Wiedersehen mit Kueth Duany

Ginge es für die Telekom Baskets am 7. Spieltag der Basketball-Bundesliga nach der Statistik, könnte sich Coach Danijel Jusup schon vor dem Spiel gegen BS| E Braunschweig beruhigt zurücklehnen. Noch nie konnte ein Team aus der Welfenstadt ein Basketball-Spiel in der Hardtberghalle gewinnen. Doch vom Attribut Bonner Lieblingsgegner ist das Team von Ex-Bundestrainer Henrik Dettman weit entfernt, denn die Niedersachsen sind nach dem bisherigen Saisonverlauf nur schwer auszurechnen. Licht und Schatten wechselten sich in bisher fünf gespielten Begegnungen ab. Zwar gelang z.B. gegen die starken Ludwigsburger ein eindrucksvoller Heimsieg, doch nur eine Woche später verlor die Dettmann-Truppe vor eigenem Publikum 88:99 gegen Trier. So belegt Braunschweig mit zwei Siegen aus fünf Spielen bislang nur den elften Tabellenplatz. Genau wie die Baskets, haben die Gäste mit allerhand Verletzungssorgen zu kämpfen. Dettmann muss mit Gordon Firic, Dirk Mädrich und Mikko Noopila gleich auf drei Leistungsträger verzichten. Folglich wurden die Niedersachsen noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv und verpflichteten mit Kueth Duany einen Spieler , der in der letzten Saison noch auf dem Hardtberg spielte. Mit 14 Punkten und fünf Rebounds gelang dem Sudanesen am vergangenen Wochenende gegen Trier ein gelungener Einstand. Liest man die Braunschweiger Statistiken, sticht jedoch besonders ein Name hervor: Tyron Pearson. Der 2,02 Meter große Forward ist der beste Rebounder im Team und drittbester der Liga (11,2 pro Spiel). Gleichzeitig ist er im Durchschnitt für 15,8 Punkte gut. Braunschweig ist mit durchschnittlich 39,2 Rebounds pro Spiel eines der besten Teams der Liga in dieser Disziplin. Im Gegensatz dazu holen die Baskets sieben Rebounds weniger (32,2) und ausgerechnet jetzt muss Baskets-Coach Danijel Jusup mit Jason Conley auf seinen besten Rebounder verzichten. Beim Training am vergangenen Mittwoch zog sich der Bonner Forward einen Nasenbeinbruch zu, der am Donnerstag eine Operation in der Bonner Universitätsklinik nötig machte. Dort wurde die Fraktur gerichtet und zwei sog. Splints zur Stabilisierung eingesetzt. Das Fehlen von Center Milos Paravinja (Knieverletzung) erhöht den Rebound-Notstand bei Bonn zusätzlich. So wird die Last an den Brettern vor allem auf den Schultern von Branko Klepac, Michael Meeks und Sinisa Kelecevic ruhen. Tickets für das Bundesliga-Spiel gegen Braunschweig gibt es noch an allen Baskets-Vorverkaufsstellen von BONNTICKET und am Samstag, ab 18:00 Uhr, an der Abendkasse der Hardtberghalle. Für alle, die das Spiel nicht vor Ort verfolgen können, meldet sich das Baskets-Netradio ab ca. 19:15 Uhr live aus der Halle.