Umkämpfter Sieg in Bremerhaven

Eisbären Bremerhaven - Telekom Baskets Bonn 72:80 (17:20, 14:21, 25:19, 16:20)

(Foto: Jörn Wolter/wolterfoto.de)

Das jüngste Erfolgserlebnis der Telekom Baskets Bonn ist gleichzusetzen mit der Fortsetzung einer ganz speziellen Serie an Auswärtssiegen. Schon in den vergangenen fünf Spielzeiten gewann Bonn bei den Nordlichtern in der Stadthalle, die letzte Niederlage im Ligabetrieb in Bremerhaven datiert immerhin auf den 3. Februar 2008.

Nicht mit von der Partie sein konnte Enosch Wolf. Der Bonner Center laboriert aktuell an einer Mandelentzündung und trat den Trip in den hohen Norden nicht an, um daheim das warme Bett zu hüten.

Weiterhin ein großes Bonner Thema bleibt die Sicherung verworfener Bälle. Bremerhaven griff sich bis zur Pause sechs Offensiv-Rebounds, davon alleine vier im ersten Viertel. In den zehn Minuten nach der Pause wurde den Eisbären lediglich eine zweite Wurfchance gestattet, im Schlussakt gesellten sich nochmal vier Offensiv-Rebounds dazu.

Die Konstanz in Person von der Dreierlinie ist und bleibt Benas Veikalas. Der Litauer schaffte es in den ersten drei Vierteln, jeweils binnen zweieinhalb Minuten nach Anpfiff einen Distanztreffer zu landen. Im letzten Abschnitt ließ sich der Shooting Guard fast vier Minuten Zeit, ehe er von jenseits der 6,75 Meter-Linie zuschlug. Veikalas beendete die Partie mit 21 Punkten - darunter fünf von acht Dreier.

Eine der Hauptaufgaben der Bonner Verteidigung war es, den vor dem Spieltag als Liga-Topscorer geführten Darius Adams (18,1 PpS) möglichst unter Kontrolle zu halten. Der Aufbau bekam es im Verlauf der Begegnung mit verschiedenen Verteidigern zu tun, die ihn in der ersten Hälfte bei einer Ausbeute von sechs Zählern (1/4 aus dem Feld) hielten. Drehte der Guard im dritten Viertel etwas auf, konnte er auf der Zielgeraden doch wieder halbwegs in Schach gehalten werden. Adams kam in der Endabrechnung auf 14 Punkte und sechs Rebounds.

Ein Auswärtssieg in vier Akten

Bonn suchte von Beginn an den Abschluss in Brettnähe. Trotz geringerer Körpergröße als Eisbären-Center Nick Schneiders konnte sich Jamel McLean gleich zweifach in der Zone behaupten, vollstrecken und seinem Gegenspieler dabei auch noch zwei Fouls anhängen (0:5, 2. Minute). Die Hausherren stellten in der Defensive um, was wiederum Räume für die Baskets-Schützen eröffnete - woraufhin Benas Veikalas sich nicht lange bitten ließ (4:10, 4. Minute). Den Rheinländern war es jedoch nicht vergönnt, eine frühe zweistellige Führung zu erlangen, was maßgeblich daran lag, dass Bremerhaven langsam seinen offensiven Rhythmus fand (17:20, 10. Minute).

Die Gastgeber warfen alles in die Waagschale, um den Rückstand aufzuholen und den ersten Ausgleich seit dem Sprungball zu erzwingen. Veikalas hielt das Team von Trainer Calvin Oldham mit seinem zweiten Dreier des Tages zunächst noch auf Distanz (19:23, 12. Minute), konnte aber nicht verhindern, dass die Eisbären sich doch noch die Führung erarbeiteten. Ein rarer Dreier durch Adas Juskevicius zwang Baskets-Coach Mathias Fischer dazu, eine taktische Auszeit zu nehmen (27:26, 16. Minute). Nach der kurzen Besprechung fokussierte Bonn sich erneut auf die Verteidigung, die den Rheinländern abermals als Ausgangspunkt für einen Lauf dienen sollte. Veikalas und Co. beendeten das zweite Viertel mit einem 12:2-Run, der den Vorsprung pünktlich zum Gang in die Kabine in den zweistelligen Bereich hievte (31:41, 20. Minute).

Es war klar, dass Bremerhaven nach dem Seitenwechsel mit mehr Energie aufs Feld zurückkommen würde, um die bestehende Differenz schnellstmöglich zu verringern. Vier Zähler in Serie unterstrichen die Ambitionen der Nordlichter, weswegen Coach Fischer sofort eine warnende Auszeit einforderte. Das Team reagierte prompt, antwortete mit einem 9:2-Lauf und stellte das vorangegangene Kräfteverhältnis wieder her (37:50, 24. Minute). Die Eisbären steckten jedoch nicht auf und trugen den Rückstand geduldig Stück für Stück ab. Ein später Dreier von Anthony Smith am Ende des dritten Viertel weckte nicht nur Hoffnung bei den Bremerhavener Anhängern, sondern ließ auch das Momentum auf die Seite der Hausherren kippen (56:60, 30. Minute).

Im finalen Durchgang zeigten die Telekom Baskets Bonn eine Menge Durchhaltevermögen. Zwar kam die Oldham-Truppe bis auf zwischenzeitlich zwei Zähler heran, doch Bonn konnte sich auf die „Flügelzange“ um Ryan Brooks und Benas Veikalas verlassen. Das Duo mischte die Eisbären-Verteidigung durch ihre variable Spielweise immer wieder auf und sorgte dafür, dass Bonn etwas durchschnaufen konnte. Als der Litauer 35 Sekunden vor Schluss seinen fünften Dreier einnetzte, war die Vorentscheidung endgültig gefallen (66:76, 40. Minute) - der achte Sieg im zehnten Ligaspiel war in trockenen Tüchern.


Telekom Baskets Bonn:


McCray (4), Looby (2), Veikalas (21/5 Dreier), Brooks (17/1), Mangold (0), Jordan (13/1, 8 Assists, 6 Rebounds), Koch (0), Gaffney (10), Wachalski (0), McLean (13, 8 Rebounds)

Eisbären Bremerhaven:

Harper (8), El Domiaty (5), Zwiener (7), Martin (dnp), Schneiders (0), Baues (dnp), Allen (10), Juskevicius (11), Adams (14), Smith (9), Searcy (8, 13 Rebounds)


Bilanz: Telekom Baskets Bonn - Eisbären Bremerhaven

Siege: 8 (Beko BBL: 8)
Niederlagen: 10 (Beko BBL: 9 / Pokal: 1)
in Bonn: 2 Siege, 6 Niederlagen
in B‘haven: 6 Siege, 4 Niederlagen


Die nächsten Heimspiele der Telekom Baskets Bonn

Mi., 27. November 2013 – 19:30 Uhr – Eurocup
Telekom Baskets Bonn vs. BCM Gravelines (Eurocup)

So., 1. Dezember 2013 - 17:00 Uhr - Beko BBL
Telekom Baskets Bonn vs. s.Oliver Baskets (Beko BBL)

So., 15. Dezember 2013 - 17:00 Uhr - Beko BBL
Telekom Baskets Bonn - medi Bayreuth (Beko BBL)



Der Beko BBL ALLSTAR Day am 18. Januar 2014 in Bonn

Am Samstag, den 18. Januar 2014, ist der Telekom Dome in Bonn zum zweiten Mal Schauplatz des Beko BBL ALLSTAR Day. Programmpunkte an diesem Tag, „der die zahlreichen Facetten dieser begeisternden Sportart in komprimierter Form abbildet“, wie es Beko BBL-Geschäftsführer Jan Pommer formulierte, sind das Beko BBL ALLSTAR Game, bei dem die besten nationalen und internationalen Korbjäger der Liga ihre Kräfte messen, der Dunking- und Drei-Punkte-Contest sowie das NBBL ALLSTAR Game mit den Top-Talenten aus der Nachwuchs Basketball Bundesliga (NBBL). Wie in den vergangenen Jahren auch wählen die Fans der Beko BBL wieder die Startformationen der beiden Teams.