2. Herren: Dezimierte Baskets verlieren knapp in Hamm

81:89-Niederlage

Knappe Kiste: Bonn kämpfte mit nur sieben Spielern bis zur letzten Sekunde um den Sieg. (Foto: Baskets)

Beide Mannschaften begegneten sich zu Beginn auf Augenhöhe und keine Mannschaft konnte sich in den ersten Minuten absetzen (9:10, 4. Minute). Doch dann legten die Gastgeber einen 9:0-Lauf aufs Parkett und gingen erstmals zweistellig in Führung (9:19, 6.). Durch das in dieser Phase herausgespielte Polster führte Hamm auch nach dem Ende eines offensivstarken ersten Viertels (20:27, 10.). Im zweiten Viertel bekamen die sieben angereisten Bonner Spieler den Angriff der HammStars etwas besser unter Kontrolle. Ohne die verletzt oder erkrankt fehlenden Völzgen-Brüder, ohne Janne Müller, ohne David Falkenstein und ohne Headcoach Marko Zarkovic hielten die Baskets den Rückstand in der ersten Halbzeit im einstelligen Bereich, was eine Wende in der zweiten Hälfte weiterhin möglich machte (41:49, 20.). Neben sechs Stammspielern ergänzte NBBL-Akteur Dyami Janeck die Rotation des Aushilfs-Coaching-Duos Max Becker und Cedric Plumhoff.

Nach dem Seitenwechsel fanden liefen die Gäste dann kurzzeitig aber doch einem zweistelligen Rückstand hinterher (50:61, 26.). Doch dann rührten die Baskets in der Verteidigung Beton an. Nur einen weiteren Zähler ließen die Bonner bis zum Ende des dritten Viertels zu, kamen selbst noch auf neun Punkte und waren bis auf drei Punkte heran (59:62, 30.). Im letzten Spielabschnitt entwickelte sich ein Basketball-Krimi. Bis 29 Sekunden vor Schluss blieb es vor dem lautstarken Heimpublikum bei nur drei Punkten Rückstand für die Gäste (77:80, 40.), doch in den entscheidenden Schlusssequenzen hatte Hamm das kleine bisschen mehr Kraft und beendete das Spiel nervenstark als Sieger. Bonn kann trotz der 81:89-Niederlage zufrieden sein mit dem Auftritt, wie Aushilfs-Headcoach Becker erklärt: „Mit dieser Leistung müssen sich die Jungs im weiteren Saisonverlauf definitiv nicht verstecken! Natürlich ist die Niederlage aber bitter, weil sie trotz unseres kleinen Kaders vermeidbar gewesen wäre. Die Jungs haben es mir sehr leicht gemacht und ich hatte sehr viel Spaß daran, sie zu coachen. Die Dinge, die ich ihnen mitgeben konnte, haben sie sofort angenommen.“

Und auch der eigentliche Cheftrainer Marko Zarkovic, der erkrankt kurzfristig zuhause bleiben musste, zeigt sich zufrieden mit dem Einsatz seiner Spieler und seiner Aushilfstrainer: „Respekt an die Jungs, wie sie mit den Umständen umgegangen sind und toll gekämpft haben. Ein großes Dankeschön geht natürlich an Max Becker, der eine halbe Stunde vor Abfahrt spontan eingesprungen ist und an Co-Trainer Cedric Plumhoff, die mit dem Team zusammen gekämpft haben.“ Becker ergänzt außerdem noch: „In der gut gefüllten Halle vor toller Kulisse in Hamm haben wir zwar verloren, doch es gibt ja auch noch ein Rückspiel!“

Neben den offensiv stark spielenden Jamel McAllister (33 Punkte/8 Rebounds) und Justin Andrew (23/6) zeigte auch Big Man Aaron Isah nach seinen häufigen und langen Verletzungspausen mit 14 Punkten und sieben Rebounds ein sehr starkes Spiel.

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