1. Damen: Baskets bringen sich selbst um zweiten Saisonerfolg

Telekom Baskets Bonn 1. Damen - RheinStars Köln 52:69

Kampf um den Ball: Im Spiel erlaubten die Baskets-Damen zu viele zweite Chancen am Brett. (Foto: Jörg Mäß)

Bonn verteidigte engagiert von der ersten Spielminute an und schaffte es immer wieder, die Gäste zu schwierigen Würfen zu zwingen. So konnten die Baskets-Damen den Gegner aus der Domstadt im ersten Viertel bei elf Punkten halten. Im Angriff stand sich das Team jedoch selbst im Weg und erzielte nur magere neun Punkte. Zu oft wurden freie Wurfchancen nicht genutzt oder fanden nicht den Weg in den Korb. Das Zusammenspiel, was die Bonner Mannschaft noch in den ersten drei Saisonspielen auszeichnete, war wie weggeblasen. Zu oft verstrickten sich Bonns Angreiferinnen in Einzelaktionen und verpassten es, den Ball zur freien Mitspielerin zu bringen. Auch in den Spielabschnitten zwei und drei bot sich den Zuschauern im Baskets-Ausbildungszentrum ein ähnliches Bild im Angriff. Die Baskets fanden im Angriff keinen Zugriff auf die Partie und lebten von den individuellen Stärken jeder einzelnen Spielerin. Konnten sie sich zuletzt doch immer wieder auf ihr starkes Umschaltspiel verlassen, so fand dies an diesem Spieltag nicht statt. Hinzu kamen nun auch noch Unaufmerksamkeiten in der Verteidigung, die es den Kölnerinnen erlaubten, sich zweite Chancen zu erarbeiten oder gar bei ablaufender Uhr an die Freiwurflinie zu gelangen. So starteten die Baskets mit einem Rückstand von 15 Punkten in den finalen Spielabschnitt. Zwar gelang dem Team zu Beginn der letzten zehn Spielminuten ein kleiner 8:3-Lauf, doch dieses kleine Strohfeuer sollte schnell erlöschen. Und so konnten die bis dahin erfolglosen Kölnerinnen mit 69:52 ihren ersten Saisonerfolg einfahren. Für Bonn gehts am kommenden Samstag, dem 10.11.2018, nach Hagen zum bislang ungeschlagenen Tabellenführer. Ein Spiel, in dem das Team unbedingt zu seinen Stärken zurückfinden muss, will man nicht unter die Räder geraten.  >> Fotos zum Spiel Stimmen zum Spiel Nico Schröder (Trainer 1. Damen): "Heute haben wir eher das Spiel verloren, als es Köln gewonnen hat. Damit möchte ich nicht die Leistung der Gäste schmälern, aber wir haben im Angriff nicht gut zusammengespielt und uns in der Verteidigung für unsere Arbeit nicht belohnt. Wir haben Köln immer wieder zu schwierigen Würfen mit ablaufender Uhr gezwungen und es nicht geschafft, dann den Ball beim Rebound zu kontrollieren. So kamen die Gäste zu Würfen am Brett, die dann halt auch irgendwann mal reinfallen. Selbst ist es uns nicht gelungen, dort abzuschließen. Nun heißt es, den Blick nach vorn zu richten und den Kopf nicht in den Sand zu stecken. Gegen den Tabellenführer Hagen sind wir im kommenden Spiel der Außenseiter und können vielleicht etwas freier aufspielen."