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89:80
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22.11.2025, 20:00 Uhr

Zu harmlos gegen bissige Braunschweiger

Ausgeglichene Bilanz nach acht Spieltagen

Foto. Christian Schlüter

Die Telekom Baskets Bonn haben am 8. Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga mit 80:89 (17:24, 26:24, 17:21, 20:20) bei den Basketball Löwen Braunschweig verloren. Die Baskets spielten besonders in der zweiten Halbzeit mit zu wenig Energie, um gegen die heimstarken und bissigeren Braunschweiger bestehen zu können. Tylan Birts wurde Topscorer mit 16 Punkten.

Nach der Nationalmannschaftspause stehen für die Telekom Baskets Bonn zwei Heimspiele kurz hintereinander an. Zunächst sind am 06.12.2025 (20 Uhr) die NINERS Chemnitz zu Gast im Telekom Dome, bevor am 10.12.2025 (20 Uhr) die SKYLINERS Frankfurt mit Ex-Baskets-Spieler Till Pape auf den #HEARTBERG kommen.

Key Facts

  • Meilenstein: Baskets-Kapitän Michael Kessens stand zum 100. Mal in einem Pflichtspiel für die Baskets auf dem Parkett und stellte dabei mit 14 Rebounds einen persönlichen Bundesliga-Rekord ein
  • Zu wenig Energie: Ihre bisher so starke Verteidigung konnten die Baskets nur in kurzen Phasen abrufen. Dadurch wurde Braunschweig zu nur sechs Ballverlusten gezwungen. Außerdem kamen die Hausherren zu oft zu freien Abschlüssen
  • Vier Spieler zweistellig: Topscorer Tylan Birts (16 Punkte), Grayson Murphy (15), Jeff Garrett (15) und Alijah Comithier (13) punkteten zweistellig
  • Persönliche Bestleistung: Mit sieben Assists zeigte Zach Cooks eine gute Übersicht und legte damit eine neue persönliche Bestleistung in der easyCredit BBL auf
  • Schwache Quoten: Die Baskets trafen nur 40,5 Prozent ihrer Würfe aus dem Feld (30/74 FG) und 25 Prozent ihrer Dreier (7/28 3PT)
  • Verletzungs-Update: Jonathan Bähre (Knie) stand nicht im Kader. Für ihn rückte Doppellizenz-Spieler Duje Dujmovic nach

Headcoach Marko Stankovic schickte Grayson Murphy, Joel Aminu, Tylan Birts, Jeff Garrett und Michael Kessens von Beginn an auf das Parkett. Nachdem Braunschweig die ersten Punkte der Partie erzielt hatte, markierte der in den Anfangsminuten sowohl offensiv als auch defensiv sehr aktive Garrett auf der Gegenseite die ersten Bonner Zähler (2:2, 2. Minute). Murphy glich mit dem ersten erfolgreichen Baskets-Dreier aus, bevor Braunschweig offensiv zunächst die Kontrolle übernahm (7:7, 4.). Die zuletzt zuhause fünfmal in Serie erfolgreichen Basketball Löwen traten auch dieses Mal in heimischer Halle mit viel Selbstvertrauen auf und netzten auch teilweise schwierige Würfe ein (13:19, 8.). Der eingewechselte Zach Cooks machte das Bonner Offensivspiel mehrmals schnell und brachte allein im ersten Viertel drei Assists an seine Mitspieler. Trotzdem lagen die Baskets zur ersten Viertelpause mit sieben Zählern zurück (17:24, 10.).

Auch zum Start ins zweite Viertel erzielte Garrett die ersten vier Bonner Punkte (21:24, 11.). Dank in dieser Phase deutlich stärkerer Verteidigung kamen die Baskets Stück für Stück näher heran (27:28, 14.). Verbesserungspotenzial gab es auf Bonner Seite besonders beim Defensivrebound. Symptomatisch dafür war eine Szene, in der Braunschweig vier Offensivrebounds in Folge einsammeln konnte. Und trotzdem beendeten die Baskets diese Possession durch einen Steal von Murphy und ließen keine Punkte zu. Auf der Gegenseite bediente der Bonner Aufbauspieler seinen Center Kur Jongkuch per Alley-Oop, der in der ersten Führung der Baskets endete (29:28, 15.). In der Folge wechselte die Führung mehrmals hin und her. Alijah Comithier traf zunächst einen Dreier und wurde im nächsten Angriff beim Distanzwurf gefoult. Daraus resultierten fünf Comithier-Zähler in Serie und die nächste Bonner Führung (38:36, 18.). Bis zum Ende der ersten Hälfte legte Braunschweig aber nochmal einen 12:5-Lauf hin und so ging es mit fünf Punkten Rückstand in die Kabine (43:48, 20.).

Nach dem Seitenwechsel erwischten die Baskets einen schwachen Start in die zweite Hälfte und lagen nach einem 0:7-Lauf plötzlich das erste Mal zweistellig zurück (43:55, 22.). Bonn blieb in dieser Phase gegen die bissigen Braunschweiger deutlich zu harmlos und fand zunächst kein Mittel, den Rückstand zu verringern (50:61, 25.). Dann folgte jedoch eine der besten Phasen des Spiels. Die Baskets kämpften sich trotz anhaltender Probleme bei den eigenen Abschlüssen mit einem 8:0-Lauf durch Dunkings und Fastbreaks zurück ins Spiel (58:61, 28.). Die Aufholjagd erhielt aber zum Abschluss des dritten Viertels noch einen schmerzhaften Dämpfer, nachdem die Hausherren noch zweimal in Folge von der Dreierlinie erfolgreich waren (60:69, 30.).

Das Spiel war aber noch lange nicht verloren und mit einem 6:0-Lauf zum Start ins Schlussviertel war die Partie abermals komplett offen (66:69, 32.). In der Schlussphase waren es aber meistens nur noch Einzelaktionen, welche die Baskets zunächst noch auf Schlagdistanz hielten (69:73, 33.). Die Bonner konnten die selbstbewussten Braunschweiger defensiv nur noch zu selten stoppen und so wuchs der Rückstand bis kurz vor Schluss noch einmal auf zwölf Zähler an (77:89, 40.), bevor Murphy mit einem Dreier übers Brett den 80:89-Endstand herstellte.

Stimmen zum Spiel

Konstantinos Papazoglou (Headcoach Basketball Löwen Braunschweig):

“Die Vorbereitung auf das Spiel gegen Bonn war nicht einfach. Sie sind ein schwerer Gegner, ich mag ihren Spielstil und ihre Identität. Außerdem hatten wir in Thessaloniki ein körperlich und mental anspruchsvolles Spiel. Wir waren müde und sicher auch traurig wegen dieses Spiels und des Ergebnisses. Dementsprechend schwer war es auch für die Jungs, diese Enttäuschung zu überwinden. Aber sie haben es geschafft und ich bin wieder einmal stolz auf das Team. Zum Spiel: Ich denke, wir haben alle Stärken von Bonn kontrolliert, abgesehen vom Offensiv-Rebound. Das haben wir erwartet, und das war auch der Grund, warum sie dran geblieben sind. Das ist jedoch eine ihrer Stärken, und wir hatten auf den großen Positionen auch fehlende Spieler. Offensiv waren wir hingegen sehr konzentriert. Ich denke, es war unser bestes Spiel in Bezug auf die Umsetzung des Gameplan. Die Jungs haben sich jetzt eine kurze Pause verdient. Dann konzentrieren wir uns wieder neu. Ich hoffe, dass wir nach der FIBA-Pause komplett sein werden.”

 

 

Marko Stankovic (Headcoach Telekom Baskets Bonn):

"Ich gratuliere Braunschweig zum Sieg. Sie waren das bessere Team. Wir haben schon zu Spielbeginn und auch im weiteren Verlauf den Fokus vermissen lassen, den man in diesen Spielen unbedingt braucht. Wir konnten uns viele 50/50-Bälle nicht sichern und haben zu viel And-1s in der ersten Halbzeit zugelassen. Als wir dann in der zweiten Halbzeit endlich aufgewacht sind und besseren Basketball gespielt haben, waren wir bis zum Ende einfach nicht konstant genug in unseren Aktionen. Die Verteidigung war bislang unsere große Stärke, jedoch hat Braunschweig heute 89 Punkte erzielt. Das müssen wir aufarbeiten."

Statistiken

PTS 89 80
2 PTS 43% 18 / 42 50% 23 / 46
3 PTS 43% 13 / 30 25% 7 / 28
Freiwürfe 70% 14 / 20 77% 13 / 17
Rebounds 38 48
Assists 19 16
Steals 3 4

TOP Player

Punkte

Tylan Birts

16 Punkte
Rebounds

Michael Kessens

14 Rebounds
Assists

Zachery Cooks

7 Assists
Steals

Grayson Murphy

2 Steals
Effektivität

Jeff Garrett Jr.

17 Effektivität