Vorbereitung auf die Vorbereitung

Bonns Nachwuchskräfte schieben Extraschichten

An diesem Punkt schoben die vereinsinternen Regularien den Spielern einen Riegel vor, denn ehe die medizinischen Untersuchungen bei Dr. Michael Volkmer und Dr. Peter-Martin Klassen nicht abgeschlossen sind gibt es kein Training. Die einzige Ausnahme stellen in dieser Hinsicht die Baskets-Youngster Fabian Thülig, Florian Koch und Jonas Wohlfarth-Bottermann dar, die in den vergangenen Wochen schon ordentlich Gas gegeben haben ... und dies auch jetzt noch tun. Natürlich gibt es auch im Basketball allerlei ausgefranste Phrasen, die viel zu oft gedroschen werden. Aber die Weisheit „Mannschaften werden im Winter gemacht, Spieler im Sommer“ hat seit jeher ihre Daseinsberechtigung. Um sich individuell weiter zu entwickeln haben die drei Baskets-Youngster seit dem Saisonende jede Menge Zeit im Ausbildungszentrum des Telekom Dome verbracht. Ob individuell ganz für sich allein, mit einem der anderen beiden als Trainingspartner oder gar zu dritt ... die Intensität wurde permanent hoch gehalten. Für Jonas Wohlfarth-Bottermann ergaben sich mit den Lehrgängen der A2-Nationalmannschaft darüber hinaus sogar noch weitere Einheiten, ehe er mit der DBB-Auswahl vor anderthalb Wochen zur Universiade im chinesischen Shenzhen reiste. Thülig und Koch aber führten die Arbeit an der heimatlichen Basketball-Front unermüdlich weiter. In Eigenregie sowie unter Anleitung durch die Trainer Michael Koch und Peter Günschel wurde ordentlich geschwitzt. Ob nun Ballhandling, Technik-Training oder Wurf-Serien en masse, die beiden Flügel wurden nicht geschont. Wenn die medizinischen Tests der einzelnen Mannschaftsteile abgeschlossen sind, wird Coach Koch sein Team voraussichtlich am Dienstagabend erstmals im Telekom Dome versammeln, um die Arbeit mit und am Ball zu beginnen. Thülig und Koch - der neben den Einheiten in Bonn auch bei Kooperationspartner Rhöndorf (ProB) trainiert - werden dann bereit sein, um sich mit den durch die Bank älteren Spielern zu messen. Spätestens ab dann geht es nicht mehr nur darum, dass sie sich als basketballerische Individuen weiter entwickeln, sondern sich in die Mannschaft einbringen. So kurz der Sommer dieses Jahr auch ausgefallen sein mag, können die Baskets den Wintereinbruch kaum noch erwarten.