"Wenn ich frei bin, werfe ich mit viel Selbstvertrauen"

Kurzinterview mit Karsten Tadda

Foto: Jörn Wolter

Hallo Karsten, die neue Saison steht kurz bevor: Auf was freust du dich am meisten?

Karsten Tadda: Ich freue mich einfach, dass es endlich wieder los geht. Wir hatten eine lange Vorbereitung von rund sieben Wochen. Es ist gut, dass es jetzt wieder um etwas geht, unsere Fans wieder den Telekom Dome voll machen und dass endlich wieder Basketball gespielt wird.

Du hast die lange Saisonvorbereitung angesprochen. Gibt es etwas, dass dich in der Pre-Season genervt hat und du daher jetzt froh bist, dass die Hauptrunde beginnt?

Ach eigentlich gar nichts. Wenn mich irgendwas nerven oder zu sehr anstrengen würde, wäre ich hier falsch am Platz. Mit dem Beginn der Hauptrudne muss man jetzt den Schalter im Kopf umlegen. Es wird jeder Fehler bestraft und jede Aktion hat Konsequenzen, was in der Pre-Season vielleicht noch nicht so sehr ins Gewicht fiel.

Neue Saison, alter Kapitän: Du gehst in deine bereits 16. Spielzeit in der 1. Basketball Bundesliga. Wie kannst du in deiner Rolle als Team Captain diejenigen in der Mannschaft auf die easyCredit BBL vorbereiten, die die Liga vielleicht noch nicht so gut kennen?

Ich glaube, dass ich da gar nicht viel machen brauche. Es spielt gar keine so große Rolle, ob man nun die Bundesliga kennt oder bisher in einer anderen Liga gespielt hat. Denn für uns geht es darum, dass wir gemäß unserer Identität spielen. Daran haben wir die komplette Vorbereitung gearbeitet. Vielleicht werden sich manche Spieler erst an die Art und Weise gewöhnen müssen, wie in der easyCredit BBL im Vergleich zu anderen Ligen gepfiffen wird. Die deutsche Liga hat eine hohe Qualität, ist sehr physisch, aber ich glaube, dass sich alle schnell darauf einstellen werden.

Das erste Saisonspiel werdet ihr morgen in fremder Halle bestreiten. Ist das ein Nachteil für euch?

Es ist natürlich immer schöner, zuhause vor den eigenen Fans zu spielen, aber ich würde es nicht als Nachteil sehen. Es gehört einfach dazu. Anschließend haben wir ja auch drei Heimspiele in Serie. Es ist direkt ein schwieriges Spiel und daher eine gute Herausforderung für uns, die uns zeigen wird, wo wir stehen.

Würzburg hat in der letzten Saison eine tolle Rückrunde gespielt und daraufhin den Vertrag mit Trainer Sasa Filipovski verlängert. Wie schätzt du das Team in diesem Jahr ein?

Würzburg besitzt viel Qualität. Sie haben gute Scorer auf den Flügelpositionen und haben sich unter anderem mit Martin Peterka auf der Power-Forward-Position gut verstärkt, der letzte Saison noch in Braunschweig gespielt hat. Er ist ein sehr gefährlicher Schütze. In der Würzburger „Turnhölle“ ist es immer schwer zu spielen, besonders wenn die Halle voll ist. Von daher müssen wir gut vorbereitet und voll fokussiert sein.

Im letzten Testspiel gegen Oldenburg hast du sechs Dreier getroffen. Bist du jetzt die neue erste Option im Team?

*lacht* Ich gebe der Mannschaft das, was sie braucht. Ich will natürlich meine offenen Würfe treffen. Aber ohne meine Mitspieler bekomme ich keine offenen Würfe, daher haben sie großen Anteil daran, wenn ich die Dreier treffe. Wenn ich frei bin, werfe ich mit viel Selbstvertrauen, aber wenn es mal Spiele geben sollte, in denen ich keinen Wurf nehme, ist das auch in Ordnung. Ich messe meinen Beitrag am Teamerfolg nicht an meinen Statistiken.


Die nächsten Heimspiele der Telekom Baskets Bonn:

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