1. Damen: Zu viele Ballverluste kosten den Sieg

Telekom Baskets Bonn 1. Damen - TSV Hagen: 74:79

Franziska Schreck kämpft mit der Hagener Defense. (Foto: Jörg Mäß)

Des einen Freud ist des anderen Leid, so kann man die Situation von Coach Nico Schröder in der vergangen Woche beschreiben. Während sich eine Spielerin nach der anderen in den Urlaub verabschiedete, wurden die Sorgen ob der dünnen Personaldecke gegen Hagen immer größer. Am Ende stand der Coach mit lediglich sechs Spielerinnen im Ausbildungszentrum der Telekom Baskets Bonn. Hagen dagegen konnte auf neun Akteurinnen zurückgreifen und drückte so über die gesamte Spielzeit auf’s Tempo. Gleich zu Beginn der Partie legten sie einen 8:2-Lauf hin und lagen so nach drei gespielten Minuten mit sechs Punkten in Führung. Aber Bonn konterte und starte selbst einen 13:2-Lauf und übernahm so wieder die Führung, die es bis zum Ende des ersten Viertels auch nicht abgeben sollten (18:16, 10. Minute). Die Gastgeberinnen punkteten immer wieder durch ihr Kombinationsspiel, wohingegen die Gäste überwiegend ihre Punkte unter dem Korb erzielten. Auch im zweiten Spielabschnitt ein ähnliches Bild: Bonn suchte und fand seine freien Schützen, die nun auch von der Dreipunktelinie immer besser trafen und Hagen brachte den Ball konsequent unter den Korb oder punktete aus Ballverlusten der Hausherrinnen. Der letzte Angriff der ersten Halbzeit war dann allerdings symbolisch für viele der Baskets Ballverluste. Bei noch 19 Sekunden Spielzeit im zweiten Viertel hatte Bonn den Ball und zum Einwurf an der gegnerischen Grundlinie. Der Einwurf wurde jedoch von Hagen abgefangen, das per Schnellangriff die 33:34 Halbzeitführung herstellte. Nach der Pause starteten die Baskets besser ins Spiel und gingen zunächst in Führung. Doch Hagen blieb immer in Schlagdistanz und übernahm kurz vor Ende des dritten Viertels erneut die Führung (52:57-30. Minute). Bis zum 58:63 blieb es auch bei dieser Differenz. Doch dann leisteten sich die Baskets wieder eine Serie von Ballverlusten, die so binnen zwei Minuten mit 58:74 (36. Minute) in Hintertreffen gerieten. Bonn gab nicht auf, kämpfte sich Punkt um Punkt heran, aber die Spielzeit lief den Bundesstädterinnen davon. So endete die Partie am Ende mit 74:79 für die Gäste aus Hagen.  >> Fotos Stimmen zum Spiel Nico Schröder (Trainer Telekom Baskets Bonn 1. Damen): "Ich muss den sechs Mädels ein riesengroßes Kompliment machen, sie haben heute alles aus sich herausgeholt, was drin war. Hagen steht zwar „nur“ auf dem 6. Tabellenplatz hat aber in der Hinrunde viele Spiele knapp verloren und gehört seit Jahren zu den Topmannschaften der Liga. Wir konnten mit einer großen Energieleistung das Spiel in Hagen gewinnen und auch heute haben wir wieder eine solche Energieleistung gezeigt, leider hat es am Ende knapp nicht gereicht. Wir hatten heute eine gute Chance  zu gewinnen, aber dazu sind uns zu viele kleine Fehler passiert, die uns am Ende um den Erfolg gebracht haben. Ich hoffe wir können in den nächsten Wochen diese Kleinigkeiten abstellen und so nach der Karnevalspause die obere Tabellenhälfte nochmals angreifen." Punkteverteilung Melanie Grauer (8); Viktoria Hundrieser (8); Sophia Esser (6); Caroline Lahrmann (16); Franziska Schreck (19); Tamina Müller (17)