1. Damen: Niederlage im Rückrundenauftakt

Telekom Baskets Bonn 1. Damen - Barmer TV: 52:57

Tamina Müller war eine der sieben übrig gebliebenen Spielerinnen und erzielte zwei Punkte. (Foto: Jörg Mäß)

Wie bereits im Hinspiel verpasste es Bonn in den letzten Spielminuten die Partie für sich zu entscheiden und wie im Hinspiel verloren die Baskets-Damen beim 52:57 erneut mit nur fünf Punkten Differenz gegen den Tabellenfünften Barmer TV. Trainierten die Rheinländerinnen unter der Woche noch mit einem vollen Kader, meldete sich am Freitag eine Spielerin nach der anderen aus gesundheitlichen Gründen ab. So standen dem Coach nur noch sieben Damen zur Verfügung.

Zu Beginn der Partie hatten die Baskets ein Probleme den defensiven Rebound zu kontrollieren und so konnten sich die Wuppertalerinnen nach fünf gespielten Minuten einen kleinen Vorsprung erspielen. Nach einer taktischen Umstellung in der Verteidigung lief es für die Gäste nun besser. Bis zum Ende des Viertels konnten die Baskets nicht nur ausgleichen sondern durch den Treffer von Johanna Mager auch mit einer 17:16 Führung in die erste Viertelpause gehen. Im zweiten Spielabschnitt stockte der Motor der Bundesstädterinnen und sie kamen kaum zu erfolgreichen Abschlüssen. Immer wieder erspielten sie sich freie Wurfgelegenheiten, verpassten es aber dann den Treffer zu machen. Auch an der Freiwurflinie ließen sie in dieser Phase des Spieles viele Gelegenheiten liegen. Wuppertal nutzte die letzten beiden Spielminuten für einen 7:0 Lauf und so wurde beim Stand von 34:27 die Seiten gewechselt. Nach der Pause ein ähnliches Bild: Bonn traf einfach den Korb nicht mehr und Wuppertal setzte sich Punkt um Punkt ab. Nach 28 gespielten Minuten lagen die Gäste mit 34:49 im Hintertreffen. Doch nun erwachte das Team und legte auf beiden Seiten des Spielfeldes „eine Schippe“ drauf. Bis zur Pause verkürzten sie auf 40:49 und schöpften wieder Hoffnung. Als es dann vier Minuten vor dem Ende der Partie nur noch 50:53 aus Bonner Sicht hieß, war die Partie wieder völlig offen. Aber wie im zweiten Spielabschnitt schien einer der Zuschauer einen Deckel auf den Ring gelegt zu haben, denn der Ball wollte einfach nicht mehr durch das Netz fallen. Beide Mannschaften agierten in dieser Phase sehr hektisch und wollten unbedingt den nächsten Treffer setzten, denn dieser so schien es sollte die Entscheidung bringen. Bonn verpasste drei gute Gelegenheiten im Abschluss, hatte aber mit Cara Horz eine Verteidigerin im Team die den Blick für den Pass hatte und so immer wieder den Gegenangriff abfing so dass die Hausherrinnen gar nicht erst zum Wurf kamen. Doch zwei Minuten vor dem Ende gelang den Damen von der Wupper dann doch das 55:50. Bonn reagierte nahm eine Auszeit und verkürzte auf 52:55. Wieder war alles offen, denn es war noch genügend Zeit auf der Uhr. Diese tickte allerdings gegen die Bonnerinnen. Als noch 36 Sekunden zu spielen waren, nahm Trainer Nico Schröder seine zweite Auszeit. „Wir suchen einen schnellen Zweier nah am Brett und schicken dann Wuppertal an die Linie“, waren die Instruktionen an das Team. Jedoch verfehlte der Wurf erneut sein Ziel und so stellten die Hausherrinnen den Endstand von 57:52 an der Linie her. Nun heißt es die Niederlage abschütteln und sich auf Bochum konzentrieren. Die AstroStars gastieren am kommenden Samstag um 16:00 Uhr im heimischen ABZ in Bonn. Stimmen zum Spiel Nico Schröder (Telekom Baskets Bonn 1. Damen): „Es ist wie verhext, in den engen Spielen flattern uns immer die Nerven. Eigentlich wollten wir ja unseren jüngeren Spielerinnen die Gelegenheit geben, in der zweiten Mannschaft zuspielen, aber nun mussten wir uns dort eine Spielerin ausleihen. Mit Eva Tolksdorf hat uns allerdings eine Spielerin unterstützt, die ich bereits zu Saisonbeginn gern im Kader gehabt hätte. Durch ihren schnellen Antritt, ihren Biss in der Verteidigung und Erfahrung ist sie für jede Mannschaft eine große Hilfe. Das hat sie heute bei uns bewiesen. Die anderen Mädels haben es ihr aber auch leicht gemacht, auch an sie geht ein großes Lob.“ Punkteverteilung Telekom Baskets Bonn 1. Damen: Melanie Grauer (4 Punkte), Hanna Kaibel (4), Johanna Marger (16), Eva Tolksdorf (1), Cara Horz (11), Tamina Müller (2), Meike Walbroel (7), Ayanna Hudson (7)