Trotz mehrerer Ausfälle: Baskets siegen souverän in Oldenburg

EWE Baskets Oldenburg - Telekom Baskets Bonn: 65:89

Foto: Ulf Duda

Key facts

  • Gute Besserung: Leon Kratzer wurde vor dem Spiel positiv auf Covid-19 getestet und blieb dem Spiel fern. Jeremy Morgan und Joonas Iisalo fehlten ebenfalls krankheitsbedingt. Skyler Bowlin (Knöchelverletzung) musste sein zweites Spiel in Folge aussetzen
  • Willkommen zurück: Nach fast dreimonatiger Pause feierte Saulius Kulvietis ein gelungenes Comeback mit sechs Punkten und drei Rebounds
  • Be like Mike: Mike Kessens sorgte mit einem weiteren Poster-Dunk für das Highlight des Spiels
  • Lufthoheit: Bonn gewann das Rebounduell mit 40:27 und konnte damit 17 Ballverluste kompensieren
  • Lang ist's her: Es war der erste Sieg in Oldenburg seit dem 03.02.2018
  • Höchste Führung: 85:60, 39. Minute

Spielbericht  Tuomas Iisalo musste umplanen: Ohne gleich drei Rotationsspieler schickte der Bonner Headcoach eine Starting-Five aus Parker Jackson-Cartwright, Karsten Tadda, Javontae Hawkins, Justin Gorham und Saulius Kulvietis ins Rennen, der nach langer Verletzungspause erstmals wieder im Kader stand. Auch wenn sich die ungewohnte Formation erst einmal an sich gewöhnen musste, standen die Baskets von der ersten Minute an solide in der Defense (5:2, 4. Minute). Nach kurzer Eingewöhnungsphase war Bonn jedoch fortan die spielbestimmende Mannschaft und zwang Oldenburg nach einem Dreier von Tyson Ward zur ersten Auszeit (13:7, 7.). Ward war im ersten Viertel auch auffälligster Bonner mit fünf Punkten, vier Rebounds und zwei Steals. Die 17:11-Führung nach dem ersten Viertel hätte auch höher ausfallen können, jedoch leisteten sich die Baskets mit sieben Ballverlusten zu viele Fehler in der Anfangsphase.   Im zweiten Viertel traf Kulvietis von außen seinen ersten Dreier und verhalf seinem Team so nach einem 7:3-Lauf zur ersten zweistelligen Führung des Spiels (24:14, 13.). Bis zur 17. Minute blieb die Führung weiter zweistellig (33:21), dann kämpften sich die Gastgeber jedoch mit einem 7:0-Lauf zurück in die Partie (33:28, 18.). Bonn fand die passende Antwort, zog in der Folge noch einmal durch Punkte von Michael Kessens und Hawkings auf 38:30 (19.) davon, spielte aber das Viertel nicht konsequent zu Ende, wodurch Oldenburg zur Halbzeitpause auf 38:34 (20.) aufschließen konnte. Bonn startete unkonzentriert in die zweite Halbzeit und gestattete Oldenburg so leichtfertig den Ausgleich (38:38, 22.). Beide Teams hatten nun Probleme in der Defense, sodass ein Korb auf den nächsten folgte und sich keine Mannschaft absetzen konnte (44:44, 26.). Jackson-Cartwright, der in der ersten Halbzeit noch Probleme gegen die Oldenburger Defense hatte, nahm nun das Heft in die Hand: Fünf Punkte in Serie erzielte der Guard und zwang die Niedersachsen zur Auszeit (49:44, 26.). Doch auch nach der Taktikbesprechung des Oldenburger Trainers Alen Abaz blieb Bonn am Drücker: Tadda schloss an alter Wirkungsstätte mit fünf Punkten in Folge einen Bonner 14:4-Lauf ab und brachte sein Team so mit 63:48 nach 30 Minuten in Front. Im Schlussviertel verspürten die Telekom Baskets kaum noch Gegenwehr und erspielten sich schnell und selbstbewusst eine 20-Punkte-Führung (71:51, 35.). Das Ausrufzeichen hinter einen souveränen Auswärtssieg setzte dann zum zweiten Mal in Folge Mike Kessens. Der Center vollendete nach tollem Zuspiel von „PJC“ den Alley-Oop-Pass und schlug den Basketball per Dunking über die Arme der Verteidigung spektakulär im Korb ein (75:53, 36.). Der Endstand von 89:65 war zugleich auch der achthöchste Auswärtssieg einer Baskets-Mannschaft jemals in der Basketball Bundesliga.   Stimmen zum Spiel  Tuomas Iisalo (Headcoach Telekom Baskets Bonn): „Das war der nächste Schritt dahingehend, dass jeder sein Potenzial ausgeschöpft hat. Wir haben zudem in der Defensive einen großen Schritt nach vorne gemacht. So ist es uns gelungen, ein mit guten Spielern ausgestattetes Oldenburger Team bei 65 Punkten zu halten. Der Schlüssel lag darin, dass wir defensiv in der Lage waren, auf unterschiedliche Spielertypen entsprechend zu reagieren.“ Alen Abaz (Headcoach EWE Baskets Oldenburg): „Wir sind erneut an denselben Dingen gescheitert wie zuvor. So können wir einfach kein Selbstvertrauen tanken und das bereitet mir große Sorgen. Wir treffen einige Würfe nicht. Bis zur Halbzeit und bis in die Mitte des 3. Viertels haben wir es zumindest hinbekommen, ein paar vernünftige Ansätze zu zeigen. Aber dann haben drei, vier Fehler nacheinander dafür gesorgt, dass das Selbstvertrauen dahin war.“ Punkteverteilung  Telekom Baskets Bonn Ward (7 Punkte/1 Dreier, 6 Rebounds), Gorham (16, 14 Rebounds), Kessens (10), Mboya Kotieno (0), Tadda (9/1), Kulvietis (6/2), Hawkins (16/3), Hasbargen (0), Jackson-Cartwright (25/1, 8 Assists),  EWE Baskets Oldenburg Heidegger (11), Herrera (0), Pressey (3), Breunig (2), Clark (11), Michalak (4), Odiase (10), Paulding (10), Hundt (6), Pjanic (8) ausführliche Statistik >>>