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"Wir müssen sofort bereit für den Kampf sein"

Baskets empfangen Würzburg am 32. Spieltag

Am 32. Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga bietet sich den Telekom Baskets Bonn die Chance, eine Rechnung zu begleichen: Denn am Sonntag, dem 05.05.2024, empfangen sie die Würzburg Baskets auf dem #HEARTBERG. Gegen den Tabellenvierten setzte es im Hinspiel eine deutliche 78:97-Niederlage. Spielbeginn ist 18:30 Uhr. Telekom Dome und Abendkassen öffnen um 17 Uhr. Das Spiel wird live auf Dyn übertragen und von Chris Schmidt sowie Paul Gudde kommentiert.

Das Hinspiel

Am 16. Dezember zeigten die Telekom Baskets eines ihrer schwächsten Saisonspiele, markierten in der ersten Halbzeit nur 27 Punkte gegen eine ausgeruhte und defensiv gut eingestellte Würzburger Mannschaft und verloren am Ende mit 78:97. Zwar steigerte sich Bonn in der zweiten Halbzeit im Angriff und erzielte 51 Punkte, kassierte aber ebensoviele Gegenpunkte, wodurch der 27:46-Halbzeitrückstand nie aufzuholen war.

Bemerkenswert: Damals zählten die Würzburg Baskets zwar schon zu den verteidigungsstärksten Teams der Liga, hatten jedoch im Angriff noch viel Luft nach oben. Seitdem hat sich Würzburg auch in der Offensive gefunden und liegt mit im Schnitt 119,5 Punkten pro 100 Ballbesitze auf dem vierten Platz in der easyCredit BBL (Bonn mit 122,8 Punkten auf Platz zwei).

Harald Frey erinnert sich: "Das war kein gutes Spiel von uns. Sie waren sowohl in der Offensive als auch in der Defensive sehr stark und wir haben sie das Spiel zu sehr diktieren lassen. Am Sonntag wird es wichtig sein, dass wir sofort bereit für den Kampf sind, wir dürfen keine Zeit verlieren!"

 

Würzburg will's wissen

Zum ersten Mal seit vier Jahren hat Würzburg wieder die Playoffs in der easyCredit Basketball Bundesliga erreicht! Am vergangen Spieltag sicherten sie sich mit einem klaren 107:83 gegen den Syntainics MBC das begehrte Ticket für die Meisterschaftsrunden. Dafür benötigte Cheftrainer Sasa Filipovski gut zweieinhalb Jahre Anlauf, nachdem er im Dezember 2021 die Nachfolge von Denis Wucherer (jetzt Trainer beim ProA-Club Frankfurt Skyliners) antrat. Nach Platz 12 im Jahr 2022 und Platz 11 in 2023 landeten die Unterfranken nun vorzeitig unter den besten sechs Teams der Liga. 

Große Anteile am diesjährigen Erfolg hat Otis Livingston II, dessen Saisonleistung für manche überraschend kam. Zwar deutete der 27-jährige Aufbauspieler in der vergangenen Spielzeit schon mehrfach sein Potential mit starken individuellen Leistungen an, tat dies jedoch erst bei den abstiegsbedrohten Crailsheim Merlins und anschließend beim Absteiger Bayreuth. Ein Jahr später zählt der Liga-Topscorer (rund 21 Punkte pro Spiel) nicht nur zu den besten Bundesliga-Guards, sondern ist auch ein heißer MVP-Kandidat, der sein Team als Anführer in die Playoffs führen konnte. Traumquoten von 54 Prozent aus dem Zweierbereich, 45 Prozent von der Dreierlinie, dazu 5,7 Assists (ligaweit Platz fünf) und 1,8 Steals pro Spiel (Platz eins) sowie der Würzburger Teamerfolg liefern zumindest gute Argumente für den MVP-Titel, der sowohl 2022 (Parker Jackson-Cartwright) als auch 2023 (TJ Shorts II) nach Bonn ging. Fun fact: In den vergangenen fünf Jahren erhielt immer ein Guard die höchste individuelle Auszeichnung der easyCredit BBL. 

"Sie haben wirklich gute Spieler, die ihre Rollen kennen. Das fängt bei ihren Ballführern an. Aber ich denke, dass andere Spieler wie Javon Bess und Zach Seljaas genauso wichtig für ihren Erfolg und die Arbeit sind, die sie dieses Jahr geleistet haben", sagt Frey. In der Tat stehen mit Livingston, Seljass, Bess und Isaiah Washington gleich vier Würzburger mindestens 27 Minuten pro Partie auf dem Feld - bei Bonn kein einziger. 

Der Norweger fügt an: "Dadurch, dass sie mehrere Point Guards und damit Ballverteiler haben, die oft zeitgleich auf dem Feld stehen, sind sie schwieriger zu verteidigen, weil sie mehrere Spieler haben, die das Spiel gestalten können. Wenn man einen Spieler defensiv wegnimmt, springt der andere ein. Für uns wird es wichtig sein, diese Spieler zu verlangsamen und gleichzeitig Wege zu finden, sie auf der anderen Seite des Feldes zu attackieren."

 

Telekom Dome muss beben

Gehören die Telekom Baskets mit 11:4-Heimsiegen zu den heimstärsten Teams der Liga, zählen sie in fremder Halle nur zum Mittelmaß (8:8). Dagegen ist Würzburg auch auswärts eine Macht: Zusammen mit Tabellenführer FC Bayern München Basketball weisen die Unterfranken die beste Auswärtsbiland von 11 Siegen und vier Niederlagen auf. Tatsächlich hat die Mannschaft von Coach Filipovski aktuell noch eine bessere Auswärts- als Heimbilanz (11:5).

 

Wissenswertes

Baskets-Spieler Florian Koch lief von 2018 bis 2021 für Würzburg auf.