Von Bonn über Mannheim nach Jena
Zwei Auswärtsspiele innerhalb von drei Tagen
Wo andernorts Raclette-Pfannen brutzelten und Gänsebraten auf den Tisch kamen, kannten die Feiertage bei den Telekom Baskets Bonn nur ein Motto: konsequentes Training: So ging es am Tag des Heiligabends, dem ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag in die Trainingshalle, ehe am Freitagnachmittag die Abreise nach Mannheim anstand. Dort trifft das Team von Headcoach Marko Stankovic am morgigen Samstag, dem 27.12.2025 auf die MLP Academics Heidelberg, die für ihr Weihnachtsspiel in die SAP Arena in Mannheim umziehen, die Platz für rund 14.000 Zuschauer bietet. Das Spiel wird live bei Dyn übertragen.
Dichter Spielplan im Jahresendspurt
Nach dem Spiel werden die Baskets in Mannheim bleiben, um anschließend am nächsten Tag weiter ins gut vier Stunden entfernte Jena zu reisen, wo am Montag, dem 29.12.2025, um 20 Uhr das letzte Spiel des Jahres stattfinden wird.
Erst im neuen Jahr kehrt Bonn in den Telekom Dome zurück: Am Montag, dem 05.01.2026, gastiert Bamberg um 20 Uhr auf dem #HEARTBERG. Für das Heimspiel sind nur noch wenige Tickets verfügbar.
Wer findet zurück in die Spur?
Heidelberg war in der vergangenen Saison eines der Überraschungsteams der Liga. Als Tabellenfünfter zog das Team von Cheftrainer Danny Jannson in die Playoffs ein, dort kämpften sich die Academics bis ins Halbfinale vor, wo jedoch nach vier Spielen gegen den späteren deutschen Meister FC Bayern München Endstation war. Entsprechend groß war daher der Hype um die Heidelberger zu Saisonbeginn. Nun, gut drei Monate später, steht das Team mit nur zwei Siegen aus den ersten 11 Spielen auf dem 17. Tabellenplatz und damit aktuell auf einem Abstiegsrang. Zuletzt verloren die Baden-Württemberger zwei Spiele in Folge, darunter eine 108:111-Niederlage nach Verlängerung gegen Hamburg.
Da auch Bonn zuletzt zwei Spiele in Folge verlor (vs. Trier und München), wird es am Samstag auch darauf ankommen, welches Team zurück in die Spur, zu altem Selbstbewusstsein und schließlich auch zum nächsten Erfolgserlebnis kommt.
Starke Scorer, viel Teamplay und der doppelte Weathers
Heidelbergs schwacher Saisonstart überrascht auch deshalb, da mit den Guards Damariae „DJ“ Horne (14,0 Punkte pro Spiel), Michael Weathers (ebenfalls 14 PpS) und Mateo Seric (9,9 PpS) die aktuell besten drei Scorer auch schon in der vergangenen Saison für Heidelberg spielten. Auch Marcel Keßen, Niklas Würzner, Paul Zipser und Erol Ersek blieben den Academics treu. Gegen Hamburg kam Horne sogar auf 31 Zähler und erzielte so eine neue persönliche Bestleistung in der easyCredit BBL.
An Routine dürfte es also nicht mangeln. Das verrät auch die Statistik: So verteilt Heidelberg mit 19,1 Korbvorlagen pro Spiel die zweitmeisten Assists pro Spiel. So verteilen gleich fünf Spieler mindestens 2,0 Assists pro Partie, angeführt von Michael Weathers, der auf 5,0 Vorlagen kommt.
Was die Teamchemie zusätzlich steigern sollte, war die Verpflichtung von Marcus Weathers, Zwillingsbruder von Michael Weathers. Doch auch wenn sich die beiden 28-Jährigen denselben Geburtstag teilen, spielt Neuzugang Marcus nicht wie sein Bruder auf der Shooting Guard-Position, sondern läuft mit 1,99 Meter als Power Forward auf und kommt auf durchschnittlich 9,1 Punkte.
Live bei Dyn
Das Spiel wird live ab 19:45 Uhr auf Dyn übertragen und von Chris Schmidt kommentiert.