Telekom Baskets vor einem weiteren großen Sprung in Europa?

Die Machtprobe im europäischen Basketball zwischen FIBA und ULEB stellt auch die Telekom Baskets Bonn auf eine harte Probe: Nun doch nicht FIBA-EURO-CUP, sondern ULEB-CUP? Was ist der wesentliche Unterschied? Während die deutschen Teams im FIBA-EURO-CUP in der Northern Conference spielen und dort gegen namenlose, aber leistungsstarke Teams antreten würden, wären im ULEB-CUP namhafte und leistungsstarke Gegner garantiert, weil dort Spanien, Italien und Griechenland mit je vier Teams spielen, Deutschland nur mit zwei. Aber die Baskets wären nach dem nationalen Ranking dafür (neben Opel Skyliners Frankfurt) sportlich qualifiziert. Die Baskets müssen sich noch diese Woche einvernehmlich mit der s. Oliver Basketball Bundesliga für einen Wettbewerb entscheiden. Bereits am 16. Juli werden bei der ULEB in Barcelona die vier Gruppen à 8 Teams ausgelost. Die Frage, wofür wir uns entscheiden, hat 1000 Unterfragen. Rom, Athen oder Madrid ist für Fans, Club und Sponsoren natürlich attraktiver als Odessa, Riga oder Pezinok. Andererseits sind im ULEB-Cup rund 90.000 Euro Startgeld fällig, und wir haben längst supergünstige Dauerkarten für den FIBA-EURO-CUP verkauft. Für einen Verein wie die Telekom Baskets muss die Euroleague ein Ziel sein, wofür der ULEB-CUP vermutlich eher ein Sprungbrett ist als der FIBA-EURO-CUP, sagt Baskets-Präsident Wolfgang Wiedlich, jedoch bildeten die vielen wirtschaftlichen Fragezeichen, die zurzeit über der Liga schweben, auch ein Faktum, dass man nicht ignorieren könne. Davon unabhängig sei der Machtkampf zwischen ULEB und FIBA eine Katastrophe für den Basketball in Europa.