Trotz 20 Würfen mehr als Oldenburg: Baskets verlieren auswärts knapp
Sonntag Heimspiel gegen Weißenfels
Die Telekom Baskets Bonn haben am 22. Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga mit 94:98 (22:20, 26:30, 21:23, 25:25) bei den EWE Baskets Oldenburg verloren. Obwohl die ersatzgeschwächten Bonner 26 Offensivrebounds einsammelten, 16 Ballverluste forcierten und 20 Würfe mehr als Oldenburg auf den Korb abfeuerten, verloren die Baskets erstmals nach zuvor vier Siegen in Serie.
Sonntag gegen Weißenfels
Bereits am Sonntag (08.03. - 15 Uhr) geht es für die Telekom Baskets Bonn weiter, wenn der SYNTAINICS MBC aus Weißenfels zu Gast im Telekom Dome ist. Wenige Resttickets gibt es noch unter www.baskets.de/tickets.
Key Facts
- Possession Game klar gewonnen: Die Bonner erarbeiteten sich 20 Würfe mehr als Oldenburg, konnten diese mit nur 45,5 Prozent Trefferquote aus dem Feld aber zu wenig ausnutzen
- Dreierquote macht den Unterschied: Oldenburg traf starke 51,9 Prozent von der Dreierlinie (14/27) und netzte dabei auch einige sehr schwierige Distanzwürfe mit Ablauf der Uhr ein. Bonn traf nur 19,4 Prozent von außen (7/36)
- Viermal zweistellig: Grayson Murphy (21 Punkte, 6 Rebounds, 5 Assists), Jalen Finch (20 Punkte), Jeff Garrett (17) und Alijah Comithir (15) scorten zweistellig
- Kader-Update: Die Baskets traten ohne die verletzten Zach Cooks, Tylan Birts und Jonathan Bähre sowie noch ohne Neuzugang Sahmi Willoughby an
Die Baskets starteten mit Grayson Murphy, Joel Aminu, Patrick Heckmann, Jeff Garrett und Michael Kessens in das Auswärtsspiel in Oldenburg. Garrett drückte der Partie von Beginn an seinen Stempel auf und erzielte die ersten acht Bonner Punkte (3:8, 3. Minute). Durch starke Defense und geduldig herausgespielte Würfe erarbeiteten sich die Baskets früh einen Acht-Punkte-Vorsprung (5:13, 5.). In der Folge geriet der Bonner Angriff ins Stocken, obwohl sich die Mannschaft von Headcoach Marko Stankovic weiterhin gute Wurfchancen erspielte. Oldenburg glich kurzzeitig sogar aus (17:17, 9.), bevor Garrett mit seinen Punkten neun und zehn sowie Alijah Comithier endlich mit einem erfolgreichen Dreier wieder einen Fünf-Punkte-Vorsrung herstellte (17:22, 10.). Ex-Baskets-Spieler Brian Fobbs beendete das erste Viertel mit einem Oldenburger Dreier (20:22, 10.).
Comithier drehte für die Baskets im zweiten Viertel auf und erzielte acht der ersten zehn Bonner Punkte im zweiten Spielabschnitt (27:32, 14.). Oldenburg fand in der Folge offensiv immer besser ins Spiel und Bonn fing sich einen 9:1-Lauf ein (36:33, 16.). Durch Freiwürfe, Dreier und schwierige Würfe mit Ablauf der Uhr scorten die Hausherren bis zur Halbzeitpause beinahe unaufhaltsam weiter. Obwohl die Baskets in der ersten Hälfte von der Dreierlinie erneut einen kalten Tag erwischten (3/18, 18,8 Prozent), blieben sie im Spiel. Grund dafür war die starke Arbeit am offensiven Brett und die beinahe perfekte Wurfquote aus dem Zweierbereich (16/17, 94,1 Prozent). Mit zwei Punkten Rückstand ging es in die Halbzeitpause (50:48, 20.).
Nach dem Seitenwechsel übernahmen zunächst die Baskets durch Kessens und Murphy wieder die Führung (50:52, 22.). In der Folge wechselte die Führung hin und her, doch dank wieder verbesserter Verteidigung behielten zunächst vermehrt die Bonner die Oberhand (55:60, 25.). Mit einem 12:2-Lauf inklusive wildem Oldenburger Dreier drehten die Hausherren das Spiel (67:62, 28.). Murphy stoppte den Oldenburger Lauf zunächst mit einem seltenen Bonner Dreier und erzielte bis zum Viertelende vier weitere Punkte, wodurch er sein Team vor dem Schlussabschnitt auf Schlagdistanz hielt (73:69, 30.).
Im letzten Viertel taten die weiterhin hohe Oldenburger Dreierquote und die zunehmend mangelnde Trefferquote der Bonner besonders weh. So erhöhte sich der Rückstand der Baskets zwischenzeitlich auf zwölf Punkt (84:72, 35.). Die Baskets stemmten sich gegen die drohende Niederlage, erzwangen noch den ein oder anderen Oldenburger Ballverlust und erarbeitenen sich weiter reihenweise zweite Chancen durch insgesamt wahnsinnige 26 Offensivrebounds. 51 Sekunden vor Schluss verkürzte Jalen Finch von der Freiwurflinie auf fünf Punkte Rückstand (92:87, 40.). Der Bonner Ausfbauspieler ließ noch sieben weitere Punkte bis zum Spielende folgen, die 94:98-Niederlage konnte in den letzten Sekunden aber auch nicht mehr verhindert werden. Damit stehen die Baskets aktuell auf dem vierten Tabellenplatz in der easyCredit Basketball Bundesliga.
Stimmen zum Spiel
Lazar Spasic (Headcoach EWE Baskets Oldenburg): „Es war das erwartet harte Spiel gegen einen sehr starken Gegner. Sie mussten ohne drei Spieler antreten, haben aber Charakter und Qualität gezeigt und haben alles gegeben, um den Sieg mitzunehmen. Am Ende haben wir aus meiner Sicht sehr gut gefightet, hatten aber wieder das Reboundproblem. Daran müssen wir weiterarbeiten und uns verbessern! Respekt an Bonn für die Leistung und Glückwunsch an unser Team. Wir müssen den Sieg schnell vergessen, denn in weniger als 48 Stunden wartet das Derby.“
Marko Stankovic (Headcoach Telekom Baskets Bonn): „Zunächst Glückwunsch an Oldenburg, Coach Spasic, den Staff und die Spieler für eine sehr gute Leistung und den Sieg. Ich glaube, dass es von beiden Teams ein sehr gutes Spiel war und interessant bis zum Ende. Wir hatten ein gutes Spiel, aber um in dieser Arena zu gewinnen, hätten wir einige kleine Fehler weniger machen müssen, aus denen Oldenburg gepunktet hat. Wir haben 98 Punkte kassiert und damit ist es schwer, hier in Oldenburg zu gewinnen. Wir haben zum Glück nicht viel Zeit, um enttäuscht zu sein oder zu analysieren, denn das nächste Spiel kommt schnell. Wir müssen uns erholen und auf Sonntag vorbereiten.“
Statistiken
| PTS | 98 | 94 |
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| 2 PTS | 57% 17 / 30 | 68% 28 / 41 |
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| 3 PTS | 52% 14 / 27 | 19% 7 / 36 |
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| Freiwürfe | 79% 22 / 28 | 71% 17 / 24 |
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| Rebounds | 29 | 43 |
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| Assists | 16 | 11 |
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| Steals | 10 | 14 |
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TOP Player
Baskets-Shuttle gegen Weißenfels
Auch in dieser Saison bieten die Telekom Baskets Bonn zusammen mit Univers Reisen ihren Fans einen kostenlosen Shuttle-Service an. Die Baskets-Shuttlebusse fahren kostenlos und nonstop vom Bonner Hauptbahnhof und vom Park&Ride-Parkplatz unter der Bonner Nordbrücke (Graurheindorf) direkt zum Telekom Dome und wieder zurück. Das Angebot gilt bei allen Pflichtheimspielen der Baskets.
Achtung: Die Abfahrtfahrtzeiten wurden in dieser Saison angepasst! So fahren die Shuttlebusse vom Hauptbahnhof neuerdings früher ab, damit auch Fans mit Stehplatzkarten pünktlich zur Hallenöffnung vor Ort sind.
Live bei Dyn
Das Heimspiel gegen Weißenfels am Sonntag (08.03.) wird ab 14:45 Uhr live bei Dyn übertragen.