Predrag Krunic: "Gratulation an RheinEnergy Cologne. Wir haben heute alles versucht, leider hatten wir in den ersten beiden Spielen Verletzungspech. Meine Mannschaft hat in den letzten Minuten teilweise zu unkonzentriert gespielt. Köln hat das clever ausgenutzt und die wichtigen Punkte gemacht. Trotzdem bin ich nicht unzufrieden."